DIY: eine Puzzlematte

Was meine Freizeitbeschäftigung angeht bin ich schon manchmal ein Fähnchen im Wind:

Eine Zeit lang habe ich Haarschmuck „gebastelt“ – wobei gebaut in Anbetracht des verwendeten Werkzeugs, z.B. Bandschleifer, wohl treffender ist. Dann habe ich angefangen zu nähen, zwei Schals, zwei Röcke und einige Putztücher sind es geworden – und hin und wieder stricke ich. Manchmal probiere ich auch leidenschaftlich gerne selbst komplizierte und zeitaufwändige Rezepte aus. Dann natürlich der Sport und schließlich holt mich alle paar Jahre das hier ein:Puzzle

Puzzle!

Zuletzt war es im Winter 2013/14 so weit. Angeregt durch die Puzzelei mit meinen Patienten habe ich insgesamt 3 Puzzles in unserem kleinen Gästezimmer fertiggestellt: eins kurzerhand im Supermarkt gekauft (1000 Teile), eins im Spielwarenladen (2000 Teile) und das dritte dann von Ravensburger geschenkt bekommen (3000 Teile), da die 2000 Teile Panorama-Puzzles eben keine „einmaligen“ Teile haben sondern es quasi „punktgespiegelt“ ist. Eigentlich wollte ich darüber auch mal gebloggt haben. Es war allerdings Winter und das Licht nicht gut genug um mein lustiges Puzzle-Experiment zu fotografieren.

Den Anstoß hat auch jetzt wieder die Arbeit gegeben. Einfach nur mehr Teile bzw. größere Puzzles wollte ich aber nicht machen, also habe ich mir eins ohne Motiv gekauft.
Vor etlichen Jahren habe ich mit meiner Mama mal das Blaue (Krypt II) zusammengelegt. Auf unserem „damals“ noch gemeinsamen Wohnzimmerfußboden.

Krypt I - Motiv kann doch jeder!

Krypt I – Motiv kann doch jeder!

Der Platz ist überhaupt das, was bei Puzzles immer so schwierig ist. Ich kannte ja die „Aufbewahrungs- und Aus-dem-Weg-Räumstrategie“ mit einem entsprechend großen Brett. Dass es inzwischen eigentlich eher Standard ist, die Dinger zu rollen habe ich durch eine Patientin gelernt.

Es gibt fertige Puzzlematten, auch -teppiche genannt, zu kaufen. Von diversen Herstellern. Preis zwischen 14€ (bis 1500 Teile) über 20€ (bis 3000 Teile, mit aufgedrucktem Außenrand der gängigen Puzzlemaße) bis hin zu 30€ (für bis zu 6000 Teile).

Puzzlematte selbst gemacht

Ich habe mich für eine praktische DIY-Variante entschieden, der Gedanke, dass es günstiger sein könnte, „buy local“ statt online bestellen, …

Es wird benötigt:

  • dünner Filzstoff (7,5€/m bei 1,90m Stoffbreite im kleinen aber teuren Stoffladen vor Ort)
  • ca. 30cm breites Gummiband (hatte ich noch von Karneval), alternativ geht auch Klettverschluss
  • Rohr mit 10cm Durchmesser (1m im Baumarkt  vor Ort für knapp 7,5€)

Den Stoff jetzt einmal komplett auf dem Rohr aufwickeln, das Gummiband so zuscheiden, dass es mit etwas Spannung darum passt und die Enden zusammennähen. Soll halten, muss nicht schön aussehen.

Puzzle

Beim Aufrollen darauf achten, dass sich keine Teile verkanten

Da ich gerade nur mit 564 Teilen arbeite, habe ich den Stoff auf halber Breite gefaltet gelassen. Das Puzzle auf dem Stoff zusammenlegen und wenn man es gerade nicht braucht aufrollen, mit den Gummis fixieren und zur Seite legen oder auch stehend aufbewahren. Durch die Filzoberfläche rutschen die Teile auch nicht raus.

 

Puzzle

Das Material ist also etwas teurer als die ganz günstige Variante. Dafür kann ich aber nicht nur Puzzle bis 110x66cm darauf legen sondern durch den großzügigen Zuschnitt des Filzstoffs theoretisch 190x105cm. Reicht für bis zu 5000 Teile. Wird dann allerdings schwierig mit der stehenden Aufbewahrung, da das Rohr etwas zu kurz ist.
mir nichts, da ich noch kein wirklich schönes Motiv mit mehr als 3000 Teilen gefunden habe.
Vorteil gegenüber der gekauften Variante ist für mich noch, dass ich den Stoff in einer Farbe wählen kann, die einen guten Kontrast zu den Teilen bildet. Oder eine Farbe, die gut zu meiner Einrichtung passt, was ja auch nicht verkehrt ist, wenn die Rolle dann eventuell etwas länger im Flur steht.

Hat von euch auch schon jemand ein Puzzle „ohne Motiv“ gemacht?
Und habt ihr die auch auf dem Boden oder einem Brett gemacht oder bin ich einfach echt spät dran mit dieser „Erkenntnis“?

Nachtrag:

Das silberne Puzzle ist tatsächlich auch schon fertig und weil der Froschkönig am letzten Tag mitgeholfen hat, mich dabei jedoch nicht das letzte Teil hat legen lassen – dabei ist es doch mein Puzzle – hatte er den Auftrag ein neues zu besorgen. Und das hat er getan:

Hier kommen bald ein Puzzle an, mit etwas mehr als 32000 Teilen.
Ja, richtig gelesen. 32k.
Vielleicht dazu irgendwann mehr. Erstmal sind wir wohl beschäftigt…

2 Gedanken zu „DIY: eine Puzzlematte

  1. 😀 😀 😀
    Benny sagt dazu: „Was ein Puzzle ohne Motiv?“
    Ich : „Ja. Ist doch entspannend. Es geht nur umd as Puzzeln.“
    Er: „Boah nä, dann lieber basteln für den Montessorikurs mit ner Geometriemappe und sicher ärgern, dass der Klebestift nicht von den Fingern geht!“

    😀
    Ich mag Puzzle. Immer, wenn mich jemand fragt, was man für den Job den ich im Verlag mache, können und mögen muss sage cih „Puzzeln. Puzzeln und aufräumen. Und wenn du es dann noch gern schön hast, dann wird das was.“

    Liebe Grüße!

    • Ich glaube, ich möchte die anderen beiden „motivlosen“ Puzzles auch noch machen… bin aber jetzt erstmal beschäftigt…

      Die aktuelle Herausforderung ist auch großartig – und geht deutlich schneller als ich dachte…

      Wenn es nur ums Puzzeln, aufräumen und „schön mögen“ geht, sollte ich über einen anderen Beruf nachdenken. Ich fürchte, mit dem „schön machen“ hab ich allerdings Probleme…

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