Sport ist Mord #13 – Geteilte Freude

Vor etwa einer Woche habe ich ja erzählt, dass der Froschkönig letztes Jahr mit „Fit ohne Geräte“ in ziemlich kurzer Zeit sehr erfolgreich war.

  • sichtlicher Muskelaufbau
  • Zunahme der Körperspannung (aufrechtere Haltung)
  • ich meine mich auch an eine ausgeglichenere Stimmung zu erinnern

Zu dieser Zeit habe ich mehr oder weniger erfolgreich meine „Laufskills“ verbessert.

Leider kann er sich jetzt so gar nicht mit mir freuen.
Als ich ihm das erzählt habe – musste ich ja spätestens, als er mehrere Tage am Stück hier war und ich das Training nicht einfach „geheim halten“ konnte – hat er das nur kurz abgenickt.
Weitere Erzählungen, z.B. dazu, dass ich froh bin, wieder mein Training absolviert zu haben, in einer Übung einen Schwierigkeitsgrad aufsteigen konnte oder auch Fragen dazu, wie er dieses und jenes letztes Jahr gemacht hat, findet er störend.

Ich mag mich nicht mit dir darüber unterhalten, dann fühle ich mich schlecht.

Er kann sich nicht mit mir freuen.
Im Gegenteil: Wenn ich mich über meine Erfolge freue, bekommt er sogar ein schlechtes Gewissen, weil er nichts macht. Oder auch, weil er das „Programm“ letztes Jahr nicht sorgfältig gelesen und schnell die Lust daran verloren hat.
Wenn man innerhalb von wenigen Wochen bei allen Übungen die „Maximalstife“ erreicht und sich nicht mehr steigern kann, wird’s natürlich schnell langweilig.

Aber ich hab halt auch schon Erfolge zu verbuchen!
In einigen Bewegungskategorien konnte ich den Schwierigkeitsgrad schon deutlich steigern.

Wenn das so weiter geht, bekommt ihr bald eine Buchrezension von mir.
Allerdings möchte ich vorher noch das Kapitel zur Ernährung lesen. Ich hab es noch nicht ganz durch, aber mir sagt schon mal zu, dass er für Lebensmittel „ohne Zutatenliste“ wirbt.

Ich werde berichten, wie es so weiter geht!

Vermeidungsstrategie

Das Gefühl versagt zu haben lässt sich ganz leicht vermeiden. Einfach nicht um etwas bemühen, nur wenig Energie investieren.

Wenn ich z.B. jetzt mein Examen gut absolviere, dann freue ich mich. Wird es nicht so toll, bin ich trotzdem nicht enttäuscht. Ich ärgere mich höchstens über mich selbst. Schließlich hätte ich es besser gekonnt. Wenn ich denn mehr Zeit und Fleiß darin investiert hätte.

Hätte die Vorbereitung in viel Mühe, Entschlossenheit und Anstrengung bestanden, dann würde mich das noch mehr freuen. Es wäre dann der gerechte Lohn. Ein schlechtes Abschneiden würde mich allerdings enttäuschen. Mich entmutigen. Mir das Gefühl geben, dass ich so schlecht auch ohne all diese „Opfer“ hätte abschneiden können.

Scheiß Konjunktiv.

Mittlerweile liegt das alles hinter mir. Ich habe bestanden. Und zwar viel besser als erwartet. Ich bin glücklich. Erleichtert. Und irgendwie muss ich es ja verdient haben. Auch wenn ich nicht das Gefühl habe wirklich etwas dafür getan zu haben.

Call me nurse.