Weltmeister Outfit – ein mehrjähriges Projekt

Heute blogge ich quasi zeitgleich mit Heike von haselnussblond.de – hat sich einfach so ergeben, bei der gemeinsamen Fahrt ins Allgäu. Es ist spätestens heute nicht mehr zu übersehen: Die Herren (oder eher Jungs?) spielen wieder Fußball. Gegen Portugal. Um 18 Uhr. Irgendwo in nicht unkritisch zu sehenden Stadien in einem Land, in dem die Schere zwischen arm und reich sehr weit auseinander klafft. Auch sonst kann man den ganzen Verein „FIFA“ gerne kritisch betrachten… Und obwohl ich vieles an diesem Spektakel nicht unterstützen möchte, gehöre ich doch zu denjenigen, die sich etwa alle 2 Jahre mal am Rande mit dem Thema „Fußball“ befassen und auch gerne, vorzugsweise in Gesellschaft, die Spiele gucken. Zumindest die Spieler „unserer“ Jungs. Darum soll es hier aber nicht gehen. Gehen soll es um mein Fan-Outfit zur Fußball-Weltmeisterschaft. Eine Entwicklung über 8 Jahre. Leider ohne wirklich alte Fotos, dafür aber mit Anleitungen zum Nachbasteln.

Half Up mit einer Krebsspange, 2 Bobby Pins mit Blumen und einer Haarnadel mit Blumen

Half Up mit einer Krebsspange, 2 Bobby Pins mit Blumen und einer Haarnadel mit Blumen

Angefangen habe ich 2006 mit geliehenen Cocktail-Spießen einer Freundin. Die waren toll. Schwarze, rote, gelbe Streifen (wie sonst diese Glitzerstreifenpuscheldinger), da dran auch irgendwo ein paar Fußbälle. Durfte ich aber nicht behalten… Kurz darauf habe ich mich dann mit meinem eigenen Fan-Haarschmuck befasst. Ich habe mir so eine Hawaii-Kette in den Deutschlandfarben gekauft und die Blüten einzeln mit Haarnadeln (diese U-förmigen) aufgespießt. Aber irgendwie habe ich davon inzwischen nur noch eine. Nach einem siegreichen Spiel 2008 hatte ich in der Aachener Pontstraße plötzlich eine große Flagge in der Hand und wusste nicht, wer mir die gegeben hat. Im selben Jahr zog ein Flaggenmalstift bei mir ein. 2010 fand ich die schwarzen Auswärtstrikots einfach toll. Gab es dann aber nicht mehr in kleinen Größen. Dafür habe ich wieder eine Flagge geschenkt bekommen. Eine kaputte „Auto-Flagge“. Erst dieses Jahr hat sie einen neuen Stab bekommen, ein einfaches Rundholz. Befestigt habe ich es mit ein wenig Sekundenkleber. So ein Trikot hab ich mir dann aber 2012 doch noch gegönnt. Da gab es sie plötzlich wieder, wenn auch nur in Kindergröße. Neue Haarnadeln wurden gebastelt. und ich habe mir erstmals die Fingernägel irgendwie passend lackiert.

EM 2012 - Ist das schon Nailart?

EM 2012 – Ist das schon Nailart?

Das fand die kleine Tochter meiner Nachbarn so toll, dass ich ihr auch die Nägel lackieren musste. Winzige Fingernägel einer 4-jährigen… Der schwarze Lack ist aber inzwischen irgendwie weg. Daher musste ich etwas improvisieren:

Die Fotos macht man doch so, oder? Hände begucken gibt Streit!

Die Fotos macht man doch so, oder?
Hände begucken gibt Streit!

Accessoires? Werkzeug?

Accessoires? Werkzeug?

Die Fotos sind vorbereitet, nicht von heute. Für den tatsächlichen „Einsatz“ würde ich wohl schwarze Sterne aufkleben. Die gestempelten Sterne sind mir ehrlich gesagt zu blass. Eine aktuelle Weiterentwicklung war da jetzt noch nicht bei. Die Nägel sind ja sogar eher ein Rückschritt. Fortschritte gibt es aber bei den Haaren! Wisst ihr, was ein Parandi ist? Das sind 3-strängige Flechtzopf-Deko-Dinger aus Wolle. Selbstgemacht. Vielleicht habt ihr das in meinem Senza-Limiti Post schon gesehen. Und ich hab sie Anfang des Jahres für mich entdeckt. Gerne trage ich so ein Ding komplett in schwarz. Schöner, aber dezenter Kontrast zur eigenen Haarfarbe und ein beeindruckend großer Dutt sind das Ergebnis! Als ich mir die einfache schwarze Wolle gekauft habe, fielen mir direkt auch die leuchtenden roten und gelben Knäuel ins Auge. Die Idee war geboren!

Parandi Dutt in Deutschlandfarben

Parandi Dutt in Deutschlandfarben

 


Bastelanleitungen zum selber machen

Haarschmuck einfach selber machen

Blumenhaarnadeln

Blumenhaarnadeln

  1. Du brauchst: Haarnadeln (U-Pins oder Bobbypins), eine Hawaiikette in schwarz-rot-gelb, Perlen, Nadel, Faden
  2. Kette auseinaderschneiden
  3. Immer je 2 schwarze, 2 rote und 2 gelbe Blüten auffädeln, dann die Perle auffädeln und wieder zurück durch die Blüten – es hält besser, wenn du nicht durch das große Loch, sondern etwas daneben direkt in den Stoff einstichst
  4. Den Faden an der Haarnadel festbinden – damit sie nicht runterrutscht ggf. mit einem Tropfen Sekundenkleber nachhelfen
  5. Trocknen lassen, Frisur deiner Wahl zaubern und einfach mit den Nadeln dekorieren

So kann man natürlich auch anderen Haarschmuck, z.B. Krebsklammern, Steckkämme usw. zum Fanaccessoire umfunktionieren 😉

Deutschland Parandi

Deutschland Parandi

Deutschland-Parandi Ein Parandi kann deutlich länger sein, als die eigenen Haare. Man kann den Zopf damit offen tragen, oder  – wie ich es lieber mag – dutten. Ich denke, es klappt schon mit etwas mehr als schulterlangem Haar.

  1. Du brauchst 3 Knäuel Wolle in schwarz, rot und gelb. Es reichen Reste, ich brauchte von jeder Farbe ca. 1/3 Knäuel und irgendetwas, wo du die Wolle rumwickeln kannst, das kann eine Tischplatte, 2 Stühle, irgendwas sein. Wichtig ist, dass die Runden doppelt so groß werden, wie dein Parandi später lang sein soll. Eine 1m-tiefe Tischplatte macht ein etwas weniger als 1m-langes Parandi, die Wolle dehnt sich beim Wickeln und zieht sich dann wieder zusammen, also ruhig immer etwas länger wickeln, abschneiden kannst du später auch noch
  2. Die Wolle wickeln, ich nehme immer ca. 20 Umwickelungen pro Farbe, das Hängt aber von der eigenen Haarbeschaffenheit ab
  3. Wenn du fertig gewickelt hast, schneidest du den entstandenen Wollring an einer Stelle auf, du hast dann einige –  in meinem Fall 20 –  gebündelte Wollfäden.
  4. 3. und 4. mit allen Farben wiederholen
  5. die Stränge jeweils in der Mitte falten und die Stränge – wie auf dem Bild unten hoffentlich erkennbar – miteinander verbinden
  6. Den Knoten festziehen
  7. In die Haare einflechten, das ist manchmal etwas knifflig. Daher gibt es dazu noch eine eigene Anleitung
Parandi-Knoten

Parandi-Knoten

Parandi einflechten

  1. Parandi vorbereiten: 1 Farbe über die rechte, eine über die linke Schulter legen und die dritte am Rücken runterbaumeln lassen
  2. Haare zum Zopf fassen, eventuell nochmal kämmen/bürsten und in drei Stränge teilen
  3. Alle Haarstränge mit einer Hand fassen, dabei mit den Fingern unterteilt halten
  4. Zu jedem Strang eine Farbe dazu legen
  5. Normal flechten, als immer einen äußeren Strang über die Mitte

Das ist erstmal ungewohnt, aber wenn man den Dreh einmal raus hat, schafft man es manchmal sogar noch darauf zu achten, dass sich die Wolle nicht immer in den Haaren versteckt.
Aber wie ihr vielleicht gesehen habt, ist mir das dieses Mal nicht wirklich gelungen… die schwarze Wolle kommt erst da zum Vorschein, wo meine Haare weg sind.

Fanoutfit für die Fußball-WM 2014

Fanoutfit für die Fußball-WM 2014

 


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln und natürlich auch beim Fußball gucken! Drücken wir der Nationalelf mal die Daumen, so ein Weltmeistertitel ist ja auch ein mehrjähriges Projekt… nach 24 Jahren könnte es ruhig nochmal so weit sein…

Haare, nichts als Haare! #11 – Fluffy LWB Videoanleitungen

Ich reagiere hiermit erstmals auf die Statistiken meines Blogs.

In letzter Zeit häufen sich – verursacht durch mehrere Verlinkungen im LHN – die Aufrufe meines 8ten Kalendertürchens. Gezeigt habe ich da den Fluffy Lazy Wrap Bun – kurz: Fluffy LWB – mit meinem Pflock.

Das dort gezeigte Video hat Svala/Tanja, eine Freundin aus dem LHN gedreht, weil sich die Fragen danach, wie sie den LWB so fluffig hinbekommt, gehäuft haben.

Allerdings war sie, perfektionistisch wie sie ist, damit eigentlich unzufrieden.
Als ich ihr dann gestern bei einem Treffen erzählt habe, dass ausgerechnet dieser Beitrag hier bei mir so beliebt ist, hat sie kurzerhand die Kamera ausgepackt und wir haben 3 neue Videos gedreht.

Erstes Video – Tanja macht den Fluffy LWB mit einer Forke von GrahToe Studios
Wie man sehr gut erkennen kann, dauert es weniger als eine Minute, diesen Dutt zu machen.

Zweites Video – Tanja macht den Fluffy LWB mit einem Parandi und Ficcare

Tanja mag richtig große Dutts. Daher wickelt sie inzwischen auch gerne mal ein „Parandi“ mit in den Dutt. Bei ihren aktuell noch fast vollständig schwarz gefärbten Haaren fällt das mit schwarzer Wolle auch kaum auf und wirkt einfach nur super groß!

Drittes Video – Ich mache den Fluffy LWB mit meiner absoluten Traumficcare
Da wir einmal dabei waren, haben wir uns gestern gedacht, dass wir ja auch noch ein Video mit hellen – also meinen – Haaren drehen könnten. Wer genau hinsieht merkt, dass ich den Zopf andersrum „twiste“ als Tanja. Dadurch sieht er – glaube ich – etwas ordentlicher/braver aus.
Aber das allerallerallerbeste an diesem Video ist, dass ich da Tanjas Primavera Silver Glittery nutze. Die ist sooooooo schön.
Meine absolute Traumficcare. Leider wird sie nicht mehr produziert…

Peinlich, peinlich – ein Anekdötchen:
Ich wechsle beim Haare zusammennehmen in diesem Video (und vermutlich auch im Alltag) erschreckend oft die Hand, brauche 10 Sekunden allein, um die Haare zu einem Zopf zu fassen – das nervt mich doch in anderen Videoanleitungen immer so und jetzt mache ich das bei „meiner“ ersten selbst. Gnaaaaaaaa.

Haare, nichts als Haare! #10 – Geflecht

Heute bin ich ins Dienstzimmer gekommen und das erste, was mir auffällt ist die außergewöhnliche Flechtfrisur unserer Praktikantin. Französische Lacebraids irgendwie geduttet.

Direkt gefragt:

Wer hat dir denn die Haare geflochten?

Und schon hat mir unsere Schülerin angeboten, mir auch die Haare zu flechten. Da kann ich doch nicht nein sagen… halt ein bisschen Pause vorziehen und so…

Das Ergebnis hat sie kurz mit meinem Handy fotografiert. Die Bilder sind allerdings noch schlechter, als die, die ich gerade – bei Glühbirnenlicht und ohne Blitz, recht unscharf und farblich sehr, sehr merkwürdig – selbst noch gemacht habe.

Aber irgendwas muss ich euch doch zeigen!

Flechtfrisur "von unten links"

Flechtfrisur „von unten links“

Im Prinzip sind das 3 Zöpfe. Zwei am Haaransatz entlang, die sich eben „unten links“ überkreuzen und ein dritter mitten auf dem Kopf. Das Ganze hält nur mit einem Haargummi, das eigentlich nicht nötig gewesen wäre, und meiner neuen Ficcare.

Eine Ficcare Superstar Silver in M. Seltenes Stück und ich verdanke es Heike von haselnussblond. Wir haben getauscht und ich glaube, wir sind jetzt beide zufriedener mit unseren Sammlungen als vorher.

Naja, und da man die schöne Ficcare auf dem ersten Bild gar nicht sieht, jetzt noch ein weiteres, NOCH schlechteres Foto…

Flechtfirsur mit WIRKLICH schlechtem Foto und Kopfhautstreifen

Flechtfirsur mit WIRKLICH schlechtem Foto und Kopfhautstreifen

Von meiner Ficcare kommen aber bald noch schönere Bilder. Versprochen. DAS kann ich so nicht stehen lassen.

Meine Patienten haben diese Frisur heute oft so und ähnlich kommentiert:

Das sieht aus, als würden sie heiraten.

Oder zumindest bei einer Hochzeit eingeladen sein…

Mehr als nur Haare: Menschlinge

Das Lang- und Schönzüchten der eigenen Haare ist ein tolles Hobby. Man kann sich intensiv damit auseinandersetzen, viel Zeit darin investieren, oder auch „einfach nur wachsen lassen“.
Sie sind halt da.

Zu der Vielseitigkeit dieses Hobbies habe ich hier auch schon mehr geschrieben.

Heute möchte ich mehr zu meinem „Nebenhobby“ schreiben. Quasi aus aktuellem Anlass.

Ich bin durch meine Haarzücherei auch zu verschiedenen Haarschmuckarten gekommen. Neben Haarstäben und Schnabelspangen auch zu Forken.

Forken gibt es von verschiedenen Herstellern, neben 60th-street und Grah-Toe möchte ich noch Ursa Minor erwähnen, wobei Ursula mit ihrem Shop vorübergehend Pause macht.

Als ich jedenfalls anfing, mich für derartigen Haarschmuck zu interessieren, gab es eine gewisse „Knappheit“ an Dymondwoodforken.
Dymondwood ist sogenanntes „Kunstharzpressholz“. Gefärbtes Birkenholz wird unter Druck mit Kunstharz zusammen gepresst. Das Ergebnis ist sehr stabil und auch farbenfroh, ohne dass man sich tropischer Hölzer bedienen müsste.
Mir gefiel es super und weil Forken daraus so schwer zu bekommen waren, habe ich es selbst ausprobiert und dabei entdeckt, dass mir das sehr viel Spaß macht und eine wirklich gute Ablenkung vom Alltag ist.
Nach einem Tag Forkenbau, fühle ich mich „vom Kopf her“ reichtig befreit.

Die erste Forke hat 2 Zinken und ist in 100% Handarbeit überwiegend an meinem Terrassentisch entstanden.
Ich habe mir im Baumarkt eine Raspel und 2 Schraubzwingen gekauft und losgelegt.
Von glänzender Optik war da noch keine Rede und auch sonst waren meine ersten beiden „Menschlinge“, so nenne ich meine Werke inzwischen, alles andere als perfekt. Und trotzdem war ich mächtig stolz und meinte, mich mit den beliebten Herstellern messen zu können.

Inzwischen habe ich mich von der Raspel verabschiedet und arbeite mit dem alten Bandschleifer von Ursa Minor. Auch das Oberflächenfish ist deutlich glatter und schöner, die Zinkenform bei mehr als 2 Beinen ist auch harmonischer geworden.

Hier eine kleine Bildsammlung:

Vielleicht kennt ihr den ein oder anderen Menschling davon ja schon?

  • Nessa hat ihre Riesenforke auch in ihrem Adventskalender gezeigt
  • Wuscheline hat ihre Menschlinge mit ihren 60th-street Forken verglichen

Und zu guter letzt, und damit wären wir beim aktuellen Anlass, hat Mai/Heike von haselnussblond heute über ihren Menschling gebloggt.
Leider habe ich es selbst vermasselt, Bilder vom fertigen Menschling zu machen, aber bei ihr gibt es gleich mehrere davon!

Aber so sehr mir diese Werkelei auch Spaß macht, möchte ich vom Dymondwood jetzt langsam weg. Der Geruch des wirklich feinen Staubes verrät schon, dass es nicht gesund ist. Außerdem empfinde ich Forken aus Naturhölzern inzwischen als schöner, sie wirken auf mich irgendwie edler, wertiger. Und dafür muss es nicht unbedingt Ebenholz oder Palisander sein, ich hab hier noch gestockte Birke liegen udn hoffe, dass ich mir daraus eine kleine, nicht allzu instabile Forke machen kann.

Eher zufällig bin ich darauf gestoßen richtige Pflöcke als Haarstab zu tragen. Und genau das mache ich gerade echt gerne: Pflöcke.
Dabei kommt das verwendete Holz richtig gut zur Geltung, weil eben genügend ruhige Fläche da ist, um die Maserung zu zeigen.
Kann aber auch an meiner Vorliebe für Vampirgeschichten liegen… dazu aber ein anderes Mal mehr!

Haare, nichts als Haare! #9 – Senza Limiti Ausbeute

Wer die Blogkooperation „Flechtwerk“ regelmäßig verfolgt, hat in den letzten 2 Wochen sicher einige Beiträge zu dem (Haar-)Schmuckkünstlerpaar Senza Limiti gelesen und gesehen. Zum Beispiel bei Mai und der Nixe. Am Karfreitag haben sogar 5 der 6 Flechtwerkerinnen über unseren Besuch im Allgäu gebloggt.
Wir, das waren neben den 5 Flechtwerkbloggerinnen noch 4 Mädels aus dem Langhaarnetzwerk und ich.

Nickike, nrsss, Nymeria, Nessa, Lady Amalthea, Mai Glöckchen, Gundula, Wuscheline, Lenja, Nixe, MissMut

Nickike, Mensch (nrssss), Nymeria, Nessa (Haartraum), Lady Amalthea, Mai Glöckchen (haselnussblond), Gundula (Senza Limiti), Wuscheline, Lenja (Waldelfentraum), bobbsi (Nixenhaar), MissMut

Ich habe selbst in der Werkstatt ordentlich zugeschlagen.
Das war aber auch so geplant. Kein spontaner Kaufrauch.

Ich wollte mir eine silberne Luna, und eine Canoa kaufen.
Dann wollte ich eigentlich mit Gundula und Giuseppe über eine Sonderanfertigung sprechen.

Tatsächlich kann dann aber doch einiges etwas anders:

Tatsächliche Ausbeute

Tatsächliche Ausbeute

Als erstes habe ich mich in der Werkstatt auf die zahlreichen, uns erwartenden Lunas gestürzt. Die beiden hatten von uns schon einige Mails bekommen, was wir gerne ausprobieren würden und entsprechende Stücke bereit gelegt.
Mai hielt Ausschau nach einer goldenen, ich nach einer silbernen Spange.
Da ich selbst noch nie einen Buncage benutzt habe, ließ ich Gundula direkt mal ausrobieren, welche Größe mir wohl passt.

M passt zur Duttgröße, jedoch gelang es ihr nicht, einen Dutt mit meinen Haaren nur mit einer Luna zum Halten zu bringen.

Gundula und Giuseppe kämpfen mit den "schwierigen" Haaren

Gundula und Giuseppe kämpfen mit den „schwierigen“ Haaren

Also musste der Meister persönlich ran.. Immer wieder meinte er, dass meine Haare schwierig sind. Sie sind sehr glatt, sowohl was die „Form“, als auch die Oberfläche angeht und dazu irgendwie recht „schwer“, haben einen gewissen Drall und sind daurch enorm flutschig und brauchen eine gewisse Spannung und viel Druck, um in Form zu bleiben.

Schwierige Haare.

Wirklich schwieriges Haar…

Ihm gelang es schließlich nach mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Stck- und Wickelvariationen. Jedoch nicht so, wie die Spange eigentlich „gedacht“ ist:  Dauerhaft hätte es nur gehalten, wenn er eine „Spezialluna“ mit einem zusätzlichen Ring für mich gemacht hätte. Die hätte dann aber nicht mehr so ausgesehen, wie ich die Luna mag.
Ich war (oder bin…) wirklich enttäuscht.

Wer meinen Adventskalender verfolgt hat weiß, dass ich meinen Haarschmuck nicht einfach nur als Deko trage.
Mein Haarschmuck ist auch immer der Haltgeber und ich mag das so.
Diesen Kompromiss müsste ich eingehen, wenn ich diese Haarspange zu der für mich dazu ideal passenden Frisur, nämlich dem Cinnamon, tragen wollen würde.
Luxusproblem.

Für die Gespräche über meine Spezialanfertigung blieb bei 10 Mädels und nur 3 Stunden Zeit nicht mehr genügend Raum.
Gefrustet, wie ich dank der Nicht-Luna  war, habe ich mir neben einer geplanten Canoa dann eine Flora und eine Ricciole mitgenommen. Für die außergewöhnliche, hellblaue Kugel brauchte ich ohnehin eine Verwendung.

Tatsächliche Ausbeute im Detail

Tatsächliche Ausbeute im Detail

Jetzt ärgere ich mich allerdings bei mindestens einem der drei Stäbe darüber, dass ich mich von den anderen habe bequatschen lassen, ihn nicht in der kürzesten Größe zu nehmen.

Fluffigere Dutts sind bei mir einfach nicht so stabil und können Haarschmuck mit einem deutlich schwereren Ende nicht so gut halten. Alle drei sind aber ausgerechnet für den Fluffy-LWB ausgemessen und die Canoa und die Riccio sind, dank der wunderschönen Glaskugeln an dem einen Ende, wirklich sehr schwer. Daher dreht und lockert sich der Dutt und ich habe begründete Angst, dass es nicht nur doof aussieht, sondern auch der Haarstab rausrutscht. Nicht schön.

Gut geht das aber mit der Flora. Die ist wirklich super leicht! Die Blütenblätter sind ja auch nur aus einem filigranen Netz gearbeitet.
Und sie ist mein erstes Schmuckstück in Roségold.

Fluffy LWB mit "Flora" von Senza Limiti

Fluffy LWB mit „Flora“

Als Alternative zum Fluffy LWB, habe ich mit der Ricciole eine Abwandlung des Chamäleon-Dutts gemacht, Stäbe mit schweren Kugeln bekommen senkrecht gesteckt nicht so schnell „Schlagseite“.

Chamäleon Dutt mit „Ricciole“

Das gefällt mir wirklich gut, schade, dass es irgendwo ziepte und sich trotzdem nicht stabil anfühlte.
RiccioloDie Canoa ist zwar auch „zu lang“, aber die würde so klobig aussehen, wenn der doch recht dicke Holzstab gekürzt würde. Daher werde ich sie wohl vorerst hauptsächlich im Centerheld Flechtdutt mit Parandi tragen.
Vielleicht finde ich ja auch noch Wolle, die sich weniger auffällig in meine Naturhaarfarbe einfügt, damit der Dutt an sich etwas „ruhiger“ wirkt.

Centerheld Braided Bun mit "Canoa"

Centerheld Braided Bun mit „Canoa“

Gerade bei der Canoa mag ich die Kugel super gerne. Und auch den Künstlern scheinen die Kombination aus Nussholz, Silber und der „C2-Kugel“ zu gefallen. Jedenfalls ist genau diese Kombination seit kurzem als Produktfoto auf der Senza-Limiti-Homepage zu sehen.
Canoa

Zum Abschluss habe ich noch ein Bild mit einem meiner älteren Senza-Limiti-Haarstäbe gemacht:

Nuvi Bun mit Hawaii

Nuvi Bun mit „Hawaii“

Ich trage die Hawaii sehr gerne und auch recht häufig. Vielleicht erkennt sie ja noch jemand aus meinem Adventskalender?
Jedenfalls passen diese 10 Zentimeter in meiner Lieblingsfrisur perfekt.
Der Nuvi Bun ist stabil und ziept auch bei noch so flutschigen Haaren und schwerem Haarschmuck nur selten.

Ich glaube, auf genau diese Länge lasse ich auch meine Ricciole ändern
Sonst wird sie wohl viel zu selten getragen werden, weil ständiges Neuwickeln und Kopfschmerzen sind eher nicht so meins.

Auf jeden Fall hat der Besuch in der Werkstatt mit den Mädels richtig viel Spaß gemacht. Allein schon die Inspiration, wenn dann jemand eine Stab aus Kugel, Metall und Holz zusammenstellt.
Und vor Ort wirkt die Auswahl an Kugeln wirklich beeindruckend! Schön sind sie ausnahmslos alle!

  • Wie findet ihr meine Ausbeute?
  • Gefällt euch Roségold zu meiner Haarfarbe?
  • Und was haltet ihr von dem Kompromiss, einen Buncage als reine Deko statt als „dekorative Befestigung“ zu tragen?

Haare, nichts als Haare! #8 – Free

Free – das ist der Name eines Haarstabs von Senza Limiti. Meinem Geburtstagsgeschenk an mich selbst.

Der gefiel mir schon länger, ich habe aber befürchtet, dass er mir zu schwer ist, zu groß oder einfach irgendwie nicht oft getragen wird.

Letzten Samstag war ich allerdings bei einem Forumstreffen und da hatte eine Userin eine Free dabei. Mit einer farblosen Kugel mit Kristallschliff.
Erstmals aufgefallen ist er mir im Dutt einer anderen. Ich habe sofort (laut) überlegt, ob ich es noch bis Donnerstag, also gestern, schaffen würde, an diesen Stab zu kommen. Und habe die Frage für mich mit „nein“ beantwortet da SL momentan sehr viel zu tun hat, erst versendet, nachdem das Geld dort angekommen ist, keine PayPal-Zahlung möglich ist und so eine Sendung mit Hermes auch nur äußerst selten innerhalb von 2 Tagen hier ankommt.

Haarstab "Free" von Senza Limiti

Haarstab „Free“ von Senza Limiti

Erst deutlich später habe ich dann mitbekommen, dass „gwenyfar“ ihn zur Adoption freigegeben hat und schon hat er ein neues Heim bekommen. Ihr kennt Toni ja bereits.

Ich finde die Free wunderschön. Und auch wenn sie sicher nicht oft getragen werden wird: Sie ist perfekt! Gestern habe ich mich jedenfalls mit ihr im ganzen Prunk der türkischen Hochzeit (500!!! Gäste) sehr wohl gefühlt.

Haarstab "Free" von Senza Limiti

Haarstab „Free“ von Senza Limiti

Haare, nichts als Haare! #7 – Frisuren, Farben, Fotos

Haare sind ein schönes Hobby. So vielseitig. Man kann sie

  • pflegen
  • schonen
  • strapazieren
  • als Gesprächsstoff nutzen
  • immer mitnehmen
  • fast ganz verstecken
  • in ihrer vollen Pracht zeigen
  • frisieren
  • verzieren, mit Schleifen, Blumen, farblich passendem Schmuck, …
  • nutzen um mit anderen in Kontakt zu kommen
  • immer wieder anfassen
  • vermessen
  • fotografieren
  • als Anlass nehmen, andere Dinge zu sammeln, z.B. Schmuck,Seifen und anderes Zubehör …
  • uvm.

Hier kombiniere ich gleich mehrere Punkte:

BonBonLWB

Ich schone sie, indem sie eben nicht offen rumhängen und an der Kleidung reiben.
Das ist auch eine Frisur, hab sie sogar etwas „aufgewuschelt, damit es nach „mehr Haar“ aussieht. Trotzdem wären sicher viele überrascht, wie lang sie tatsächlich sind, also sind sie auch versteckt.
Der Haarstab (BonBon von SenzaLimiti) ist Teil meiner inzwischen recht umfangreichen Haarschmucksammlung, aber nicht nur zur Zierde, sondern tatsächlich auch der einzige Halt gebende Faktor. Er ist gleichzeitig ein schöner Farbtupfer im Haar, der sich in der Kleidung wiederholt.
Damit ihr das hier sehen könnt, musste der Froschkönig sie auch noch fotografieren. 🙂

Und zu guter Letzt muss ich sie wohl auch mitnehmen 😉

 

Dann befolge ich mal wieder die Ratschläge zu gern gelesenen Blogs:

Wie tragt ihr eure Haare?
Lang? Kurz? Offen?
Mit farblich passenden Spangen? Oder bunt gefärbt?
Mögt ihr lange Haare an euch und anderen oder habt ihr ganz andere Meinungen dazu?

 

Während ihr darüber nachdenkt, könnt ihr euch ja noch DAS YouTube-Video zu meiner derzeitigen Lieblingsfarbe ansehen, ihr habt sie sicher schon bei Haarschmuck und Shirt bewundert:

 

Haare, nichts als Haare! #5 – wieder Haarschmuck

Mein Haartick ist jetzt etwa ein Jahr alt. Und meine Haarschmucksammlung ist auch gereift.

Ich würde sagen von Kindergarten hin zur weiterführenden Schule ist sie gekommen.

Zur Erinnerung, das war die Sammlung vor etwa 11 Monaten:

Haarschmucksammlung

Haarschmucksammlung 06/2012

 

Inzwischen liegt mein Haarschmuck nicht mehr einfach in kleinen Kisten in einer Schublade, sondern er wohnt in „Toni“, einem Blumentopf, der eigentlich namenlos war und vor fünfkommanochwas Jahren mal „Toni the plant“, eine Sonnenblume beherbergt hat.

nrss proudly presents:

Toni

Toni!

Wie man vielleicht im Vergleich sieht, ist vieles vom ersten Bild nicht mehr da. Sehr vieles. Aber dafür ist das noch mehr „mehr“. Ein Teil steckte allerdings auch in meinen Haaren und inzwischen sind da auch noch 3 Schätze zu gekommen:

selbst gemachte Forke

selbst gemachte Forke

Haarstabpaar von Pacific Merchantile

Haarstabpaar von Pacific Merchantile

Haarstab von Senza Limiti

Haarstab von Senza Limiti

 

Hier bekommt man also einen kleinen Vorgeschmack darauf, dass ich meinen Haarschmuck inzwischen auch selbst herstelle. Dazu dann irgendwann mehr…

Ich denke, das ist genügend „Verrücktheit“ für heute!

Haare, nichts als Haare! #4 – Züchten

Jetzt gerade ist Amphifestival in Köln. Und erstmals seit 2008 bin ich nicht da. Aber gut so. Wenn sich bis auf 2 oder 3 Bands im 2-Jahres-Rhythmus am Line-Up nichts ändert, sollte man mal aussetzen, dann sind es in weiteren 2 Jahren schon 4-6 andere Künstler.

Letztes Jahr auf dem Amphi hat mich Jenny auf „Kupferzopf“ aufmerksam gemacht. Wohlgemerkt hat sie selbst kupferfarbene Haare bis etwa Mitte Oberschenkel!
Und was soll ich sagen? Seit einem Jahr befolge ich weitestgehend Kupferzopfs Do &Don’t Empfehlungen.
Das kann man wohl als Beginn meines wirklichen Haare-Züchtens bezeichnen.

Erstmal habe ich Spaß an neuen Frisuren gefunden: endlich gelernt mit einem Duttring umzugehen, meine Haare zu Kordeln und ordentlich hochzustecken. Zum Schlafen habe ich sie geflochten und bin zunächst von täglich auf alle zwei Tage Haare waschen umgestiegen. Geföhnt habe ich sie deutlich seltener, nicht mehr so lange und fast ausschließlich kalt.
So ging es ein paar Monate. Und dann habe den Link zum Blog von Vanessa Hartmann, Haartraum, entdeckt. Umwerfend, diese Haare!

Und von da bin ich ohne weitere Umwege im Langhaarnetzwerk gelandet.
Meine Haarschmucksammlung ist explodiert: im Haarschmuckpost fehlen jetzt schon wieder 2 Stücke, ein drittes ist aus den USA unterwegs. Außerdem bin ich jeden Tag fasziniert, wie toll die Haare der anderen aussehen, wie schnell sie wachsen, was sie damit anstellen und wie langweilig kurze Haare eigentlich sind.
Besonders angetan bin ich von Habiokus unfassbar glänzender Mähne. Und von ihrer Bilderserie, in der ihr Haarwachstum dokumentiert ist.

Sowas will ich auch! Und das hier ist mein erstes Ziel (Gimp lässt grüßen):

 

Wobei es ja ohne diesen „Meisterprüfungsunfall“ am Ende deutlich schöner wäre…

Und morgen werde ich nach Köln fahren, nicht zum Amphi, sondern um mich mit anderen „Haarverrückten“ zu treffen. Ich freu mich!

Haare, nichts als Haare! #3 – Haarschmuck

Heute gibt es einen sehr bilderreichen Blogeintrag, mit all meinen Haarstäben und Haarforken.

Allein diese Sammlung ist ein Grund, die Haare weiter wachsen zu lassen, damit die Schmuckstücke noch häufiger ausgeführt werden!