Grenzüberschreitung

Das Jahr ist gerade erst 6 Wochen jung und ich habe schon meine erste richtig heftige Erkältung hinter mir. Für mich war das ein notwendiger Anlass, mich mit meinen eigenen Grenzen auseinanderzusetzen.

Ich bin sehr aktiv ins neue Jahr gestartet:

  • Jahreswechsel in Rom
  • direkt wieder zur Arbeit inklusive Wochenenddienst und hefitigem Konflikt
  • Prinzenproklamation
  • Proben für unsere Karnevalssitzungen
  • sportlich ging’s los mit #FBsweat

(Meine) Handyfotos sind doof, platt, körnig und transportieren einfach nicht, wie es sich anfühlt da zu stehen: als würde man durch ein Fenster in eine andere Zeit blicken.

Durchgehalten habe ich das nur eine Woche Weiterlesen

Bahnhoffail

19.11.2014:

Diese Woche bin ich bei einem Seminar in Köln. Nachdem ich mich jetzt 2 Tage über den Verkehr auf dem Weg nach Horrem geärgert habe, war heute ein Auto weniger auf der Straße. Meins.

Ich hatte die glorreiche Idee, den kompletten Weg mit der Bahn zu fahren.

Schließlich war ich 13 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof.
Und das hätte fast nicht gereicht.
An „meinem“ Gleis stand kein Fahrkartenautomat. Also durch die Unterführung rüber auf die andere Seite. Da 3 Leute vor mir.

Da stand wohl auch mal ein Fahrscheinautomat an "meinem" Gleis...

Da stand wohl auch mal ein Fahrscheinautomat an „meinem“ Gleis…

22.11.2014:

Angefangen habe ich den Text schon in der S-Bahn von Horrem nach Köln. Jetzt sitze ich auf dem heimischen Sofa und fühle mich nach einer Woche „gewaltfreier Kommunikation“ oder auch „bedürfnisorientiertem Bewusstsein“ sehr entspannt.
Ich habe gar keine Lust, mich wieder an die Situation vom Mittwoch zu erinnern. Ich bin schließlich pünktlich zum Seminar erschienen und hatte wieder einen echt tollen Tag!
Um genau zu sein, hatte ich eine tolle Woche.

Und daher nun ein paar watschelige Blätter.

Ähm ja, die Bildquali ist nicht soooo doll, wenn man das direkt am Smartphone bearbeitet...

Ähm ja – die Bildquali ist nicht soooo doll, wenn man das direkt am Smartphone bearbeitet…

Ginkgo-Bäume mag ich viel lieber als Ärger in der Warteschlange.

Ein entspanntes Restwochenende euch allen!

Willkommen zu Hause! #10

Die Lufthansa hat ja vor ein paar Wochen gestreikt. Ca. jeder zweite Lufthansa- und Germanwings-Flug wurde gestrichen. Auch der vom Froschkönig.
Ärgerlich, nicht nur weil es für den gestrichenen Flug zwar das Geld zurück gab, für den Flug, der ihn am Sonntag dann wieder nach Berlin fliegen sollte, aber nicht.

Besonders ärgerlich war eigentlich, dass es lange schien, als könne er wirklich nicht nach Hause kommen. Dann hätte er sich spontan in der Hauptstadt auch noch neu einkleiden müssen, da er nicht genügend Sachen für mehr als eine Woche dort hat.

Und wir hätten uns auch gar nicht gesehen.

Der Froschkönig jedenfalls hat direkt mit Bekanntwerden dass sein Flug betroffen ist bei Europcar angerufen, alle Autos schon weg, Platz auf der Warteliste.

Erst am Donnerstag kam dann die gute Nachricht:

Es ist ein Auto frei geworden Herr Froschkönig.

Ich hab gejubelt und ihm direkt gesagt, dass es zu Feier des Tages seinen Lieblingskuchen gibt. Also wieder den russischen Zupfkuchen:

Willkommenskuchen #10 - russischer Zupfkuchen

Willkommenskuchen #10 – russischer Zupfkuchen

In dieser Woche ist davon fast nichts übrig geblieben…

Gluteeeeeeen?!

Ich mache mir Gedanken über meine Ernährung. Erstmalig eigentlich.

Ich bin kein Vegetarier. Veganer schon mal gar nicht. Ich esse Fleisch. Hab ich ja im letzten Artikel schon geschrieben. Und ich esse eigentlich einfach immer das, was mir schmeckt, worauf ich Lust habe und was davon dann zu Hause ist. Weil oft bin ich auch einfach zu faul das, worauf ich tatsächlich Lust habe, noch zu besorgen.

Das Resultat war in meiner Studenten-/WG-Zeit, dass ich auch mal Brot mit Mayo und Maggi gegessen haben. Ähm ja. Oder Mozarella mit Balsamico. Ohne Tomaten. Die waren schließlich nicht vorrätig.
Inzwischen ist meine Küche wohl eher geprägt von meinen Lieblingskochbüchern und Mahlzeitenersatz wie Nudeln mit Maggi halten nur noch sehr selten Einzug.

Das ist aber eine Veränderung, die absolut ungeplant von statten ging.

Aktuell – konkret seit 2 Wochen – denke ich tatsächlich darüber nach (erstmal nur eine Weile) auf glutenhaltige Lebensmittel zu verzichten.

Und diese fixe Idee wird gerade noch durch mein Umfeld unterstützt:

  • eine gute Freundin verträgt den Kram nicht, wenn ich z.B. Snacks für’s Klettern kaufe, was ich ja mit ihr zusammen mache, achte ich schon darauf
  • ein Arbeitskollege hat mir letzte Woche erzählt, dass bei ihm jetzt (auch) eine Zöliakie festgestellt wurde, der Arme hat schon eine Laktoseintoleranz…
  • gestern hat Heike in ihrem wunderbaren Blog einen Artikel über ein Buch zu genau diesem Thema veröffentlicht – gespickt mit ihren eigenen Erfahrungen (auf meinem Kindle lese ich jetzt also die „Weizenwampe“)

Meine persönlichen Beweggründe sind jedenfalls recht simpel:

  • immer wiederkehrende Verdauungsbeschwerden ohne erkennbare Ursache die von einem „Blähbauch“ über Krämpfe bis hin zu Diarrhoe reichen, die natürlich auch stress- und schichtdienstbedingt sein können
  • Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf
  • heute neu hinzugekommen, da mir vorher die positiv vermutete Wirkung nicht bekannt war: der Froschkönig hat ein „Bauchfettproblem“, er ist schlank, ernährt sich soweit gut, macht inzwischen auch Sport, hat aber einen Bauch, der manchmal sogar „über die Hose drüber hängt“

Der letzte Punkt ist auch der Grund, warum ich ihm heute schon von meinem Plan erzählt habe. Eigentlich wollte ich das in den letzten beiden Oktoberwochen einfach für mich testen. Da ist er auf Malta zum Englischlernen und ich kann mich hier ernähren wie ich will.

Naja, ich stelle also langsam meine Ernährung um – und somit teilweise auch die des Froschkönigs.
Werde uns dann aber auch noch vermessen. Heike hat geschrieben, dass ihr Partner 7cm Bauchumfang „verloren“ hat. Ich hoffe, dass der Froschkönig mich auch messen lässt 😉

Vermutlich sollte ich, um leserfreundlicher zu sein, jetzt hier nach euren Ernährungsgewohnheiten fragen. Und danach, was ihr von diesen ganzen Nahrungsmittelunverträglichkeiten haltet, die ja doch irgendwie gerade „voll im Trend liegen“.
Und? Wie sieht’s aus? 😉

Tiefen-ENT-spannt

Ich war heute Morgen sehr gespannt:

5,5 Stunden Fortbildung zum Thema „Entspannungsverfahren“.

PMR nach Jacobson finde ich persönlich ja doof.
Jedenfalls wenn ich mich dabei selbst entspannen soll.
Ich kann mich gut entspannen und kann es nicht leiden, wenn ich dann irgendwas anspannen soll, obwohl ich mich doch einfach nur entspannen möchte.

Fantasie-/Traumreisen kenne ich schon seit meiner Kindheit, meine Mutter hat das oft mit mir gemacht weil ich es so gerne hatte.
Meine liebste war immer die Reise ins „Haus der Sinne“.
Ich glaube, die war im blauen Buch mit der rosa Wolke.

Vielleicht kann ich mich deshalb auch ohne vorheriges Anspannen so gut entspannen?

Aber heute Morgen war ich ja GE-spannt:

  • Ob das wohl wird, wie bei der Akupunktur: Man übt Stück für Stück und ohne den Gesamtzusammenhang?
    Vielleicht erst den Inhalt, dann die Sprechweise, etc. ohne sich dabei selbst entspannen zu können?
  • Sind da überhaupt „neue“ Inhalte für mich bei? Meine Mutter ist Yogalehrerin, da weiß ich vieles einfach schon!
  • Stört es die anderen, wenn ich mit meinem Sprachfehler eine Entspannung anleite?

Jetzt bin ich vollständig ENTspannt.

Nach kurzer Theorie, wann man überhaupt Entspannung brauchen kann (und wann nicht!), ging es direkt zur Praxis:
Aktives Lockern, Achtsamkeit, bewusst bewegen und noch mehr
Entspannung mit „Hilfsmitteln“, also Decken, Sandkissen, Massage- und Gymnastikbällen oder auch einem Nudelholz.

Schließlich gab es dann doch noch die Progressive Muskelentspannung. Anspannen – Entspannen. (Aufregen…)
Das selbst anzuleiten ist gar nicht so schlimm!
Obwohl ich im Alltag weder eine ruhige Sprechweise noch eine angenehme Stimme habe, fühlte ich mich wohl und auch die anderen konnten sich entspannen.
Demnächst leite ich das also selbst an und kann dabei besser entspannen, als wenn ich am Boden liege und mich frage, ob ich mir nun wünschen würde, dass der „Anleiter“ mich siezt, duzt oder in der Ich-Form spricht.

Ich bevorzuge dennoch Yoga Nidra, auch wenn meine Mitschüler in der Ausbildung herrlich über die Ansage meiner CD „Lege dich in Savasana – die Totenhaltung“ lachen konnten.

 

Haare, nichts als Haare! #2 – Die Meisterprüfung

Es war im Sommer 2009. Ich war unzufrieden mit meinen Zotteln und eine Bekannte meinte, dass jemand ein Modell für eine Meisterprüfung sucht. Da sei ich doch perfekt für geeignet. Ich war nicht abgeneigt. Was sollte auch schon schief gehen? Es ging ja nicht um eine Gesellenprüfung. Die Dame sollte ihr Fach ja schon verstehen. Und eine angehende Meisterin erst recht!

Ich habe mich mit der gelernten Frisörin getroffen und fand sie so weit ganz nett.
Sie hatte eine recht klare Vorstellung von ihrem Projektthema, „Flamenco“, und ich eine ebenso klare Vorstellung davon, was sie mit meinen Haaren machen durfte, Stufen, die kürzeste mindestens schulterlang. Wegen der Haarnadeln.
Für sie war das kein Problem, es komme ja darauf an, dass es eine deutlich Veränderung gebe. Die sei einerseits schon durch die geplante Farbe gegeben, und bei einem absolut stufenlosen Schnitt, sei eben auch das bloße Schneiden von Stufen schon sehr deutlich.

In den Wochen vor der Prüfung wurde ich von ihr verwöhnt. Sie zupfte mir die Augenbrauen, färbte meine Wimpern und übte mich zu schminken. Das Make Up war eindeutig Geschmacksache. Mich beruhigte allerdings, dass sie selbst meinte, es sei nur deshalb so übertrieben, weil dies zum Thema passe und in einer Prüfung so üblich sei.

So weit so gut.

Am Abend vor der Prüfung bekam ich dann doch Angst. Ich ging zu einer „schwarzen Party“ und war wehmütig betrank mich.

Der Tag war gekommen. Sie holte mich ab, klebte mir künstliche Fungernägel auf und für mich gab es kein Entrinnen.

„Vorher-Fotos“ wurden gemacht:

Sie begann sofort mit der Farbe. Während diese einwirkte, kümmerte sie sich um meine Fingernägel. Aber um die geht es hier nicht.
Nach der Farbe bekam ich quasi unmittelbar mit dem ersten Schnitt einen Schreck. Es waren die unteren, die also eigentlich längsten Haare. Sie machte dort einen Schnitt direkt unterhalb vom Nacken! Ich war den Tränen nahe und zischte nur durch meine Zähne, dass das SO nicht vereinbart war.  Die nette, blonde Frau guckte mich unschuldig und absolut perplex an. Gleichzeitig ängstlich. Würde ich ihr die Prüfung vermasseln?

Ich hätte es verdammt nochmal tun sollen!

Heute bin ich mir nicht sicher, ob sie von Anfang an nicht verstanden hat, wie lang meine Haare mindestens bleiben sollten, oder ob es ihr einfach egal war. Fakt ist, ich war sehr kurz davor war einfach loszubrüllen.

Dass ich von den Prüfern behandelt wurde, als sei ich ein bloßer Puppenkopf machte es mir nicht leichter. EinIdiot drehte meinen Kopf einfach hin und her, als wäre er ein Joystick!
Irgendwann war es vorbei. Ich musste mich umziehen das fertige Produkt (inkulsive dem männlichen Modell) wurde betrachtet und bewertet. Die Modelle der anderen Prüflinge fanden meine Verwandlung ach so toll und ich war weiterhin den Tränen nahe.
Zum Abschluss wurde das Grauern auch noch fotografiert. 


Der Fotograf war einer ihrer Lehrer und bearbeitet die Bilder selbst. Ihm war mein Gesicht offensichtlich zu rund und ihr Lippenstift nicht rot genug.

Ich wurde nicht ein Mal gefragt, ob mir das Ergebnis gefällt und meine Peinigerin stellte mir diese Frage erst in ihrem Auto. Ich sagte nur:

Es ist kürzer als besprochen.

Es lohnt sich nicht, sich jetzt darüber zu ärgern, dass ich nicht aufgestanden bin.
Aber der Titel „Meister“ hat für mich jegliche Bedeutung verloren. Wer nicht auf den Menschen eingeht, dessen Haare da „verarbeitet“ werden, der verdient für mich gar keinen Titel. Und dennoch hat sie diese Prüfung bestanden und darf ihn nun tragen.

Das ist dann übrigens ihre Interpretation von „Flamenco“:

Flamenco

Verrückte Zivilisationskrankheiten

Es ist schon ein paar Jahre her, aber etwa zeitgleich mit der „Emo-Welle“ kam das Gerücht auf, dass die Borderline-Persönlichkeitsstörung, und insbesondere das Symptom „Selbstverletzendes Verhalten“, ja nur eine Modekrankheit sei. Die Betroffenen seien gar nicht wirklich krank, sondern wollten nur Aufmerksamkeit und Mitleid. Ein hoher Preis dafür, wie ich finde.

Tatsächlich glaube ich, dass diese Erkrankung in den letzten Jahren zugenommen hat. Ich bin zu jung um da wirklich einen Vergleich zu haben. Wie soll ich mit 27 Jahren eine Entwicklung wirklich erlebt haben? Mit 7 Jahren habe ich mir über psychische Erkrankungen sicher keine Gedanken gemacht.

Ich möchte jetzt auch gar nicht großartig auf das Krankheitsbild, begünstigende Faktoren, etc. eingehen. Ich möchte nur einen Vergleich anregen, der nicht nur für Borderline gilt, sondern für das gesamte Spektrum der psychiatrischen Erkrankungen. Von der Sucht über Depression und Manie bis hin zur Schizophrenie.

Durch unseren veränderten Lebenswandel, der grob als schneller zusammengefasst werden kann, sind viele Erkrankungen häufiger geworden. Diabetes Typ II, Hypertonie, Darmkrebs und Lungenkrebs um nur ein paar zu nennen. Das geht regelmäßig durch die Medien und wird von Hausärzten im Wartezimmer vermittelt.

„Schnellerer Lebenswandel“ steht für vieles:

Schnelleres Essen – Fast Food
Schnelleres Arbeiten – Stress, Arbeitsplatzwechsel
Schnelleres Lieben – Scheidungen, Affären
Schnelleres Leiden – Schmerzmittel dämpfen jedes Zipperlein

Wen wundert es da, dass die Psyche in Mitleidenschaft gerät?
Mich nicht.

Der Körper reagiert mit Übergewicht, Herzproblemen und Stoffwechselerkrankungen.
Und die Psyche? Burn-Out ist in meinen Augen nur die Spitze des Eisbergs.

Und obwohl ich ja nicht in der Lage bin, eine Entwicklung über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte zu beschreiben, fällt mir auf, dass ich in den letzten etwa 5 Jahren privat deutlich häufiger auf Menschen mit vielen „Borderline-Anteilen“ stoße. Vor wenigen Tagen habe ich mich wirklich erschrocken, als ich meine Twitter-Timeline gesehen habe.
Von 60 Twitterern, twittern 4 (mit fast 7% deutlich über der offiziellen Erkrankungsrate) absolut typisch immer wieder von ihren Liebesproblemen. Sie lieben ihn/sie ja so sehr – alles ist nur schrecklich. Er/sie möchte auf keinen Fall verlassen werden und ist selbst absolut sprunghaft…
Und immer wieder Spaltereien zwischen einzelnen Twitterer-Grüppchen. Ständiger Wechsel der „besten Freunde“, super schnelles Preisgeben intimster Informationen und dann massive Enttäuschung, wenn es krieselt.
Im Internet scheint die Beschleunigung noch stärker zu sein. Schnelle Informationen. Schnelles Leben. Schneller Spaß. Schnelle Probleme.

Nur keine schnellen Lösungen.

Awesome!

Ein netter Arbeitskollege hat es letzten Sommer erfolgreich geschafft, mich viele viele Stunden vom Lernen abzuhalten (Schweinehund, ihr wisst schon). Bei Twitter tauchte zuvor in meiner Timeline dauernd das Hashtag #himym auf.

Kurz nachdem ich die Bedeutung entschlüsselt hatte, habe ich in meinem Nachtdienst ein Bild ausgedruckt, unwissend, dass es Barney Stinson war:

Wenn jemand den wirklichen Ursprung dieses Bildes findet: Her damit! Ich suche noch die Quellenangabe…

Der Spruch war einfach passend, er sollte den unglaublich gestressten Kollegen ein wenig aufheitern. Und das hat er getan. Denn er kannte Barney. Er hat mir dann auch erstmals grob die Story der Serie erläutert und mir wenig später eine DVD-Box mit Season 1-5 mitgebracht. True story 😉

Genial!

Ich war eigentlich nie ein großer Freund von solchen Serien. Und mir ist meine Zeit weiterhin zu schade, um meinen Tagesablauf nach einem Fernsehprogramm zu planen. Aber so als DVD-Box… das war guter Zeitvertreib.

Und so klischeehaft das Gehabe von Barney auch ist, er ist eine verdammt coole Sau mit Stil. Er ist einfach AWESOME!
Und dieses eine Wörtchen – awesome – hat mir heute den Tag gerettet. Ich wusste, er würde stressig werden. Und ich war hundemüde. Doch schon morgens beim Zähneputzen habe ich für mich den „Sad-Awesome-Spruch“ abgewandelt in

When I’m tired
I stop being tired
and be awesome instead!

In der Zwischenzeit hat sich besagter Kollege auch den Bro-Code und das Play-Book zugelegt.

Mein „Favorite-Article“ ist der hier:

Article 22 : There is no law that prohibits a woman from being a Bro.

Mittlerweile würde ich schon gerne noch Season 6 & 7 gucken…

 

Sport ist Mord #5 – „Neuanfang“

Ich habe ja schon geschrieben, dass mein Schweinehund schlecht erzogen ist und mich wochenlang davon abgehalten hat zum Sport zu gehen. Gestern war es so weit. Gestern hat er wieder eine Schlacht verloren.

Die Gelegenheit habe ich genutzt und das nette Mädel am Eingang gefragt, wie lange ich denn nun nicht mehr da war. Es wären morgen 3 Monate geworden.

Was waren meine Ausreden?

  • Meine Klausuren, für die ich ja gerne viel länger gelernt hätte
  • Der Froschkönig, wenn ich dann mal abends nicht arbeite und er auch hier ist, dann gehe ich doch nicht da hin
  • Mein Schlafbedürfnis, ich halte wohl Winterschlaf. Im Spätsommer ist es mir noch gelungen vor dem Spätdienst hinzugehen oder auch wenn ich Nachtdienst habe. Aktuell stehe ich dann eher kurz vor der Arbeit auf.
  • Grundlos, Zeit, wach, nicht besseres oder wichtigeres zu tun und trotzdem blieb der faule Hinter zu Hause

In dem von mir verlinkten Quarks & Co. Beitrag wird das Erkennen solcher Hindernisse positiv gesehen. Wenn man sie erkennt, kann man auch etwas dagegen machen.

Ich weiß noch nicht genau, wie ich z.B. mit dem letzten Hindernis umgehen kann, aber der Froschkönig ist jetzt gerade kein Grund, ich habe Urlaub. Und auch wenn ich den nicht habe, habe ich jede Woche einen Tag komplett frei. Auch da habe ich am frühen Nachmittag Zeit. Und wenn ich Frühdienst habe, lege ich mir den ollen Rucksack direkt ins Auto. Auch dann passt das zeitlich noch.
Klausuren sind auch Geschichte. Wenn man, wie ich aktuell, schon eine Woche vorher anfängt zu lernen kann man auch mal eine Lernpause über 2 Stunden machen. Das entspannt und macht aufnahmefähig.
Und der Schlaf, der wird sich wohl von alleine einpendeln, wenn die Tage wieder länger werden. Und bis dahin werde ich mich eben aus dem Bett quälen, wenn ich eine bestimmte Anzahl von Stunden geschlafen habe. 12 Stunden und mehr sind einfach zu viel.

Achja, und die Belohnung wartet ja auch noch auf mich. Die schöne Sporttasche. Und anschließend kommt eine neue Sporthose dran. Gestern beschlossen.

Heute mache ich jedenfalls Pause. Ein bisschen Muskelkater hab ich ja schon…

Eine Woche Ferien

Bis zum Schuljahr 1998/99 hatten wir hier in NRW nur eine Woche Herbstferien. Und dennoch war diese eine Woche für mich wirklich immer eine Woche frei. Eine ganze, lange Woche. In dieser Woche konnte man alles machen.Lange schlafen, den ganzen Vormittag fernsehen. Da liefen auf RTL 2 und dem Kabelkanal – oder war das da schon Kabel 1 ? – bis etwa 19 Uhr nur Zeichentrickfilme. Von Heidi und den Schlümpfen über Mila Superstar und Georgie irgendwie alles, was ich an Trickfilmen je gesehen habe. Und Baywatch hab ich immer geguckt 😉
Fernsehen war da ohnehin noch etwas anderes als heute. Das einzige Gerät stand im Schlafzimmer meiner Mutter – im Wohnzimmer hatten wir ja keinen Anschluss. Also immer im Bett liegen und die Flimmerkiste beobachten. Heue irgendwie für mich unvorstellbar. Überhaupt so viel fernsehen! Das lässt das aktuelle Fernsehprogramm doch gar nicht mehr zu.
Ich glaube irgendwann kam dann immer meine Oma hoch und hat gefragt, ob ich nicht doch mal raus gehen möchte. Und das habe ich dann auch getan. Mit den anderen Kindern im Wald irgendwelche Höhlen und Baumhäuser gebaut, Pfeil und Bogen geschnitzt und draußen geblieben bis es dunkel wurde.
Als die Ferien noch eine Woche kurz waren hatte ich auch immer in der Schulzeit Geburtstag. Heute muss ich mich oft genug mit Arbeitskollegen einigen, die gerne Urlaub hätten, wenn ihre Kinder Ferien haben.
Schön war’s und lang ist’s her.

Jetzt ist Winter und ich habe eine Woche Urlaub. Eigentlich sogar 11 Tage. Fast zwei Wochen also? Es kommt mir nicht so vor.
Donnerstag und Freitag musste ich lernen, für die Klausur am Samstag.
Am Sonntag war meine Mutter zum Stricken und Adventstee hier, Montag war dann quasi „leer“. Morgens um 8 stand ein Handwerker vor der Tür um etwas zu korrigieren, was beim Bau falsch angeschlossen wurde, gegen Mittag in der Froschkönig zur Uni nach Hamburg gefahren
Gestern war ich beim Rammsteinkonzert. Und es ist genau so, wie ich seit Jahren sage: Das MUSS man einfach mal erlebt haben. Übrigens auch das Musikvideo zu „Engel“ habe ich zu einer Zeit im Fernsehen entdeckt, als die Herbstferien noch kurz waren: 1997.
Heute warte ich noch auf ein Paket um dann nochmal einzukaufen und anschließend Kekse zu backen. Zimtsterne, s/w-Gebäck und Vanillekipferl. Mjam. Außerdem gehe ich noch mit meiner Mutter ins Kino und schauen uns das vampirgeschwängerte , unterlippenkauende Mädchen an.
Morgen geht’s zur Oma, wo ich mir dann eine Geflügelschere ausleihe, da ich abends ein Hähnchen grillen möchte. Mit einem Weber-Grill gibt es KEIN An- und Abgrillen, da wird DURCHgegrillt!!! Den Grill wollte ich vorher auch noch schrubben…
Freitag habe ich schon drei Termine, einen beim Arzt, dann Urlaubsbesprechung und schließlich noch Weihnachtsfeier mit der Station. Indisches Buffet.
Am Samstag sollte es ursprünglich zur Uni gehen, aber der Froschkönig hat irgendwo spontan zwei Karten für „Ben Hur“ in der KölnLanxess-Arena her.
Sonntag ist schon wieder voll mit Familie. Weihnachtsbaum schmücken bei Mama. Und wieder Tee trinken und weinen, dass der Urlaub schon vorbei ist.

Als Kind hatte ich nicht so viel vor. Alles war eher spontan. Jetzt habe ich so viel vor, dass ich es schon planen muss und obwohl das ja nur Dinge sind, die ich gerne mache, und für die ich außerhalb des Urlaubs kaum Zeit habe, kommt es mir dadurch nicht mehr wirklich wie Freizeit vor. Hätte ich jetzt aber eine Woche wirklich gar nichts vor, würde ich mich langweilen. Vielleicht würde ich dann zum Sport gehen. Lernen würde ich dann trotzdem nicht. Fenster putzen auch nicht. Und wenn doch, würde ich – wie jetzt auch – denken, dass ich ja so viel zu tun habe und eine Woche eigentlich viel zu kurz ist.

Mit dem Alter vergeht die Zeit einfach viel schneller.

Das Paket ist mittlerweile angekommen, ich kaufe dann mal Butter und Bittermandelaroma.