Flechtwerk – Eis & Schnee

Gaaaanz große Neuigkeit!

Nachdem ich jetzt drei Jahre lang jedes einzelne Theme DER Blogkooperation zum Thema „lange Haare“ verfolgt habe, gehört mein kleines Blog nun also selbst zu dieser Runde – was für eine Herausforderung!

Das heutige Thema ist also „Eis und Schnee“.

Da ich wirklich gerne mit dem gestartet wäre, was ich zum Thema „lange Haare“ hier am besten kann – tolle Fotos zeigen, die meine Freundin Tanja gemacht hat – habe ich seit der Anfrage vor ein paar Wochen auf DEN Wintertraum gehofft.

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Kleiner Ausflug mit Mama

Jedes Jahr über Fronleichnam ist im Aachener Süden in dem kleinen Örtchen Kornelimünster ein historischer Jahrmarkt.
Vom Froschkönig auch mehr oder weniger lieblos „Ökomarkt“ genannt. Dabei waren wir bisher glaube ich noch nie zusammen dort…
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(M)ein Tag!

Mein Geburtstag ist jetzt schon eine ganze Weile her, aber es war ein toller Tag!

Der Froschkönig hat sich auf Malta mit der englischen Sprache vergnügt und meine Mutter und ich wollten eigentlich nach Vrouwenpolder, ab ans Meer!
Der Wetterbreicht hat uns allerdings davon abgehalten: Sturm, Sturm, nochmehr Sturm und etwas Regen.

Also sind wir nach Aachen gefahren, haben im Café Haus gefrühstückt und sind mit der Kamera vom Froschkönig durch die Stadt gelaufen. Dort war das Wetter absolut klasse!

Und obwohl ich jetzt schon seit fast 3 Jahren ganz nah am Tagebau wohne, muss ich ja gestehen, dass ich erst an diesem sonnigen, aber windigen Tag endlich mal einen der vielen Aussichtspunkte besucht habe.

Impressionen

Aachener Dom

Aachener Dom

Aachener Dom

Aachener Dom

Aachener Dom

Das haekelschwein durfte natürlich mitkommen. Und eine Kerze im Dom anzünden gehört ja schon irgendwie dazu…

Der Kreislauf des Geldes

Blümchen

Mein Freund der Baum

Herbstmädchen

Der Elisengarten war auch wundervoll herbstlich. Und ich sollte einen Baum umarmen… mein Freund der Baum 😀

Dickes Ding

Fotofieren 1

Fotofieren 2

Einige dieser Bilder könntet ihr schon von meinem Twitter-Account kennen…

Dieser kleine Knirps war uns völlig unbekannt. Er spang aber aufgeregt um mich herum und wollte unbedingt „fotofieren“.
Wie soll man denn da „nein“ sagen?

Wettermeckern

Nachdem ich letztes Jahr oft über den Winter, den Schnee und die Kälte gemeckert habe, gefallen mir die Straßenverhältnisse dieses Jahr ausgesprochen gut. Diese Bodenhaftung ist wundervoll.

Aber uns Menschen kann man es doch nie recht machen:

Jetzt fehlt mir das Weiß. Irgendwie passten die beiden letzten Jahre fast schon in ein Bilderbuch. Ich würde das Haus so gerne einmal bei Sonnenschein und mit dicker, weißer Mütze fotografieren! Jetzt passt der Anblick eher in einen Dokumentarfilm über die globale Erwärmung, die Temperaturen kann man ja nicht sehen.

Aber lieber sonnig, klirrend kalt und trocken, als matschiger Fußboden. Regenmatsch.

Ich öffne die Augen

Mittlerweile ist draußen ja schon nahezu jeder Baum saftig grün, doch vor 2 Woche dachte ich noch bei jeder Autofahrt, dass ich in den letzten Jahren wirklich blind gewesen sein muss.

Wie konnte ich die Augen so effektiv vor dem verschließen, was jedes Frühjahr um uns herum geschieht?

All die weißen und rosafarbenen, die großen und kleinen Blüten.
Die Blätter, die vom einen auf den anderen Tag plötzlich da sind.
Bäume gleicher Gattung direkt nebeneinader, einer davon bereits mit zarten grünen Spitzen, der andere ganz kahl, nur dunkelbraune Äste.
Das Vogelgezwitscher, das plötzlich da herkommt, wo kurz zuvor noch Ruhe war.

Mein erster Gedanke war, dass ich es in den 5 Jahren mitten in Aachen nicht so wahrnehmen konnte. Doch als ich vor genau 2 Wochen durch die Straßen fuhr, habe ich es auch dort gesehen. Es sprang mir in die Augen. Die Bäume verwandeln sich nicht nur am Rand der Autobahnen.

Es gibt keine Entschuldigung, ich hatte noch viel mehr Möglichkeiten es zu sehen. Ich bin schließlich größtenteils als Fußgänger durch die Straßen gegangen. Ganz ohne Abschirmung. Ich war mittendrin. Und doch nicht da.

Es ist so wunderschön.

Küss die Sonne!

Was müssen unsere Nachbarn bloß denken? Da steht schon wieder ein anderer Peugeot vor unserer Türe.

Küss die Sonne!

steht auf dem grauen 207 CC. Oh ja! Sonne, warm – das wäre jetzt schön.

Küss die Leitplanke!

war wohl unser Motto letztes Wochenende. Wir, das sind das kleine Schwarze und ich.
Einsam und verlassen standen wir auf der Autobahn, mitten auf einer Eisfläche. Dem Kleinen ging es wohl nicht schnell genug. Es hat nicht verstanden, dass man bei diesem komischen weißen Zeug auf der Autobahn langsam fahren muss und war dann wohl trotzig, als es das dennoch tun musste.

Nun muss ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Auto mit Stufenheck fahren. Und das bei dieser Parkplatzsituation!

Viel schöner wäre das doch bei 20°C und Sonnenschein. Und Urlaub natürlich. Nicht für den Weg zur Arbeit und zurück im Schnee.

Wintersport

Sind nicht momentan wieder irgendwo in Norwegen oder so Wintersport-Wettkämpfe?

Liebe Sportler, hier bei mir direkt vor der Hautüre können sie sich austoben. Überschüssige Kräfte in freie Straßen und Bürgersteige verwandeln.
Und mein Auto suchen.

Irgendwo unter dem weißen Pulver muss es sein. Mein kleines Schwarzes. Die Nachbarn glauben scheinbar nicht, dass ich damit morgen noch zur Arbeit fahren möchte. Sie haben einfach vorne und hinten große Schneeberge aufgetürmt.

Langsam glaube ich das übrigens auch nicht mehr.
Die Erkenntnis kam mir beim Entfernen des hinteren Schneeberges. Als er weg war, war da, wo ich mit dem Schneeschaufeln angefangen habe schon wieder eine neue Schneedecke. Ca. 2 cm. Und es schneit weiter.
Für meine Nachbarn mag das ja ein großer Spaß sein… sie können endlich wieder rund um die Uhr Schnee schaufeln. Aber ich bin kein Sportler. Ich mag keine körperliche Anstregung. Mir tun jetzt schon alle gebrauchten Muskeln weh und ich will nicht wissen, wie das morgen wird!
Dann noch die miserable Parkplatzsituation, sowohl hier vor der Haustüre als auch am Krankenhaus – da ist es ja ohnehin immer ein Abenteuer ein Plätzchen zu finden, wie das bei 40 cm Schnee aussieht will ich mir gar nciht vorstellen!

Aber ich muss morgen zur Arbeit. Irgendwie. Und zu Fuß ist es dann doch zu weit. Ob die Busse so früh schon fahren? Ob die Bahn einigermaßen pünktlichfährt? Ob beide überhaupt fahren?

Liebe Wintersportler, für’s Erste habe ich mein Auto gefunden, aber vielleicht helft ihr mir morgen früh es auf die Schneepiste zu heben?

Es ist einfach wieder zu früh dafür. Weiße Weihnacht…. bis da sind es noch drei Wochen!

Am Anfang war ein Ohr…

…oder ein Auris.

Jetzt sind es drei Peugeots. 206+, 308 und 308 CC.
Klingt nach Autos. Vielen Autos! Mehr als nur diesen vieren um genau zu sein.
Aber der Auris an sich war eben der erste von acht. Und eine Geschichte für sich.

Der Froschkönig war zunächst vollkommen begeistert von dem Auto. Dieses traumhafte blau! Blau ist ja ohnehin toll. So… blau!
Dann kam die erste Zerreißprobe. Zunächst sah es danach aus, dass sie Aachen in einem denkbar schlechten Licht darstellt. Doch schon bald stellte sich heraus, dass sie nur der Anfang einer langen Kette von schlechten Erlebnissen war. An einem Sonntag Nachmittag im Spätsommer 2007 wurde die Scheibe der Beifahrertüre eingeschlagen. Für 2,50 Euro und einen Personalausweis.
Schon kurz darauf machten sich die Bremsen zum ersten Mal bemerkbar. Zunächst noch recht dezent und mit lauter Musik ausblendbar. Dann wurde es jedoch penetranter und Toyota montierte die ersten „Antiqietschbleche“. Ohne Erfolg. Sie wiederholten dies im Laufe der drei Jahre auch noch etliche Male. Kein Blech half. Auch „Antihitzebleche“, die ein anderes Problem beheben sollten, wurden mehrfach ausgetauscht. Einzig die Funktion der Bremsen, die ja so groß in den Nachrichten waren, war zuverlässig. Gelegentlich musste man die Fußmatte zurückziehen, weil sie sich eben im Pedal verfing, aber darauf hat man ja immerhin Einfluss.
Keinen Einfluss hat man auf andere Verkehrsteilnehmer. Da wären zum Beispiel Taxifahrer. Einer wollte auf der Autobahn die Spur wechseln. Ihm war dabei das Ohr völlig egal. Beifahrerseite neu. Auch Pizzaboten sind Verkehrsteilnehmer. Und dieser eine ganz speziell hielt die Handbremse für unnötig. Er versuchte statt dessen mit seinen Beinen das Auto aufzuhalten und landete dabei auf der Motorhaube. Aber die wurde ja kurz darauf ohnehin neu lackiert denn auch LKW-Fahrer sind nicht so leicht zu beeinflussen. Unerwünschte Ladung, in diesem Fall Eisplatten auf der Plane des Anhängers, darf sich wenn es nach ihnen geht auch mitten auf der Autobahn wieder verabschieden. Motorhaube ausbeulen und neu lackieren. Falscher Lack. Zu spät gesehen, es war Winter und das Licht entsprechend schlecht.

Die Entscheidung das Fahrzeug nach dem Auslaufen des Leasingvertrages zu übernehmen – oder eben nicht – fiel entsprechend leicht. Pech ist gar nicht schwarz sondern blau. Und quitscht! Auris. Nicht gold, sondern Ohr!

Die Unzufriedenheit mit dem Auris gipfelte dann darin, dass der Froschkönig am letzten Pfingstwochende sein zukünftiges Auto zur Probe hatte. Der zweite Peugeot. Ein schwarzer 308 CC mit viel Werbung. Danach war er noch unzufriedener mit dem pechblauen Stück und war umso entsetzter, als er erfuhr, dass sich die Lieferung seines Cabriolets verzögern würde.
Beeindruckt von der ausgezeichneten, französischen Löwenqualität ließ er sich für die Wartezeit einen kleinen Werkstattwagen geben. Einen 207. Grau. Mit viel Werbung.

Dann kam er. Der braune, rassige 308 CC. Mit seiner samtigen, grauen Haut. Aus Leder. Überall. Und ganz ohne Werbung.
Doch was war das?! Schon am ersten Abend ging eine Kontrollleuchte an. Sollte das etwa wieder der Anfang vom Ende sein?! Die zuvorkommende Werkstatt behob den Fehler innerhalb eines Tages. Der wurde natürlich wieder mit einem Werkstattwagen – der bereits bekannte 207 – überbrückt.
Denkste. 15 km hat es gehalten da leuchtete sie ihn wieder in ihrem grellen Orange an. Bis zum Montag musste sie also leuchten. Eine Leuchte für irgendwie 30 und mehr Fehlermeldungen hieß es in diversen Bastlerforen. Montag dann ein neuer Korrekturversuch. Als kleinen Trost gab es jetzt zum ersten Mal einen 308. Mit viel Werbung. Zum edlen Auto hieß es irgendein Stecker locker. Jetzt läuft er. und das schon seit mehreren tausend Kilometern.
Dennoch musste er noch einmal in die Werkstatt. LKW-Fahrer scheinen auch vor schönen Autos nicht Halt zu machen. Dieser eine fand ihn besonders anziehend. So anziehend, dass er sich mit ihm die Autobahnauffahrt teilen wollte. Und dabei den fahrerseitigen Außenspiegel aus dem Weg schaffte. Nicht ohne dabei Kotflügel, Fahrertüre und A-Säule einzubeziehen. Hier kommt Löwe Nummer 6 ins Spiel. Ein 308 ohne Werbung. Einfach nur weiß. Die Werkstatt hat alles erneuert. Die Unglücksteile haben das Auto also verlassen. Vielleicht mag der LKW-Fahrer sie ja haben?! Er fühlte sich doch zu dazu hingezogen.
Außerdem fehlt ja noch etwas für das wirklich schlechte Omen: Das Quitschen.

Dauerhaft steht da also die Nummer eins. Mein kleines Schwarzes. Und das edle Cabriolet. Die Nummer 4. Und vorübergehend jetzt noch ein 308 in anthrazit. Nummer 7. Er sucht derzeit noch nach einem eigenen Zuhause.

Was müssen unsere Nachbarn nur denken?

Rosenmontagszug in der Vorstadt

Ich gebe es zu: Ich bin Karnevalist. Und ich bin es gerne!

Es macht mir unglaublichen Spaß, und das jedes Jahr, in der Stadt meiner Kindheit im Rosenmontagszug mitzugehen. Trotz diverser wiederkerhrender Begleiterlebnisse, die einem die Freunde daran nehmen könnten:

  • Dieser Kostümwettbewerb, eigentlich soll er die Qualität der Kostüme, und somit des gesamten Zuges fördern. Mit gewissem Erfolg. Und dem Nebeneffekt des Neides, Gerüchten um Bestechung, voreingenommene Jury, …
    Kann man nicht einfach ein tolles Gruppenkostüm haben und sich freuen, wenn man dafür noch einen Preis bekommt? Muss man da die anderen dafür verurteilen, dass sie mehr „Anerkennung“ erhalten haben? Anerkennung. Darum geht es doch eigentlich im Karneval gar nicht!
    Um Spaß geht es. Und den verderben sich zu viele schon bei der Aufstellung durch Missbilligung der anderen Gruppen, in der Angst, dass diese „besser“ sein könnten.
  • Die Kälte, dieses Jahr so schlimm wie nie. Stundenlanges Warten. Eine Stunde vor dem Start schon zur Aufstellung gehen. Rumstehen. Warten. Und dabei frieren. Die Bewegung fehlt dann einfach und kann auch durch beste Stimmung und Karnevalsmusik nicht in ausreichendem Maße erreicht werden.
  • „Bettelnde Kinder am Straßenrand“, vorgeschubst von ihren Eltern. Die Plastiktüte weit aufgehalten. Und immer wieder dieser fordernde Ruf. „Alaaf!“ Gut gelaunt, erfreut, spaßig sollte er klingen. Aber er klingt fordernd. Wird immer wiederholt. Geht man an der Tüte vorbei ohne sie mit „Kamelle“ zu füllen kann auch schonmal ein anderer Ruf folgen. „Schlampe!“
    Leider, ob das jetzt politisch korrekt ist wage ich anzuzweifeln, aber es ist das, was wir beobachten konnten, sind diese Kinder nahezu immer aus Familien mit Migrationshintergrund. Im Hauseingang steht die Mutter mit Kopftuch und bewacht die bereits gefüllten Tüten. Die Vermutung, dass gar nicht „Alaaf „sondern „Allah“ gerufen wird hatten einige aus unserer Gruppe.
  • Halbstarke, denen bewusst geworden ist, dass die meisten da hin werfen wo viele Kinder stehen, sind auch so eine Sache. Der Kerl, ich würde sagen etwa 15 Jahre alt, der sich auf den Boden gekniet hat und rief „ich bin auch ein kleines Kind“ war schon irgendwie beeindruckend. Nichteinmal ein Kostüm hatte er an. Im Kontrast dazu die kleine Prinzessin, schätzungsweise 5 Jahre alt. Sie rief: „Ich will nichts mehr!“

Aber es war wieder ein schöner Rosenmontag. Trotz übelster Witterungsbedingungen standen so viele am Straßenrand. Mehr als letztes Jahr. Und es wurde viel aufgehoben. Nicht nur Waffeln und Chips. Das, was liegen blieb, hätte wohl auch niemand mehr essen sollen. Bonbons in undichter Verpackung in salzigen Schneepfützen.

Guten Appetit. Mit freundlichen Grüßen Ihr Zahnarzt.