Schnee verkauft sich schlecht

Ich war heute nochmal kurz beim Autohaus meines Vertrauens. Dabei fiel mir sofort eine Veränderung zu meinem letzten Besuch auf:

Die Gebrauchtfahrzeuge auf dem „Hof“ waren wieder als Autos zu erkennen.
Sprich: Vom Schnee befreit.

Letztes Mal hatte ich mir schon überlegt, dass diese weißen Hügel sich doch sicher nicht sonderlich gut verkaufen. Ist ja quasi die Katze im Sack. Oder eben das Auto unterm Schnee. Solche Berge hat schließlich derzeit jeder vor der Haustüre, warum also noch einen kaufen?

Laut Auskunft des Autokäufers hat sich die Schaufelaktion auch bereits gelohnt: Autos wurden verkauft. Der „Hof“ ist schon leerer geworden. Man soll ja schließlich vor dem Jahreswechsel auch aufräumen, keine Wäsche hängen lassen, kein schmutziges Geschirr rumstehen haben, …

Und im neuen Jahr dann ganz viele gute Vorsätze haben…

Kopfbombe

Nur weil ich so schrecklich internetsüchtig bin, sitze ich überhaupt am Rechner. Außerdem muss ich zum Tippen ja nicht zwangsläufig auf den Monitor gucken. Ich starre bei meinem 4 Finger-Suchsystem ja ohnehin zumeist auf die Tasten.

Da wird man morgens eingentlich ganz sanft mit einem Lichtwecker behutsam aus dem Land der Träume gelockt und eines Tages läuft es so viel anders:

Langsam aber sicher wird der Wecker heller. Und zeitgleich zum Erwachen ist da dieser Schmerz. Rechts oben sitzt er. Und solange die Augen geschlossen bleiben, verharrt er dort auch. Aber wenn man sie öffnet und ein wenig Licht wahrnehmen lässt, breitet er sich im sofort aus. Explosionsartig zerreißt es fühlbar die gesamte rechte Gehirnhälfte.
Ein Blick in den Spiegel straft dieses Gefühl lügen. Der Kopf sieht normal aus. Zerzauste Haare. Ein wenig blass vielleicht. Wie immer. Aber keine Anzeichen von Zerstörung.
Es sind ja noch ein paar Minuten bis zum Klingeln. Also Geduld. Doch schon mit dem ersten Ton wird der Schmerz erneut zur Detonation gebracht.
Medikamente sollten jetzt eigentlich die Arbeitskraft sichern. Ein wenig legales Doping. Doch auch nach gut einer halben Stunde sind die Effekte von Licht und Ton umwerfend. Lähmend.

Erst einen Wirkstoff und viele Stunden später stellt sich so etwas wie Konstanz ein. Das Tastendrücken des Froschkönigs, seine Telefonate sowie das Tageslicht bringen den lokalen Schmerz rechts oben nicht mehr aus der Ruhe. Er bleibt einfach dort sitzen und springt nur noch beim grell weißen Anblick des Schnees oder dem Geschirrklappern in der Küche auf.

Nun sitzt er weiter dort an seinem Platz. Gut sichtbar, aber unauffällig. Und die Hoffnung ist da, dass er mich diese Nacht einfach verlässt.

Oh du fröhliche!

Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr mir dieser Schnee auf die Nerven geht.

1. Andauerndes Schneeschaufeln. So viel Sport treibe ich das ganze Jahr über nicht. Und möchte ich auch gar nicht!

2. Rutschgefahr beim gehen, laufen und fahren. Die Schrecksekunden sind nicht mehr einfach zu zählen.

3. Parkplatzsuche ist Krieg! Und Krieg ist bekanntlich etwas negatives. Nichts wünschenswertes.

4. Trotz pünktlichster Bestellung sind diverse Geschenke noch immer nicht hier angekommen. Stecken wohl auch im Schnee fest.

5. Auch wenn es eigentlich nur ein beliebiger Anlass ist, sich mit der gesamten Familie zusammezurotten, ist mir dieses Fest doch irgendwie wichtig. Zu nahezu keinem anderen Anlass, außer eventuell dem Geburtstag meiner Oma, sehe (und höre!) ich sie nahezu alle gleichzeitig. Und dieses Jahr war das anders.

Witterungsbedingt war eine Fahrt zu Oma/Mama nicht möglich. Ich habe also eine neue Form von Heilig Abend kennengelernt.

Es ist so angenehm zu wissen, dass das nächstes Jahr wieder etwas normaler abläuft. Der Mensch ist und bleibt eben ein Gewohnheitstier.

Küss die Sonne!

Was müssen unsere Nachbarn bloß denken? Da steht schon wieder ein anderer Peugeot vor unserer Türe.

Küss die Sonne!

steht auf dem grauen 207 CC. Oh ja! Sonne, warm – das wäre jetzt schön.

Küss die Leitplanke!

war wohl unser Motto letztes Wochenende. Wir, das sind das kleine Schwarze und ich.
Einsam und verlassen standen wir auf der Autobahn, mitten auf einer Eisfläche. Dem Kleinen ging es wohl nicht schnell genug. Es hat nicht verstanden, dass man bei diesem komischen weißen Zeug auf der Autobahn langsam fahren muss und war dann wohl trotzig, als es das dennoch tun musste.

Nun muss ich zum ersten Mal in meinem Leben ein Auto mit Stufenheck fahren. Und das bei dieser Parkplatzsituation!

Viel schöner wäre das doch bei 20°C und Sonnenschein. Und Urlaub natürlich. Nicht für den Weg zur Arbeit und zurück im Schnee.

Apropos…

…weiße Weihnacht:
So heißt mein Lieblings-Weihnachtstee.

Ich mag es nicht, wenn ein Tee so stark nach Zimt und Co. schmeckt. Und genau das tun die meisten „Weihnachtstees“. Und dennoch möchte auch ich in der kalten – und derzeit auch sehr weißen – Adventzeit zum Stollen einen mollig warmen, passenden Tee trinken. Ausnahme gefunden. Bei TeeGschwender.

Dieser weiße Tee schmecht lecker vanillig, fast wie Vanillekipferl. Und kein bisschen nach Zimt! Luxus pur.

Wer Tee mag:
Unbedingt probieren!!!

Wintersport

Sind nicht momentan wieder irgendwo in Norwegen oder so Wintersport-Wettkämpfe?

Liebe Sportler, hier bei mir direkt vor der Hautüre können sie sich austoben. Überschüssige Kräfte in freie Straßen und Bürgersteige verwandeln.
Und mein Auto suchen.

Irgendwo unter dem weißen Pulver muss es sein. Mein kleines Schwarzes. Die Nachbarn glauben scheinbar nicht, dass ich damit morgen noch zur Arbeit fahren möchte. Sie haben einfach vorne und hinten große Schneeberge aufgetürmt.

Langsam glaube ich das übrigens auch nicht mehr.
Die Erkenntnis kam mir beim Entfernen des hinteren Schneeberges. Als er weg war, war da, wo ich mit dem Schneeschaufeln angefangen habe schon wieder eine neue Schneedecke. Ca. 2 cm. Und es schneit weiter.
Für meine Nachbarn mag das ja ein großer Spaß sein… sie können endlich wieder rund um die Uhr Schnee schaufeln. Aber ich bin kein Sportler. Ich mag keine körperliche Anstregung. Mir tun jetzt schon alle gebrauchten Muskeln weh und ich will nicht wissen, wie das morgen wird!
Dann noch die miserable Parkplatzsituation, sowohl hier vor der Haustüre als auch am Krankenhaus – da ist es ja ohnehin immer ein Abenteuer ein Plätzchen zu finden, wie das bei 40 cm Schnee aussieht will ich mir gar nciht vorstellen!

Aber ich muss morgen zur Arbeit. Irgendwie. Und zu Fuß ist es dann doch zu weit. Ob die Busse so früh schon fahren? Ob die Bahn einigermaßen pünktlichfährt? Ob beide überhaupt fahren?

Liebe Wintersportler, für’s Erste habe ich mein Auto gefunden, aber vielleicht helft ihr mir morgen früh es auf die Schneepiste zu heben?

Es ist einfach wieder zu früh dafür. Weiße Weihnacht…. bis da sind es noch drei Wochen!