Sauberkeit in Dunkelheit?

Vor einigen Monaten hat mir ein Freund erzählt, dass er morgens gerne im Dunkeln duscht. Ungewöhnlich. Aber dieser Freund war ja auch einzigartig.
Am Montag störte mich ohnehin jegliches Licht und diese Unterhaltung kam mir wieder in den Sinn. Also im Bad kurz alles bereit gestellt – den Axe-Effect wollte ich schließlich nicht versehentlich herbeiführen – und Licht aus.
Gewöhnungsbedürftig. Wobei: Richtig dunkel blieb es nicht. Die Kontrollleuchte der elekrischen Zahbürste gibt viel Licht ab. Dennoch halte ich das Gleichgewicht einfacher, wenn es hell um mich herum ist. Merkwürdig eigentlich, wo doch meine Ohren in Dunkelheit genau so gut – wenn nicht sogar besser – funktionieren. Mein Kleinhirn braucht wohl diese Bildinformationen.

Einen Tag später testete ich, immernoch kopfschmerzgeplagt, eine „gemütliche“ Version des Vortagexperiments: Dusche bei Kerzenschein.
Das ist wirklich entspannend. Und wenn der Wasserdampf dann irgendwann den Raum füllt, verteilt sich das Licht ganz sonderbar.

Der absoluten Düsternis konnte ich also nichts abgewinnen, aber das Schummerlicht werde ich mir merken – für Abende, an denen ich ziemlich verspannt und aufgewühlt bin.

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