Und jetzt doch: Ein zweiter Versuch mit Facebook

Nach über 2 Jahren habe ich es gestern getan: Ich habe mich wieder bei Facebook angemeldet.

Keine 24 Stunden nach meinem 10-Jahres-Abitreffen. (Dazu „wann anders“ mehr)

Ich bin weiterhin der Meinung, dass es möglich ist, auch ohne  Social Network „im Kontakt“ zu bleiben. Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der Kontakt, den man auch ohne Facebook pflegt, sehr viel wertvoller ist. Man investiert einfach mehr Zeit in die Pflege seiner Freundschaften ohne Facebook. Man lässt die anderen mehr aktiv am eigenen Leben teilhaben, statt ihnen nur die Möglichkeit einzuräumen, sich selbst darüber zu informieren.

Aber tatsächlich ist es so, dass ich es nicht immer schaffe, meine Freundschaften so zu pflegen, wie ich mir das wünsche.
Ich habe bescheidene Arbeitszeiten und dadurch, dass ich den Froschkönig momentan nur am Wochenende sehen kann, auch da wenig Spiel für Sachen, die ihm nicht auch gefallen würden. Prioritäten.
Selbst wenn mich dann doch mal jemand einlädt, sage ich relativ oft ab.
Das machen diejenigen, zu denen man ohnehin nicht den ganz regelmäßigen Kontakt hat vielleicht 2x mit. Danach fragen sie nicht mehr. Und ich kann es ihnen auch nicht verübeln.

Facebook macht sowas einfacher. Jedenfalls sollte es das. Meine Erwartung ist, dass ich mindestens 2 meiner ehemaligen Mitschüler nicht erst zum nächsten großen Event unserer Schule sehen werde.

Auch letzten Monat habe ich kurz darüber nachgedacht, mich anzumelden. So um dieses Treffen der Langhaars herum.
Es wäre vieles doch einfacher gewesen. Die anderen haben das fast komplett darüber geplant, und ich hing mehr so dran. Jedenfalls gefühlt.
Vielleicht wäre ohne Facebook aber auch einfach nur weniger im Vorfeld diskutiert worden, weil einfach 2 Leute telefonisch festgelegt hätten, wie der Ablauf aussieht, was man mitbringen muss/soll und das dann eben den anderen nur mitteilen müssten.

Jetzt bin ich wieder bei Facebook. Habe fast alle Privacy-Einstellung ganz „streng“ eingestellt und bin mir noch unsicher, in welchem Umfang ich da aktiv sein möchte.
Solange ich das nicht weiß, „like“, kommentiere und teile ich nichts.
Ich schreibe Nachrichten und wähle so gezielt meine Freunde aus, dass ich hoffe niemanden vor den Kopf zu stoßen.

Maximal ein Jahr, dann wird entschieden, ob Facebook nicht doch wieder fliegt.

2 Gedanken zu „Und jetzt doch: Ein zweiter Versuch mit Facebook

  1. Ich bin wohl weniger FB-kritisch, weil ich es nur gezielt für manches nütze. Sehr toll finde ich es um auf dem Laufenden bei Lieblingsautoren zu bleiben. Diana Gabaldon, Kerrelyn Sparks, Cassandra Clare oder auch Peter Jackson posten regelmäßig News zu den Büchern und Verfilmungen.
    Die Gruppenfunktion ist auch toll (wie du schon vom Treffen erwähnt hast). Wir halten zB so mit unseren Schwiegereltern engeren Kontakt. 😉
    Ich bin gespannt wie du dich in einem Jahr entscheidest.

    • Ich finde es einfach schade, dass der direkte Austausch so oft darunter leidet. Ich wünsche mir einfach, dass FB dieses Mal eine Art „Sprungbrett“ zu wieder mehr Kontakt ist.
      Ich möchte lieber mit Freunden einen Munchkin-Abend machen, als mein Essen posten und auf möglichst viele „Likes“ hoffen.

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