#bbg2018 – sportlicher Start ins neue Jahr?

2017 war insgesamt ja ein sportliches Jahr. Mit langen Yogaphasen, mehreren Radtouren, ein paar Boulderhallenbesuchen und einer neuen „Rekordlänge“ meiner Laufstrecke kann ich wirklich zufrieden sein.

Sogar im Matsch laufe ich inzwischen!

Kurz vor Weihnachten habe ich dann ja auch wieder mit einem Fitnessblender-Programm angefangen. Ich bin weiterhin sehr angetan von den Verbesserungen auf ihrer Homepage für angemeldete Nutzer, die feste Programme verfolgen und habe davon jetzt beim Booty Bootcamp gleich mehrfach Gebrauch gemacht.

Tatsächlich merke ich, dass mir dieses gezielte, geplante, ja, vielleicht sogar ehrgeizige Sporteln gerade sehr gut tut.
Vor der Abgabe meiner Diplomarbeit dachte ich, dass ich mich total entspannt und positiv fühlen würde, wenn das vorbei ist. Tatsächlich war es dann aber doch eher ein leeres, tiefes Loch und die Sportelei, der Versuch aus dem wohlgeformten Wackelpudding etwas trainiertes, fittes zu machen, erscheint mir als eine passende Herausforderung, um wieder da raus zu kommen.

Wie viel man ohne Trainer falsch macht, sieht man erst, wenn man sich mal selbst dabei fotografiert: der Bauch hängt komplett durch! Die Griffe nutze ich erst seit kurzem wegen Beschwerden im rechten Handgelenk, sie kommen daher auch bei Burpees und Co. zum Einsatz.

Schon während meines Diplom-Endspurts habe ich zwischendurch einzelne Resistance-Workouts aus dem BBG gemacht und immer wieder damit geliebäugelt, dem ganzen Trainingsplan nochmal eine Chance zu geben. Obwohl ich „damals“ bis Woche 9 durchgehalten habe, sehe ich weiterhin einige Kritikpunkte an diesem Trainingsplan, die mich auch weiterhin haben zögern lassen:

Meine kleine Pro- und Contra-Liste zum BBG

Pro

  • sehr motivierende Community
  • gut mit Yoga, Laufen und Rudern kombinierbar
  • Verbindlichkeit durch einen festen Plan
  • sehr fordernd, durch das Ziel möglichst viele Wiederholungen in den 7 Minuten Intervallen zu absolvieren, steigert sich die Intensität automatisch mit den eigenen Fortschritten und es ist leicht, an die eigenen Grenzen zu kommen und diese mit der Zeit zu versschieben

Contra

  • Zeitintensiv: Kayla wirbt mit 28-Minuten-Workouts, die tatsächlich aber eher 45 Minuten plus Duschen in Anspruch nehmen
  • Sehr fordernd, die Übungen werden schon sehr schnell, sehr schwierig: wenn man zwischen Liegestütz und Mountain-Climber erst von den Knien hoch muss, ist das irgendwie „doof“ – letztes Mal hat sich meine Fitness nicht so schnell entwickelt, wie die Übungen schwieriger wurden. Überhaupt ist es hier nicht nur leicht an die eigenen Grenzen zu gehen, sondern wenn man nicht achtsam mit sich ist, geht man auch schnell darüber hinaus, der „Zeitdruck“ ist da gefährlich
  • Entweder Anschaffungen oder Improvisation: Übungen mit gleich zwei Bänken, Bosu-Ball und Langhantel erfordern entweder etwas Geld (und „Lagerraum“!) oder Kreativität
  • Für mich jetzt nicht relevant, aber: ohne Cardiogerät – in meinem Fall der Waterrower – stelle ich mir die HIIT-Workouts, wie Kayla sie vorsieht auch als schwierig vor. Klar kann man draußen laufen, aber das ist dann wieder je nach Wetter eher unangenehmn. Alles andere kostet, egal ob Schwimmen oder Cardiogeräte im Fitnessstudio.
  • Nochmal zeitintensiv: nicht nur die einzelnen Workouts sind lang, es sind auch einfach VIELE: in Woche 1 geht es los mit 5-7 „Terminen“ und steigert sich dann alle 4 Wochen auf schließlich 7-11 „Terminen“ ab Woche 9. DAS in einen Alltag mit Vollzeitjob, Freunden und anderen Wahlverpflichtungen zu integrieren finde ich weiterhin am aller schwierigsten und habe es 2015 auch nicht geschafft.
  • Meiner Meinung nach nicht für Anfänger geeignet, es sei denn, sie machen das in einem guten Fitnessstudio mit Trainern, die auch auf eine saubere Ausführung der Übungen achten! Ich will gar nicht wissen, wie viele Mädels sich etwa die Knie durch unsaubere Squats ruinieren und ihren Bandscheiben z.B. mit den Sit Ups erheblichen Schaden zufügen.

Und trotzdem: am 15.1. geht’s los!

Obwohl meine Kritikpunkte scheinbar deutlich überwiegen, auch wenn ich für mich selbst immerhin 2 quasi streiche, fange ich heute wieder an. Vor einigen Tagen hat Heike auf Instagram gefragt, ob noch jemand ab dem 15.1. mitmacht und da ich vorher ja schon überlegt habe, war das dann der letzte, notwendige Anstoß.

Das Booty Bootcamp von Fitnessblender scheint mir als „Pre-Training“ gut geeignet zu sein und ich habe zusätzlich nach den Workouts meistens noch ein paar Liegestütz gemacht. 4-5 „richtige“ schaffe ich inzwischen sehr sauber, danach noch 1-2 nicht ganz perfekt.

Und das hier sind jetzt meine „Pre-BBG-Mid-Booty-Bootcamp-Vergleichsfotos“ vom letzten Mittwoch:

3x entspannt – ich habe davon auch jeweils die angespannte Version. Das passte aber durch die seitlich angehobenen Arme nicht so gut ins Insta-Quadrat, seht ihr dann bei den Vergleichen

Bei meinen BBG-Verlaufsfotos bzw. allgemein bei der Mehrzahl meiner Sportfotos senke ich hiermit meinen Anspruch an die Bildqualität deutlich herab. Es ist Winter, ich arbeite Vollzeit – wie soll ich es da bitte regelmäßig bei anständigen Lichtverhältnissen schaffen, jemanden zu finden, der mich mit einer richtigen Kamera fotografiert? Und Verlaufsfotos möchte ich machen. In der Hoffnung, dass es auch sichtbare Erfolge gibt.

Und bevor jetzt jemand meckert, weil ich ja schon schlank sei, eine tolle Figur hätte, mir keinen Kopf machen sollte, etc.:
Ja, das weiß ich. Ich möchte auch nicht abnehmen. Ich möchte fitter werden, stärker. Eine bessere Haltung entwickeln und dabei gerne auch „fester“ werden.

Ich strebe Vergleichsfotos alle 4 Wochen an. Kürzere Abstände machen in meinen Augen keinen Sinn: ich bin über 30 und Muskelaufbau braucht seine Zeit.
Würde ich 20 kg mehr wiegen und auf Gewichtsreduktion abzielen, gäbe es sicher auch in kürzeren Intervallen sichtbare Veränderungen. Dass ich dann aber auch alle 4 Wochen hier etwas dazu schreibe, halte ich für unwahrscheinlich. So signifikant wird das dann auch wieder nicht sein.

Weil ich auf Instagram schon danach gefragt wurde:

Ich nutze die Ebooks und stoppe die Zeit mit einer Intervall-App. Da habe ich sowohl einen Timer für die Restinace-Trainings mit
7 Min – 1 Min – 7 Min – 1,5 Min – 7 Min – 1 Min – 7 Min
und einen für das Stretching mit vielen 30-Sekunden Intervallen.
Zum Aufwärmen rudere ich 5 Minuten oder mache ein kleines Warm-Up angelehnt an die Aufwärmübungen von Fitnessblender.
Wenn ich Zeit und Lust habe, wird aus dem Dehnen zum Abschluss auch eine kurze Yogaeinheit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.