Bewegungsdrang

Ich glaube, ich bin krank.
Seit nunmehr drei Wochen überkommt mich Sonntags ein nie gespürter Bewegungsdrang.

Ich würde dann gerne laufen gehen, lasse es aber, weil ich aufgrund meines jahrelangen Stillstandes ohnehin nicht weit komme. 2008 habe ich das mal ausprobiert. Meine vorhandene Kondition würde den mächtigen Bewegungsdrang nicht stillen können.
Oder schwimmen. So richtig Bahnen schwimmen. Aber hier gibt es irgendwie auch keine einfache Schwimmhalle. Außerdem haben die „normalen mit eckigem Becken“ ja zumeist so blöde Öffnungszeiten.

Also sitze ich dann zu Hause und ärgere mich. Bin zappelig und versuche die Energie in Lernmotivation umzuwandeln. Irgendwie.

Meine Mutter würde mir jetzt zu Yoga raten:

Mach doch das Sonnengebet. So oft, bis du zur Ruhe gefunden hast, dann kannst du dich auch konzentrieren…

Einen Versuch wäre es ja eigentlich wert…

Projekt „Gothic Friday“ – Januar: Wie bist du in die Szene gekommen?

Letztes Jahr habe ich mehrfach probiert an dem Blogprojekt „Freitagsfüller“ teilzunehmen. Es ist mir nicht regelmäßig gelungen und schnell auch ganz gescheitert. Jede Woche am gleichen Tag einen Artikel reinsetzen – unmöglich.
Und genau aus diesem Grund finde ich das Konzept des „Gothic Friday“ richtig gut. Einmal im Monat, 2 Wochen Zeit den Beitrag zu verfassen.

Mit dem Jahresanfang kommt also zunächst der persönliche Szenebeginn.

Diese „schwarze Szene“ ist etwas sehr merkwürdiges:
Sie beschwert sich über die Intoleranz der „Anderen“, ist aber selbst nicht besser.
Neue Gesichter werden lange Zeit skeptisch beobachtet.
Wenn man zu Musikstücken tanzt, obwohl man sie man zuvor noch nie gehört hat, kommen sogar abfällige Kommentare des DJs.
Neue Weibchen werden von den Szenedamen besonders kritisch beäugelt: Die klauen uns die wenigenMänner, die es hier überhaupt gibt.

Ich mag die Szene nicht. Ich mag dieses Gerede und die dauernde Konkurrenz von Parties sowie DJs nicht. Ich möchte einfach nur dahin gehen und feiern können, mit meinen Freunden quatschen, neue Leute kennenlernen und mich nicht für alles, was die „Szene“ irgendwie kennzeichnet rechtfertigen müssen. Egal ob das Musik, Kleidung, Haarfarbe, Freunde, Einstellungen, etc. sind. Und rechtfertigen möchte ich mich schon gar nicht denen gegenüber, die sich selbst als Szenemitglied ansehen.

Von meinem – bis heute wohl bewusst nicht vollständig abgeschlossenen – Einstieg in die „schwarze Szene“ gibt es zwei Versionen.

Die offizielle:
In der 11ten oder 12ten Klasse haben wir im Deutschunterricht Gottfried Benns Morgue Lyrik durchgenommen. Diese hat mich so sehr fasziniert, dass ich im Internet weitere Recherchen angestellt habe und so auf die musikalische Inszenierung dieser Gedichte durch Das Ich gestoßen bin. Von da habe ich meine Fühler dann in alle Richtungen dieser Musikszene ausgestreckt. Sowohl harmonisch elektronischer Art wie z.B. Depeche Mode, die ich zuvor auch schon bei Rock am Ring live gesehen hatte, als auch elektronisch brutalerer Art, wie etwa Combichrist und wirklich poppiger Art wie sie bei And One zu finden ist.

Metal-Streuselkuchen

Der eigentliche Einstieg jedoch, hörte „damals“ auf den Namen Antiheld.
Und der Übergang war nicht so schwer. Ich war eine musikalisch nicht eindeutig orientierte Seele. Bin mit Metal und Rock aufgewachsen, habe einen Ausflug in den Dance-/House-Sektor gemacht (davon ein Bild zu zeigen wäre sozialer Selbstmord) um mich dann wieder im Bereich Metal niederzulassen. Die Musik aus den Discotheken in Filmen wie Blade und Matrix fand ich immer toll, wusste aber nicht, wo sie hingehört. Mittlerweile weiß ich das und bin glücklich damit. Aber ich habe den Weg nicht selbst gefunden.

Und wo ist sie jetzt, diese "Szene"?

Ich verdanke ihm so viel und habe doch alles riskiert  – und dabei verloren.

Werbung!?

Im Fernsehen ist Werbung ein zweischneidiges Schwert:

  • Einerseits möchte sie gesehen werden, Aufmerksamkeit erregen. Dummerweise sind nicht alle Clips so unterhaltsam wie diejenigen, die man sich bei YouTube gerne freiwillig ansieht.
  • Andererseits bietet gerade die oft langweilige Variante angenehme Pausen, in denen man sich etwas zu trinken holen oder zur Toilette gehen kann.

Hm… ob das wohl der Grund dafür ist, dass ich mittlerweile Peugeot fahre?

Anlass für diesen Artikel war jedenfalls die Bitte des Froschkönigs, hier Werbung für eine bestimmte Website zu machen. Ich habe mich dagegen entschieden:

  1. Werbung ist nur dann wirkungsvoll, wenn sie gut ist. Natürlich könnte ich mich jetzt eine Weile hinsetzen und darüber nachdenken, wie man denn ein solches „Lexikon“ sinnvoll bewirbt. Vllt. irgendwelche Begriffe in den Raum stellen, mit denen ich selbst nichts anfangen kann, und die Lösung gibt es dann dort. Und eventuell würde sogar etwas „unterhaltsames“ dabei rauskommen. Auf jeden Fall aber etwas schmutziges, und Sex ist ja mittlerweile sogar jugendfrei, oder?
  2. Pausen sind in einem Text überflüssig. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Buch von Werbung unterbrochen wurde. Man kann es schließlich jederzeit zur Seite legen. Genau wie man bei Filmen auf DVD an jeder beliebigen Stelle eine Pause machen kann. Von beliebiger Dauer.
  3. Wer – wie ich – AdBlockPlus nutzt, möchte keine Werbung sehen. Und wer dieses kleine Hilfsmittel nicht nutzt, sieht jeden Tag so viel davon, dass er meine eventuell gar nicht mehr wahrnehmen würde.
  4. Werbung verfolgt ein Ziel, in diesem Fall Besuchersteigerung: Wie sollte meine Werbung dieses Ziel erreichen, wenn sie niemand liest?!

Stell dir vor du schreibst einen Blog…

Vorsätze oder so ähnlich

  • zum ersten Mal einen richtigen Braten zubereiten
  • Familie zu Kaffee und Kuchen einladen
  • auch ohne Schnee sportlich betätigen
  • oft Kuchen backen
  • Feuerzangenbowle mit Freunden trinken
  • einen eigenen Weihnachtsbaum aufstellen
  • wieder einen Festivalbericht schreiben (also auch eins besuchen…)
  • über Santa Lucia bloggen