Plastik, schön war’s

Es ist jetzt schon fast 3 Monate her, dass Heike in ihrem Blog „Haselnussblond“ über den Film „Plastic Planet“ und ihre Konsequenzen daraus berichtet hat.

Mein erster Eindruck war, dass das für mich ja eigentlich alles nichts neues ist. Ich weiß, dass hormonähnliche Stoffe aus Plastik freigesetzt werden, wir daher schon ewig kein Wasser mehr in PET-Flaschen kaufen und dass dieses Phänomen dauernd unter den Teppich gekehrt wird, weil all die Kunststoffe uns das Leben so enorm erleichtern und da eine rieisige Lobby hinter steht. Auch von den riesigen „Plastikinseln“ in unseren Ozeanen habe ich nicht erst durch die Simpsons und How I met your mother erfahren.
Wobei ich mich selbst diesbezüglich nur teilweise in der Verantwortung sehe. Ich werfe meinen Müll grundsätzlich in Mülleimer und nicht einfach in die Landschaft.
Wann immer möglich, trenne ich meinen Müll. Ich reiße ja sogar die Luftposterfolie aus diesen dicken Briefumschlägen. Ich bin ziemlich sicher, dass mein Müll verbrannt wird und nicht in irgendwelchen Meeren oder sonstwo landet.

Mein zweiter Eindruck war, dass ich es kritisch sehe, möglichst viel Plastik aus dem eigenen Haushalt zu ersetzen, nur weil man sich plötzlich dessen Brisanz bewusst geworden ist. Sie hatte da als Beispiel unter Anderem ihre „Kompostsammelstelle“: Eine alte Waschmittelverpackung. Da hielt ich es für wenig sinnhaft, etwas zu entsorgen, dass lediglich mit Abfall in Berührung kommt und etwas neues anzuschaffen. Das habe ich auch so kommentiert.

Ebenso habe ich kommentiert, dass ich beispielsweise meine intakte Rührschüssel, mit der mein Kuchenteig ja nur kurz in Berührung kommt, nicht einfach entsorgen würde.

Denkste:
Kurz darauf habe ich wieder gebacken und mir vorher die Schüssel genau angesehen: Da war ein kleiner Riss im Boden, Kratzer und Verfärbungen im Inneren – eigentlich echt unappetitlich.
Ich habe also direkt eine meiner Metallschüsseln aus der Schublade geholt und den Teig darin gerührt. Die Kunststoffrührschüssel ist in der gelben Tonne gelandet.
Warum ich die überhaupt noch hatte, obwohl genügend Alternativen im Schrank standen weiß ich gar nicht.

Schließlich hat die Neugier gesiegt und ich habe mir den Film angesehen. Zusammen mit dem Froschkönig. Vor dem Nachtdienst. Daher erstmal nur die erste Hälfte. Hätte ja nicht gedacht, dass er so lang ist!
Die erste Hälfte war wenig beeindruckend: Es geht um Müll. Viel Müll. Das mit den Schwebteilchen im Meer war mir so nicht klar. Okay. Aber wie bereits geschrieben: Mein Müll landet da eher nicht. Da würde es also nichts dran ändern, wenn ich weniger Plastikmüll produziere.
Die zweite Hälfte kam am nächsten Tag dran: Der Fokus liegt darauf, was Bestandteile der Kunststoffe bei uns im Körper machen. Bzw. dass sie überhaupt in diesem Ausmaß in unseren Körper reinkommen.

Der zweite Teil des Films wurde dann noch verstärkt dadurch, dass ich mir kurz darauf die Quarks & Co.-Sendung zum Thema „Hormone“ angesehen habe. Ohne, wäre bei mir vermutlich deutlich mehr Skepsis zurück geblieben.
Der Regisseur (und quasi die Hauptfigur) des Films, Werner Boote, trinkt während des Films immer wieder Wasser aus einer Kunststoffflasche. Deckt zudem auf, wie belastet sein eigener Körper durch die hormonähnlichen Stoffe ist und trinkt direkt wieder aus einer solchen Flasche. Gepaart damit, dass sein Großvater wohl aktiv in der „Kunststoffindustrie“ tätig war, wirkt es teilweise einfach reißerisch und nicht mehr sachlich.

Insgesamt ging es mir wie Heike, als ich mich hier umgesehen habe: So viel Plasik gibt’s hier gar nicht. Natürlich bestehen einige Küchengeräte zu einem großen Teil aus Kunststoff, etc.
Aber es gibt hier beispielsweise keine „unnützen Rumstände“ daraus. Und selbst meine Salatschleuder war immer schon (überwiegend) aus Edelstahl, meine Holzpfeffermühle ist unersätzlich, die Wolldecken sind tatsächlich zu 60% aus Baumwolle und in meinem Kleiderschrank überwiegt ebenfalls eindeutig die Baumwolle.

Das meiste findet sich allerdings doch in der Küche. Viele Lebensmittel werden darin wirklich gelagert. Mehl, Zucker, Kakaopulver, eingefrorene Reste, die Zitruspresse, die sich eigentlich schon in ihre Bestandteile auflöst, ein 1l-Messbecher, Messergriffe, ein Geizhals und Dinge, bei denen ich nicht darauf verzichten werde: Müllbeutel.
Auch im Badezimmer werde ich auf vieles nicht verzichten: Meine elektrische Zahnbürste, die DentTabs in ihrer Kunststoffdose, auch hier Müllbeutel und nicht zuletzt sind auch sämltliche Reinigungsmittel, die ich im ganzen Haus verwende in Plastik verpackt.

Küchenkram (fast) ohne Kunststoff

Küchenkram (fast) ohne Kunststoff

Tatsächlich habe ich kaum etwas neu gekauft:

  • Einen Glasmessbecher hatte ich ohnehin schon. 2005 habe ich mir mal ein Set im Aldi gekauft. Den großen hat aber jemand versehentlich kaputt gemacht, bei dem Versuch mir zu beweisen, dass er nicht aus Glas ist. Da habe ich nur noch einen neuen, großen gekauft.
  • Die Metallschüsseln, allerdings mit Gummi-Antirutschboden, habe ich vor einiger Zeit von meiner Mutter geschenkt bekommen. Ein Dreierset von bo-frost. Dazu kommen die einfachen „Halbkugeln“ von Ikea in 4 verschiedenen Größen. Auch die gibt es hier schon ewig und wurden nur ergänzt, weil meine Salatschleuder nach 8 oder 9 Jahren kaputt gegangen ist (ein Kunststoffteil ist gebrochen). Da musste also wieder eine aus Edelstahl her.
  • Mehl und Co. suchen noch nach einer optimalen Lösung. Vorerst gibt es Apothekerflaschen. Für den Zucker und meine Bierhefetabletten ist das toll. Für etwas das weniger gut rieselt, also Mehl und Kakaopulver, eher eine staubige Angelegenheit. Aber sieht toll aus. Salz wird z.B. auch noch darin einziehen, ebenso mein Vorrat an Pfefferkörnern.
  • Die neue Zitruspresse ist aus Metall und mindestens genauso gut, wie die alte aus Plastik. Sie ist nicht schwerer, ebenso bruchsicher, hygienisch und sieht nett aus.
  • Was ich schon lange haben wollte, wofür ich aber immer zu geizig war, ist das Teelamaß aus Metall. Fand das immer sooooo schön, wenn ich im Teeladen stand. Aber es ist doch verrückt, so viel Geld dafür auszugeben, wenn man sich die Plastikvariante einfach so mitnehmen kann. Aber die 3 bunten Löffelchen (Warum eigentlich 3?!) waren eben ersetzbar und wären nie kaputt gegangen. Das ist jetzt aus gesundheitlicher Sicht sicher total irrelevant. Aber egal: Sieht toll aus, der neue, schwere Messlöffel.

Ansonsten konzentriere ich mich, genau wie Heike, eher bei Neuanschaffungen darauf, was ich kaufe. Ich würde mir z.B. lieber noch mehr Messer mit Holzgriff zulegen. Vielleicht im Frühjahr wieder in Kornelimünster, auf dem historischen Jahrmarkt… Da hab ich schon 3 Stück gekauft. Und ich suche nach einem Wasserkocher mit Temperaturvorwahl, bei dem der Behälter komplett aus Edelstahl ist. Neue Kleiderbügel sind aus Holz und wenn etwas kaputt geht, wird eben auch wieder die Variante ohne Plastik gewählt.

Das Überraschendste ist allerdings, dass auch der Froschkönig voll dahinter steht. Teilweise sogar konsequenter als ich. Mir kamen ja wieder Zweifel, als ich diesen sündhaft teuren Messlöffel bei Tee Gschwender kaufen wollte. Er hat mich dann quasi dazu überredet.

 

Ich kann wirklich nur jedem empfehlen, sich den Film anzusehen. Er ist optisch nicht wirklich ansprechend, hat wie bereits angedeutet seine Passagen, die man kritisch hinterfragen sollte, ist aber dennoch ein heftiger Denkanstoß. Wenn man diesen denn haben möchte
Und lest Heikes Blog! „Haselnuss-Weltverbesserer-Blond“ passt eigentlich viel besser.
Außerdem: Guckt mehr Quarks & Co.! Da würde ich gerne noch die 7 Dinge über Kleidung empfehlen.

Ei-Abo mit gutem Gewissen. Alles für den Fuchs.

Eigentlich sollte dieser Beitrag komplett anders werden!
Aber dazu später mehr.

Arbeitskollegen von mir haben hatten Hühner. Und gegen einen Unkostenbeitrag für das gute Biofutter, haben sie mir immer mal wieder Eier mitgebracht. Leckere Eier. Mit gutem Gewissen.

Gutes Gewissen, weil ich eben weiß, dass sie da jeden Tag viel Auslauf haben hatten. Und einen großen Stall, der sogar letztes Jahr noch vergrößert wurde.
Das Legedatum (bzw. Ei-Einsammeldatum) wird mit Bleistift drauf geschrieben, das Futter ist angeblich sehr gut und Bio, …

Als ich meine Arbeitskollegin vor 2 Wochen gefragt habe, ob sie mir nochmal welche mitbringt, hat sie eine schöne Geschichte erzählt, was ihre Hühner wohl gerade bei dem Wetter machen (die Sonne schien):

Die liegen jetzt ganz sicher neben dem Stall, auf einem Stück, wo keine Wiese ist, sondern einfach nur Erde.
Da graben die sich ein Stück ein und liegen da.
Richtig auf der Seite.

Die Kollegin streckt einen Arm nach oben und das entsprechende Bein zur Seite in die Luft.

Wirklich richtig auf der Seite und das Bein in der Luft ganz gerade, den Flügel zurück.

Natürlich war ich noch nie da, und kann nur glauben, was sie mir erzählen.
Aber das hört sich für mich immer alles nach „glücklichen“ Hühnern an.
Hühner, die Scharren dürfen, guten Boden unter ihren Füßen (Krallen?), …

Zu den Geschichten, die er erzählt, gehören dann eher die „schrecklichen“ Seiten.
Tod durch Habicht beispielsweise.
Wenn Hühner frei rumlaufen dürfen, dann kommt da auch mal ein Raubvogel dran.
Aber so ist der Lauf der Dinge und irgendwie ist doch das wirklich natürlich.

Eieieiei

Eigentlich sollte ich dann jetzt jeden Dienstag einen Karton Eier bekommen. Ein Ei-Abo halt.

Eigentlich.
Denn tatsächlich hat nicht nur der Habicht ein Interesse an den Hühnern, sondern auch der Fuchs.

Eigentlich ist der komplette Zaun auch einbetoniert.

Eigentlich.
Denn tatsächlich, war da wohl ein ca. 1,5m breites Stück, wo das nicht so war.
Und da hat sich der Fuchs am Wochenende unter dem Zaun durch gegraben.
Und hat alle Hühner, inkl. Hahn, auf dem Gewissen.

Jetzt wird erstmal das Hühnerrevier fuchssicher gemacht.
Und dann werden im Frühjahr neue Hühner gekauft.
So früh im Jahr wie jetzt ist das nicht gut. Hat mir mein Kollege schon vor einiger Zeit erzählt. Dann sind die noch zu jung, draußen ist es zu kalt, …

Also erstmal wieder Bio-Eier aus dem Supermarkt. Mit weniger gutem Gewissen.

Wie steht ihr zu Hühnereiern?
Herkunft egal oder lieber ganz drauf verzichten, weil zumindest in der (Groß-)Industrie die männlichen Küken schlichtweg entsorgt werden?
Verzicht aus ganz anderen Gründen?

Haare, nichts als Haare! #6 – Essig und Öl

Essig und Öl – Ist das nicht ein Foodbeitrag?!

Nein! Das ist meine Haarpflege.

Irgendwann habe ich mal dieses Foto getwittert:

Haar-Dressing

Essig

Gerade in Gegenden mit kalkhaltigem Wasser, gehört Essig irgendwie zur Haarpflege dazu. Man glaubt gar nicht, wie viel Kalk sich an den Haaren ablagern kann. Mit dem Effekt, dass sie an Glanz verlieren und irgendwie „steif“ werden.

In dem Jahr, das ich mich jetzt schon so sehr mit meinen Haaren beschäftige habe ich gegen diese Kalkablagerungen verschiedenes ausprobiert. Neben einer Klärung mit einem großzügigen Essiggemisch auch Natronwäsche und regelmäßige saure Rinsen. Letztere mag ich nicht so:

  1. ist mir das zu kalt, wobei man das ja nicht zwangsläufig mit kaltem Wasser machen muss, soll aber den Glanzeffekt noch verstärken…
  2. mag ich es nicht, wenn meine Haare während sie trocknen nach Essig riechen
  3. vergesse ich es regelmäßig, mir so eine Rinse fertig zu machen

Alles habe ich nur sehr unregelmäßig gemacht.

Aktuell experimentiere ich damit rum, mir meine Haare statt mit Shampoo und Spülung mit Seife zu waschen. Da gehört eine Rinse allerdings zwangsläufig dazu. Erst recht, wenn das Wasser so hart ist wie hier. Sonst behält man komische Beläge im Haar. Kalkseife. Ich mache diese saure Rinse aber inzwischen mit Zitronensaft.
Das riecht nicht so fies. Und ganz klar mit gefiltertem Wasser! Da brauche ich auch weniger Zitronensaft, denn egal wie gut so eine Rinse sein soll, irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass so hohe Säurekonzentrationen auf Dauer gut für die Haare sind.

Aber in ein paar Wochen werde ich nochmal Essigrinsen ausprobieren. Wuscheline, eine Nutzerin aus meinem „Haar-Freak-Forum“ mit sehr, sehr schönem eigenen Blog, hat vor kurzem ihren Kräuteressig abgeseiht. Dazu hat sie diverse Kräuter und Blumen, z.B. Rosmarin, Kamille und Lavendel, in Apfelessig über 6 Wochen ziehen lassen.
Und genau das habe ich letzte Woche ausprobiert. Jetzt steht hier also ein, erstmal kleines, Einmachglas mit vielen Lavendelblüten und Apfelessig rum. Riecht schon toll, wenn ich es ab und an öffne um wieder mal umzurühren damit nix schimmelt. Sauer nach Essig, klar, aber auch sehr intensiv nach Lavendel.

Lavendelessig

Ich bin gespannt, wie’s wird… Wenn das ‚was taugt habe ich jedenfalls noch genügend Lavendel im Garten, um das Gebräu noch Literweise herzustellen.

Öl

In Seifen sind immer Fette, oder auch Öle. Und aktuell benutze ich Seifen, mit denen ich z.B. gar keine Spülung brauche. Aber auch Öl nur gaaaaaaaanz wenig.

Normalerweise gebe ich nach dem Haare waschen in die noch feuchten Haare ein wenig Mandelöl, 2x 1 zwischen den handflächen verriebener Tropfen. Das ist gut zu dosieren und relativ geruchsarm. Olivenöl bekommt man nicht in so schönen Pumpspendern und riecht eben doch mehr nach Salat. Funktioniert aber genauso! Das soll angeblich dann das Haar geschmeidig  und die Feuchtigkeit drin halten. Ob was dran ist? Egal!

Aktuell nehme ich nur einen Tropfen und das ist schon genug. Vielleicht mache ich bald nochmal vor dem Waschen eine Kur mit Öl und Spülung, ich hab da so eine schöne neue von Heymountain. Dazu werden dann Öl, Spülung und gefiltertes Wasser, wahlweise noch AloeVera-Gel, gemischt. So beschreibt das auch ganz wunderbar auch MaiGlöckchen in ihrem Blog.

Öl mit Lavendel könnte ich ja auch mal ausprobieren… vielleicht mit Sonnenblumenöl, das ist ja erstmal recht geruchsneutral…

Kochbücher – Essen für’s Auge

Ich liebe Kochbücher!

Wenn man nicht weiß, was man kochen soll, keinen Hunger hat und trotzdem Ideen für den Einkauf braucht, ist ein Kochbuch irgendwie der beste Anreiz. Schöne bunte Fotos, tolle Beschreibungen. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen und man bekommt gleich Appetit.

Mein erstes habe ich mit meinem ersten Kesselset – einer Treueprämie von E-plus – bekommen und war das „Kochen für Freunde“ von Jamie Oliver. Ein anderes, ebenfalls von Jamie, habe ich mir gekauft, weil ich mit meinem Physiker zusammen mal einen Kuchen daraus gebacken habe.

Kochen für Freunde

Kochen für Freunde

Bei beiden Büchern fand ich den Schreibstil eigentlich echt ätzend!

Wie kann man nur Rezepte im Fließtext schreiben?!

Fließtextrezept

Fließtextrezept

Dazu kamen dann noch einige Kochbücher, die ich bei Oma und Mama als Dauerleihgabe ergattern konnte. Und das bofrost*-Kunden-Kochbuch habe ich von meiner Tante mal zu Weihnachten geschenkt bekommen – ist schließlich ein Rezept von ihr drin… (Übrigens hat sie auch ein tolles Rezept-Blog)

Selbst gekauft habe ich mir dann wieder „Born to cook 2“, vom Küchenbullen Tim Mälzer.

Born to cook 2

Born to cook 2

Eins meiner liebsten Kochbücher!
Ich habe es kennengelernt, weil wir es mal der Mutter eines (Ex)Freundes geschenkt haben. Mir gefiel dabei besonders diese kleine „Timeline“ am oberen Seitenrand bei jedem Rezept. Als Anfängerin hat mir das wirklich geholfen, mich in der Küche zu organisieren.

Übersichtliche Leiste

Übersichtliche Leiste

Daraus hab ich auch schon richtig viel gekocht:

  • scharfe Spaghetti im Papier (gehört inzwischen zu meinen Standardgerichten)
  • Club-Sandwich (2 mal gemacht, und sicher bald wieder)
  • Yorkshire-Puddings (tolle Technik, mir hat’s geschmeckt, dem Froschkönig nicht)
  • gefüllte Portobellos
  • Doppeltes Grillfilet (wirklich auf dem Grill, wird bald wieder gemacht, dann hoffentlich mit besserem Timing…)
  • Spanische Rouladen (Weihnachten 2011)
  • Tims Nudelsalat (mal für einen Geburtstag, noch in Aachen – wurde gut gegessen)
  • Käsegrieß (auf speziellen Froschkönigwunsch – absolut misslungen, oder einfach nicht unser Geschmack)

Und natürlich habe ich beim Ausprobieren einfach viel gelernt. Das Buch ist außerdem voll mit wertvollen Tipps, auf was man beim Kochen grundsätzlich so achten sollte/könnte.

„Born to cook 2“  ist also das erste von drei Kochbüchern, die mir besonders gut gefallen.

Das zweite ist „Weber’s Grillbibel“.

Weber's Grillbibel

Weber’s Grillbibel

Als feststand, dass wir umziehen, stand für mich auch fest, dass es hier einen Weber-Grill geben wird. Und ganz schnell kam dann auch der Wunsch nach diesem Kochbuch.
Meine Mutter hat es mir dann zur „Hauseinweihung“ geschenkt.

Ich gebe meine Grillbibel nie wieder her!

Mal davon abgesehen, dass ich ohne wohl kaum auf die Idee gekommen wäre, die Kohle vollständig auf eine Seite zu schieben und auch den Deckel kaum anzuwenden wüsste, sind da richtig tolle Rezepte drin.

Grilltechnik

Grilltechnik

  • Mein Lieblingstipp ist der, bei einem Brathähnchen Kräuterbutter unter die Haut zu reiben.
  • Auch auf die Cajun-Gewürzmischung möchte ich nicht mehr verzichten, darüber habe ich hier auch schon gebloggt.
  • Gegrillt schmeckt Spargel sogar mir, und der Froschkönig freut sich, dass er eins seiner Lieblingsgerichte ab und zu auch von mir bekommt
  • Im Dezember ein ganzes Hähnchen grillen war schon cool…
  • Mais mit einer zuckrigen Kruste ist schon etwas besonderes
    Gegriller Spargel

    Gegriller Spargel

    Hähnchen verfeinern

    Hähnchen verfeinern

Seit gestern besitze ich jetzt noch ein drittes, absolut empfehlenswertes Kochbuch:
„Jamies 30-Minuten-Menüs“

Jamies 30 Minuten Menüs

Jamies 30 Minuten Menüs

Schon wieder Jamie Oliver? Dabei soll doch der Schreibstil so doof sein?

Hier wurde dazugelernt!

Das Buch ist nicht mehr in durchgehendem Fließtext, sondern die Menüs (immer 2-3 Gänge) sind klar in die einzelnen Arbeitsschritte unterteilt.

Übersichtlich gegliederter Text

Übersichtlich gegliederter Text

Mit etwas Übung und entsprechenden Hilfsmitteln (z.B. einer Küchenmaschine) ist wohl tatsächlich alles in 30 Minuten machbar.
Meine Mutter hat auch schon einiges davon ausprobiert. Von ihr habe ich übrigens auch dieses Buch geschenkt bekommen. Weil ich bei ihr schon mal etwas daraus serviert bekommen habe und sie eben schon einiges daraus ausprobiert hat. ich weiß zumindest von 3 Gerichten, wobei sie die Nachspeise meistens weglässt:

  • Das Steak-Sandwich, hier hat sie die Beilagen komplett weggelassen
  • Gebratene Jakobsmuscheln mit sußem Chilireis und grünem Gemüse (wobei sie die Jakobsmuscheln durch Garnelen ersetzt hat, macht sie sich wohl öfters)
  • Superschnelle Hackfleischpfanne, Odenkartoffeln, ein Traum von Salat und weiße Bohnen mit Speck (das durfte ich bei ihr genießen, es gab allerdings Baguette statt Kartoffeln)

Ich werde in der nächsten Woche wohl „Räucherlachs, Kartoffelsalat mit Dill, Rote Beete & Hüttenkäse, Roggenbrot & selbstgemachte Butter“ ausprobieren. Die Butter kommt dann aber fertig aus der Kühltheke und das Roggenbrot natürlich vom Bäcker.

Wird bald gekocht

Wird bald gekocht

Manchmal koche ich einfach richtig gerne. Also nicht nur Bilder gucken.
Ich würde gerne mal ein Kochbuch komplett „durchkochen“. Alles mal ausprobieren.

Wenn ich irgendwann viel Zeit hab, mache ich das vielleicht. Und dann blogge ich darüber.

Wie war das noch gleich mit der Emazipation?

Irgendwann – als ich ihm kundgetan habe, dass ich mir im Kino irgendeinen Twilight-Teil ansehe – meinte mein lieber Blogpate mal zu mir, dass er und seine Freundin mich re-emanzipieren müssten.

Gerade habe ich den Herd geputzt, denke darüber nach, ob diese Ceran-Feld-Reiniger etwas nützen. Gleichzeitig überlege ich, was ich uns heute leckeres koche.
Wenn man jetzt noch bedenkt, dass der Froschkönig im mittleren Management arbeitet und ich eine unterbezahlte Krankenschwester bin, kommt man bei einer sehr altmodischen Rollenverteilung an:

Er bringt das Geld nach Hause, sie steht am Herd.

Brauche ich so eine Re-Emazipation vielleicht wirklich. Bin ich unselbstständig und füge mich in alt hergebrachte Rollen?!

Ich glaube nicht.
Ich glaube eher, dass es eine weitere Stufe der Emanzipation ist, alte Rollenmuster nicht mehr stur abzulehnen sondern einfach das zu machen, worauf man Lust hat. Und sei es dann auch mal zu kochen, zu putzen und all die anderen Dinge, die Frauen so machen.

Womit er aber Recht hat, ist Twilight.
Ich bin den Büchern verfallen. Und die sind sowas von emanzipations“feindlich“:

Bella sieht sich als alleine nicht lebensfähig und schwach. Statt ihre eigenen Stärken zu entdecken unterwirft sie sich ihrem Vampir und dem Wunsch selbst einer zu sein. Auf dessen Erfüllung wartet sie geduldig und gibt sich selbst zwischenzeitlich sogar für ihr ungeborenes „Kind“ auf.
Erst durch die Verwandlung ist sie in der Lage selbst auf sich Acht zu geben. Doch auch dann macht sie das nicht. Sie macht, was die neue Familie von ihr erwartet. Aber sie hat ja die Ewigkeit Zeit, sich doch noch selbst zu verwirklichen.

Das hier soll jedoch keine Rezension der Bücher sein, ich will mich jetzt gar nicht wieder damit beschäftigen. Es reicht ja schon, dass ich bereits sehnsüchtig auf die DVD-Box (am liebsten alle Filme nochmal als Extended-Version) warte.

Also zurück zur Emanzipation:
Und eigentlich mag ich da auch gar nicht mehr so viel zu schreiben.
Also Schluss jetzt. Emanzipiere ich mich doch mal von der Erwartungshaltung, dass jeder Artikel ein vernünftiges Ende… 😉

bofrost*-Produktmarketing

Der Froschkönig und ich sind Kunden beim bofrost*. Und zwar sehr gerne.
Ich persönlich liebe ja die boBömbchen. Sie wurden erst vor kurzem (wieder) neu ins Programm aufgenommen. Selbst unser Verkaufsfahrer kannte sie nicht. Aber als ich noch mit meiner Mutter und meiner Oma in einem Haus gewohnt habe, gab es die schon mal. Das ist aber mehr als 15 Jahre her.

Heute war er wieder hier, der Verkaufsfahrer. Schon im Vorfeld haben wir uns Gedanken über die Sauerbratenroulade gemacht. Hier das Bild der bofrost*-Homepage:

Quelle: bofrost.de

Quelle: bofrost.de

Wir haben gerätselt, wie groß wohl die Enttäuschung ist, wenn man sie dann vor sich auf dem Teller hat. Wir haben usn gefragt, wie dieses Bild wohl manipuliert wurde. Ob es wohl wirklich so viele „Fleischumwicklungen“ sind? Mittlerweile wissen wir es:

  • kleiner Teller
  • weniger Soße
  • kleinere Knödel
  • Perspektive

Bei uns sah es dann so aus:

Günstige Perspektive

Günstige Perspektive

Die Abbildung suggeriert mehr!

Die Abbildung suggeriert mehr!

Eigentlich kann man an den Zutaten sehr genau erkennen, was – und vor Allem: wie viel – man bekommt. Es handelt sich insgesamt um 500g Produkt auf zwei Kochbeutel verteilt.
Man sollte jedoch bedenken, dass darin auch die Soße enthalten ist:

Sauerbratenroulade 40% (Rindfleisch 65 %, Wasser, Weizenmehl, Backobst 7 % (Aprikosen, Pfirsiche, Backpflaumen, Birnen, Äpfel), Eier, jodiertes Speisesalz, Kräuter (Petersilie, Dill, Basilikum), Hefe, Gewürze (Chili, Curry, Fenchel, Lorbeer, Pfeffer, Piment, Zwiebel, Sellerie), Karamellzucker, Zucker, Branntweinessig), Wasser, Rinderfond (Wasser, Rindfleischextrakt), Zwiebeln, Apfelkraut (Äpfel, Birnen, Zucker, Geliermittel (Pektine)), Apfelmus (Äpfel, Zucker), Rapsöl, Zucker, Branntweinessig, modifizierte Maisstärke, Sellerie, Karotten, jodiertes Speisesalz, Tomatenmark, Karamellzucker, Gewürze (Liebstöckelwurzel, Pfeffer, Nelke, Sellerie, Chili, Curry, Fenchel, Lorbeer, Piment), Kräuter (Basilikum, Dill), Palmfett.
(Quelle: bofrost.de)

Demzufolge 100g Roulade (40%), 150g Soße (60%). Von den 100g Roulade sind dann tatsächlich 65g Rindfleisch (26% der Gesamtmenge).
Geschmacklich ist sie aber ganz in Ordnung. Die Soße ist etwas flüssig, aber man erkennt, dass es Sauerbratensoße ist. Das Fleisch ist mager und nicht zu trocken. Ebenfalls leicht sauer – wie es sich auch gehört!
Die Zubereitung ist ebenfalls denkbar einfach – und durch die Kochbeutelgeschichte ist in dem Kilopreis von 19,90€ immerhin kein Wasser enthalten, dass bei der Zubereitung verdunstet…

Fazit:

Eher eine schnelle, aber feine Mahlzeit für besser verdienende Singles. Als Festtagsmenü hauptsächlich unterhaltsam.

Wirklich gelungenes Produktmarketing. Wirklich gelungene Manipulation!

Joghurtmarotten

Jetzt war es aber lange still hier. Und ich melde mich zurück mit einer Marotte – meiner Knick-Joghurt-Marotte.

Knick-Joghurt ist allen ein Begriff, oder muss ich jetzt den bekannten Markennamen nennen? Auf einer Seite einfacher Joghurt, auf der anderen zuckersüße Marmelade oder irgendwelches knusperndes, sehr süßes, schokoladiges Zeug. Ich bevorzuge letztere Sorten.

Gerade habe ich wieder so ein Ding gegessen. Banane mit Schokoladenflakes. Mjam. Und dabei fiel mir auf, wie verrückt ich das doch mache:

Aufmachen.
Joghurt knicken.
Alles vermischen.
Anfangen zu löffeln.
Dafür fast alles zu einer Seite des Bechers schieben.
Um die Schokoflakes herumlöffeln.
Zur anderen Seite schieben.
Um die Schokoflakes herumschieben.
Die 4 letzten Schritte wiederholen, bis fast nur noch Schokoflakes, mit einer zarten Joghurtschicht umhüllt im Becher sind.

Ich könnte also genausogut zuerst etwa 3/4 vom Joghurt essen, dann den Becher knicken und alles mischen. Dann wäre der Genuss aber nach wenigen Augenblicken vorbei.

Ich vermute nämlich, dass das der Grund für mein merkwürdiges Verfahren ist:

Länger genießen. Sich langsam an den immer größeren Genuss herantasten und dann:

MJAM!

Ja, so bin ich. 😉

Frühlingsgrillen

An- und Abgrillen ist etwas für Anfänger, Profis grillen durch!

Das ist mir letzten Winter nicht gelungen. Zwar habe ich im Dezember ein herrliches Hähnchen mit unserem Weber-Kugelgrill zubereitet, aber danach war erstmal Pause – bis  zum 15. März. Und am 17. haben wir dann erstmalig wieder mit Freunden gegrillt.

Für unser kleines Frühlingsgrillen hatten wir leckeres Fleisch vom Metzger. Im Supermarkt gab es das vor einem Monat quasi noch nicht.
Mein absoluter Favorit: Bauchfleisch etwas dünner geschnitten.
Und weil ich das gerne sehr dunkel und knusprig mag, baruche ich eine kräftige Würzmischung, die sich gut mit dem rauchigen Grillaroma verbindet. Gestern habe ich eine kleine Abwandlung des „Cajun-Gewürzes“ aus Webers Grillbibel ausprobiert, die Menge hat perfekt für 4 Scheiben Bauchfleisch gepasst:

  • ca. 4 TL Zitronenthymian (Blätter vom Stil abstreifen und dann schön fein hacken, außerdem steht im Rezept normaler Thymian, aber den habe ich nicht hier)
  • 2 TL Knoblauch (granuliert)
  • 2 TL Zwiebeln (granuliert)
  • 1,5 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 3 TL grobkörniges (Meer-)Salz
  • 2 TL Rohrzucker
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • ein wenig Kräuter der Provence
  • 1 TL frische gehackte Petersilie

Es war einfach umwerfend. Noch nie zuvor habe ich sooooo leckeres Grillfleisch gegessen. Es war – so wie ich es halt liebe – gut durch. Normalerweise habe ich dann oft das Problem, dass von dem Gewürz selbst kaum etwas übrig bleibt. Egal, ob es vorher gewürzt war oder nicht, es schmeckt gleich.
Nicht bei diesem Gewürz. Besonders das frische Thymianaroma bleibt gut erhalten, genau wie die Cayennepfefferschärfe.

In dem mittlerweile vergangenen Monat haben wir noch knapp 10 Mal gegrillt. Und auch meine Nachbarin hat mittlerweile die Grillbibel. Von dem Cajun-Gewürz ist sie genauso begeistert wie ich. Und nicht nur sie: Auch der Rest ihrer Familie inklusive Schwiegermutter.

Ich würde ja gerne noch weitere Würzmischungen ausprobieren, aber die eine ist einfach so lecker, dass ich immer wieder dabei hängen bleibe…

Mjam!

 

Gestorben für Schokolade

Gestern bin ich für wenige Minuten gestorben. Wie sonst kann es sein, dass ich im Schokoladenhimmel schwebte?

Ich habe das Rezept aus meinem Artikel getestet und brauche jetzt keine anderen Schokoladenmuffins mehr.
KEINE!

Diese waren einfach nahezu pefekt. Schokoladig, innen cremig, süß, schnell, einfach und beim nächsten Mal kommt ein bisschen mehr Chilipulver rein.
Würde ich – was ich NIEMALS tun werde – am perfekten Dinner teilnehmen, wären diese niedlichen kleinen Cupcakes meine Nachspeise. Garniert mit einer selbstgezüchteten Chilischote.

Und das zweitbeste an der ganzen Sache, direkt nach dem eigentlichen Genuss:
Sie sind entstanden in der neuen Küche!

death by chocolate

Mein „Blogpate“ hat mich neulich durch einen Twitterstatus (nennt man das so?) Tweet auf ein neues Thema gebracht. Gebäck, dass so schokoladig ist, dass man die einzelnen Schokosorten schon nicht mehr wrklich auseinander halten kann. Alles nur noch im zartbittersten schwarzbraun. Mjam.

Dazu gehört z.B. der Hot Brownie bei Burger King. Dieses köstlich süße Gericht sollte unbedingt mit leerem Magen genossen werden. Sonst passt es nicht. Und dazu gehört – um die tiefdunkle Farbe noch zu betonen – weißes Softeis. Ein traumhafter Kontrast. Sowohl für’s Auge, als auch für die Zunge. Dieses heiße, schokoladige Gebäck mit diesem kalten, cremigen Schaum…

Und ebenfalls durch sein Unglück – er hatte sich übrigens an einer Schokoladentafel verletzt – bin ich dann auf dieser Seite hier gelandet: Death by Chocolate.
Kann man sich einen schöneren Tod vorstellen?!
Man beachte nur diesen wundervollen „Chocolate Melting Pud“. Ich weiß, dass in einem meiner Kochbücher ein Rezept für einen englischen „Pudding“ ist und werde dieses – auch wenn das Buch schrecklich geschrieben ist – demnächst in einer schokoladigen Abwandlung testen.

Alternativ habe ich gerade noch dieses Rezept hier gefunden.
Schokolade und Chili sind eine geniale Kombination, die spätestens seit dem zauberhaften Film „Chocolat“ wohl auch jeder kennt:

100g Schokolade (ca. 70% Kakaoanteil)
100g Butter
100g Zucker
30g Mehl
3 Eier (Größe M)
1 Priese Salz
3 Messespitzen Chilipulver
Fett und Zucker für die Förmchen

6 Keramikförmchen mit Butter einfetten und mit Zucker bestreuen. Die Förmchen dann etwa 1 Stunde in den Gefrierschrank stellen und erst kurz vor der Verwendung heraus nehmen.

Die Schokolade grob hacken und mit Butter in einem Wasserbad schmelzen. Den Backofen auf 210°C Umluft vorheizen. Die Eier mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig schlagen. Das Mehl einrühren und danach die flüssige Schoko-Butter-Masse unterheben. Zum Schluss noch das Chilipulver hinzufügen. Ich nehme in etwa 3 Messerspitzen, wenn man es schärfer mag, kann man die Dosis ja noch erhöhen.Die eisgekühlten Förmchen aus dem Gefrierschrank nehmen und die Masse gleichmäßig einfüllen. Die Schokoküchlein in etwa 10 Minuten auf mittlerer Einschubleiste backen.Nach der Backzeit die Förmchen aus dem Ofen nehmen und noch heiß servieren. Der Kern sollte noch flüssig sein!

Es sind nur noch etwa 6 Wochen bis zur neuen Küche!!!