Haare, nichts als Haare! #20 – Bürsten und Co.

Endlich, der Abschluss meiner kleinen Haarpflegeroutineserie.

Nachdem es bisher eher um richtige „Verbrauchsartikel“ ging, zeige ich euch heute mein echtes „Handwerkszeug“, von dem ich teilweise wohl auch mein Leben lang etwas haben werde.

Entwirrungskünstler

Kamm

Ich habe einen Kamm aus Palo Santo – in das Holz habe ich mich vor zwei Jahren verliebt, als ich den riesigen Kamm von Wuscheline ausprobieren durfte. Das Holz ist sehr fest und schwer und riecht dazu einfach grandios. Irgendwie frisch, etwas säuerlich, einfach toll!

Holzkamm

Den Kamm nutze ich nur für meine Längen. Ich fange unten an, arbeite mich nach oben vor und das ganze über der Badewanne, denn: anders als bei einer Bürste wickeln sich die losen Haare nicht um die Zinken/Borsten sondern fallen einfach runter. In der Badewanne lassen sie sich dann gut zusammenschieben und fertig ist.
Dadurch habe ich einerseits deutlich weniger Haare in meiner Bürste und muss diese seltener sauber machen und gleichzeitig fliegen seitdem ich das so handhabe kaum noch ausgefallene Haare von mir auf dem Fußboden rum.

Wildschweinborstenbürste

Die hab ich mir ziemlich zu Beginn meiner „aktiven“ Züchterzeit gekauft, ein Mal ausprobiert und festgestellt, dass ich außer direkt am Haaransatz kaum damit bis zur Kopfhaupt komme – und die Dinger sollen ja so toll zur Kopfhautmassage geeignet sein.

Also habe ich sie anständig gesäubert und in eine Kiste gelegt. Als ich jetzt aber zum Ende diesen Winters hin Probleme mit trockener Kopfhaut und infolge dessen Schüppchen am Haaransatz hatte, ist sie dann doch ins Badezimmer eingezogen. Vor der Haarwäsche massiere ich damit also jetzt ab und zu meinen Haaransatz mit wenig Druck und langsamen „Rüttelbewegungen“. Ringsum. Und so gut es geht eben auch am Rest des Kopfes, doch hier kommen die Borsten weiterhin nicht wirklich bis zur Kopfhaut. Irgendwie finde ich das bei meinen glatten Haaren ja eigentlich komisch.

Bürstenreiniger

Kann man haben, muss man aber nicht. Staub lässt sich damit etwas besser aus der Bürste holen als mit den Fingern oder einem Steilkamm/Haarstab/Zahnstocher/was euch sonst so einfällt. Noch besser bekommt man Staub allerdings mit Wasser und Shampoo aus der Bürste. Also Schnickschnack, den ich nur nutze, weil ich ihn mir eben mal auf dem historischen Jahrmarkt in Kornelimünster gekauft habe.
Manche Dinge weiß man einfach erst, wenn man sie ausprobiert hat.

Paddle Brush

Meine Standard-/Lieblingsbürste. Auf alle anderen könnte ich verzichten, auf die hier nicht!

Paddle-Brush

Mit diesem Borstentyp, also eine Mischung aus langen dünnen Stiften mit „Tropfen“ und kürzeren Wildschweinborsten, komme ich wirklich am besten zurecht. Die langen entwirren tatsächlich meine Haare und massieren auch meine Kopfhaut, die kurzen befreien meine Haare vom Staub und sorgen für Glanz.

Die „Tropfen“ nutzen sich leider mit der Zeit ab, so dass ich etwa 1x pro Jahr eine neue kaufe. Die vorherige behalte ich jeweils, da man solche Bürsten extrem gut reinigen kann, wenn man sie mit Wasser und Shampoo gegeneinander reibt. Und da meine neuste erst vor einer Woche eingezogen ist, kann ich euch sogar noch zwei Vorgänger zeigen.

Paddle-Brush Chroniken

Ikoo Brush

Inzwischen gibt es Bürsten dieser Art ja von diversen Herstellern, vorher hatte ich einen Tangle Teezer. Mir gefällt das etwas flachere Design der Ikoo besser, sie ist kompakter und liegt zumindest bei mir sehr gut in der Hand Dazu hat sie feste Borsten, die bei mir gut bis auf die Kopfhaut kommen.

Ikoo

Das hier ist meine Bürste für unterwegs, denn auch wenn der Kamm besser in die Tasche passt, mag ich es nicht, wenn meine Haare dann in der Umkleide, bei Freunden oder wo auch immer ich mir die Haare kämme, rumliegen. Bürsten haben wie gesagt die Eigenschaft, dass ein großer Teil ausgefallener Haare zwischen den Borsten hängen bleibt und dann gezielt entsorgt werden kann.


So viel also zu meiner Haarpflegeroutine. Ich könnte jetzt nur noch meine Schlaffrisur ergänzen und da sich dafür ein eigener Artikel nicht lohnen würde:

Schlaffrisur – der Werdegang

  • anfangs waren die Haare offen, ab ca. BH-Verschluss-Länge war das allerdings störend…
  • also wurden die Haare geflochten, ganz einfach drei Stränge und gut ist…
  • ergänzt wurde der Flechtzopf irgendwann durch ein Seidentuch über dem Kopfkissen bzw. Satinkissenbezüge, allerdings habe ich morgens dann in den rausstehenden Haaren vom Flechtzopf immer besonders viel Dpliss gefeunden…
  • weil auch das Flechten ja mit zunehmender Länger immer länger dauert, habe ich angefangen auch nachts einen Dutt zu tragen, befestigt mit einer Ficcare, jedoch verrutscht der Dutt im Laufe der Nacht gerne und ziept dann an einigen Stellen…
  • was überhaupt nicht ziept, jedoch echt doof aussieht, ist eine Seidenschlafhaube.

Dutt nach Wahl im Nacken wickeln, ohne Befstigungsmittel die Haube drüber, zukonten und fertig.
Egal wie sie aussieht, die Schlafhaube ist praktisch. Die Haare sind aus dem Weg und es ziept nix.

Vielleicht konntet ihr ja die ein oder andere Anregung für eure eigene Haarpflege finden!

8 Gedanken zu „Haare, nichts als Haare! #20 – Bürsten und Co.

  1. Hallo, also Schlaffrisur ist bei mir auch ein großes Thema! Ich habe auch anfänglich offen und dann einen Flechtzopf getragen. Aber da hatte ich auch keine gutes Gefühl mehr. Insbesondere haben mich die Flechtwellen tierisch genervt und die Stelle wo das Zopfgunmi saß hat sehr gelitten. Ich trage momentan einen ganz hohen Dutt mit einem großen Seidenhaarband gebunden. Ist auch nicht wirklich stylisch, aber echt praktisch. Verrutscht auch mal und lockert sich, aber beim Schlafen merke ich das gar nicht. Nur Morgens beim Aufstehen.

    Meine Haare werden mit einer wie deine Lieblingsbürste immer total elektrisch :-(.

    Viele Grüße,

    Melanie

    • Hallo Melanie,
      Oh ja, die Flechtwellen mag ich auch nicht so gerne. Irgendwie trage ich die Haare dann noch weniger gerne offen…
      Ich bewundere es ja, wenn man sich einen Dutt mit einem Band befestigen kann. Das ziept bei mir gaaaaanz schrenklich. Früher mochte ich an anderen total gerne diese „messy-Haargummi-Dutts“ und wollte das auch können. Sah nie so gut aus und war total unbequem für mich…
      Das mit der Bürste ist ja schade! Damit komme ich soooooo gut durch. Mal mit etwas Leave In probiert?
      Lieben Gruß
      Andrea

    • Ich habe leider generell viel Last mit elektrischen Haaren. Habe schon viele verschiedene Sachen probiert. Öl ins feuchte Haar (ohne ist wirklich ganz ätzend), LOC, Haarcremes und so ganz perfekt hat noch nichts gewirkt. Nur wenn ich mit Haarseife gewaschen habe ging es, aber da hatte ich immer die Probleme, dass meine Haare mal gut waren und mal katastrophal. Und das Wasser bei uns ist Mega kalkhaltig, sodass es ohne Rinse nicht ging und das war alles so aufwendig. Also wenn du noch nen Tipp hast, immer her damit 😉

      Viele Grüße,

      Melanie

  2. Hi Andrea,

    bekommst du manchmal Kopfhautprobleme?
    Ich habe derzeit Schuppen und trockene Kopfhaut und weiß nicht so recht, ob das wohl von meiner Schlafmütze (mit Satin, ich schlafe mit SLAPs) kommt?
    Im LHN konnte ich nichts finden. Hast du Erfahrungswerte?

    Danke schön übrigens für deine schönen Artikel, ich lese hier echt gern 🙂

    Liebe Grüße
    Em 🙂

  3. Nachtrag 🙂

    Meine Werkzeuge und der Schlaffrisuren-Werdegang ist bei mir übrigens absolut identisch!

    Auch das mit der WBB, die am Hinterkopf nicht durchkommt…

    Deshalb musste ich einfach schreiben!
    Und deshalb war es gleich so ohne Einleitung, wie ich eben feststellte… Sorry dafür!!! *vordieStirnschlag*

    • Hallo Em (irgendwie muss ich jetzt an James Bond denken!),

      find ich ja witzig, dass das bei dir genau so verlaufen ist. Gibt es noch mehr Parallelen? Mal Seife ausprobiert und wieder zurück zu Shampoo? Auch glatte flutschige Haare?

      Meine Kopfhaut ist echt pflegeleicht. Im Winter habe ich halt manchmal diesen trockenen Bereich am Haaransatz und das schuppt dann auch etwas. Hab aber auch im Gesicht an manchen Stellen sehr trockene Haut, die dann auch leicht „schuppt“. Mir hilft da tatsächlich das Bürsten vor dem Waschen mit der Wildsau ganz gut. Oder es liegt daran, dass bis gestern der Winter hier eigentlich vorbei war…

      Lieben Gruß
      Andrea

      • *lol*
        James Bond!
        Hehehe, jetzt wo du es sagst… Ich lache mich schlapp!

        Danke für deine Antwort:)
        Ja, Seife habe ich auch mal probiert, aber welche von Lush – und die habe ich nicht vertragen. :/

        Ich wollte mal andere ausprobieren, wenn mein Shampoo leer ist, dann kann ich ja Bescheid sagen 😉

        Meine Kopfhaut hat auch nur so eine Stelle, zum Glück. Vielleicht liegt es tatsächlich am Winter und an der trockenen Luft… Dann warte ich noch mal ab. Hatte auch das Gefühl, dass es neben der Mütze evtl. am Shampoo gelegen haben könnte (hatte welches von Alverde). Wer vielleicht zu scharf?

        Jedenfalls schlafe ich aktuell wieder mit Zopf und frühstücke mit Schere (Spliss schneiden im Zopf…)

        Mal abwarten 🙂

        Danke jedenfalls und sein lieb gegrüßt!

        James 😉

  4. Hallo Andrea! Erstmal muss ich sagen, deine Seite gefällt mir richtig gut und deine Haare sind traumhaft, so schön möchte ich meine auch gern bekommen. Meine Haare pfleg ich im Wechsel mit dem lavera Feuchtigkeit und Pflege Shampoo plus Kur und mit dem Bio-Aprikosen-Zitronen-Shampoo und der dazugehörenden Cremekur dazu mit einer Wildschweinborstenbürste vom DM und einem breitzinkigen Holzkamm aus dem Alnatura-Supermarkt. Allerdings sind meine Haare nicht nur ziemlich glatt, sondern in der Mitte (ich trag sie momentan BH-Verschlusslang) auch ziemlich trocken. An manchen Tagen komm ich kaum durch die unteren Längen durch. Zusätzlich zu den oben genannten Shampoos und Kuren bekommen die Haare mal das Balea beautiful long Wunderserum und ein anderes mal das Isana Haaröl intensiv 2in1. Hast du eine Idee, wie ich dieses trockene Problem in der Mitte noch dauerhaft loswerden kann?

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