Wiesn, Dirndl und eine Flechtfrisur

Heute geht es wieder los.
Das größte Volksfest schlechthin.
Das Oktoberfest.
Die Wiesn.

Wie auch immer.

Ein Mal war ich da. Vor 7 Jahren. Mit dem Froschkönig.
Es hat aus Eimern geschüttet und nachdem wir von unserem Gastgeber dazu überredet wurden erstmal ein wenig über das Gelände zu gehen und uns die Wiesn noch vom Riesenrad aus anzusehen, saßen wir schließlich trocken in einem der großen Zelte.
Der Froschkönig hatte sich in diesem Jahr vorgenommen keinen – also wirklich gar keinen – Alkohol zu trinken und hat sich auch daran gehalten.
Also kein Maß für ihn.
Und für mich auch nicht.
Ich war nie ein großer Biertrinker und fühlte mich überhaupt sehr „deplatziert“. Zusammen mit mehreren „Einheimischen“ in richtiger Tracht saß ich da in Jeans und T-Shirt

Aber es war verdammt lustig und ich würde in ähnlicher Runde wirklich gerne nochmal hin.

Inzwischen bin ich aus ganz anderem Grund selbst im Besitz eines Dirndls.
2013 war das Sitzungsmotto in meinem „Heimat-Karnevalsgedöns“ irgendwss mit Gardestadl und Madl.
Passendes Kostüm war also ein Dirndl und ich hab mir nach laaaaaangem Überlegen dieses hier gekauft:

Was man nicht erkennt ist, dass ich mir sogar einen farblich perfekt passenden Nagellack gekauft habe.

Eigentlich mag ich es. Aber wenn ich mir nochmal eins kaufen würde, wäre es eins in etwas „traditionelleren“ Farben. Blau wäre toll.

Tatsächlich habe ich es nur einmal der Größe wegen anprobiert und dann heute für die Fotos angezogen. Denn letztes Jahr habe ich Karneval leider komplett flach gelegen.

Beim Anziehen heute ist mir dann bewusst geworden, dass meine Sportelei Wirkung hat. Ich habe es in den obersten 10 Zentimetern nur mit Mühe zubekommen. Nicht, weil ich zugenommen habe, sondern weil da offenbar Muskulatur aufgebaut wurde.

Das Dirndl werde ich also verkaufen.
Aber ich möchte ein neues haben, auch wenn es wirklich unwahrscheinlich ist, dass ich in naher Zukunft nochmal die Gelegenheit habe, eins zu tragen.

Dazu hab ich auch die Haare geflochten.
Freie Tage eignen sich dafür hervorragend. Im Gegensatz zu den Dutts aus meinem Adventskalender nimmt das Flechten mit zunehmender Haarlänge entsprechend mehr Zeit in Anspruch.

Hierfür werden 3 Zöpfe geflochten, die dann nacheinander flach am Kopf festgesteckt werden.

Ich persönlich bin ja ein großer Fan von „fester Kleiderordnung“ zu bestimmten Anlässen. Egal ob das jetzt ein buntes Karnevalskostüm, ein Abendkleid oder eben ein Dirndl ist.
Alle drei trage ich unglaublich gerne und würde mir viel mehr Anlässe dafür wünschen.

Wart ihr schonmal „auf der Wiesn“?
Habt ihr selbst auch ein Dirndl oder Lederhosen?
Welche Frisur würdet ihr dazu tragen?

 

 

Noch mehr Shopping-Zweifel

Letzte Woche habe ich von meiner Kleidersuche berichtet. In der Zwischenzeit sind hier noch weitere Päckchen eingetrudelt (Warum verschicken die das eigentlich alles einzeln?!).

Zwei Kleider brauche ich euch gar nicht erst zu zeigen.
Ebenso eine schön weiche Seidenbluse, die leider (an mir) aussieht, wie ein Schlafanzugoberteil.

Diese Bluse hingegen hat mich eigentlich überzeugt. Zarte Seide, fast komplett transparent:

Mit schwarzen Pumps.

Mit schwarzen Pumps.

Die Kommentare letztes Mal haben gezeigt, dass ich einerseits Schuhe zu dem Outfit tragen und andererseits, nicht einfach nur gerade dastehen sollte.

Außerdem habe ich die Bluse von Anfang an in die Hose gesteckt. Ist derzeit ja ohnehin wieder modern, wenn ich mir die Werbefotos so ansehe… auch wenn ich bisher nur meine Unterhemden so getragen habe.

Mit bequemen Ballerinas.

Mit bequemen Ballerinas.

Also ein Teil, das mich rein optisch (und auch haptisch!) überzeugt.
Aber reine Seide hat ihren Preis. In dem Fall knapp 80€.
Ähm ja. Ich zweifle also trotzdem, viel Geld für einen Hauch von nichts. Auch wenn es doch wirklich ein schöner Hauch ist, oder?

Nächstes Stück. Wieder ein Maxikleid. Leider auch wieder mit Empiretaille. Nennt man doch so, oder?

In Bewegung

In Bewegung

Hier habe ich mich ganz klar an den Hinweis von Heike gehalten, dass so ein Kleid eben Wind und/oder Bewegung braucht.

Das Kleid.

Das Kleid.

Auch wenn ich bei dem zweiten Bild wieder einfach gerade dastehe, finde ich, dass es deutlich weniger plump wirkt, als das aus meiner letzten Zweifelgruppe.

Ich ahne jedoch, dass es so viel besser fällt, weil es eben auch aus deutlich hochwertigeren, und ebenso hochpreisigen Materialien ist.
Der gemusterte Oberstoff ist genau wie die Bluse, aus 100% Seide. Soooooo schön wich fließend.
Und ebenso teuer mit fast 140€.
Zu teuer für ein Kleid, in dem ich mich vermutlich nicht zuletzt wegen des sehr tiefen Ausschnitts nie wirklich wohl fühlen würde?

Aber was sagt ihr dazu? Letztes Mal war eure Kritik wirklich hilfreich!

Shopping-Zweifel

Es gibt Leute, die haben einfach einen eigenen Stil, den ich sehr bewundere. „Mein Urmel“ ist eine davon.
Egal, ob sie Jeans und ein Bluna-Shirt trägt, oder ein tolles Kleid, weil sie zu einer Hochzeit eingeladen ist: Sie ist immer sie und es sieht immer schön aus.
Das war schon immer so.

Bei mir ist das anders.
Ich habe kein Gefühl für Mode.
„Sicher“ fühle ich mich mit blauer oder schwarzer Jeans und einfarbigem Shirt. Vorzugsweise schwarz.

Tatsächlich finde ich das aber inzwischen langweilig und irgendwie auch nicht mehr „passend“.
Ich liebe, zumindest an anderen, Röcke, Blusen, Kleider und alles, was irgendwie zart und „schön“ aussieht.

Letztes Jahr habe ich mir dann ein Kleid gekauft. Überwiegend Blau und grün. Von Desigual. Zart ist das definitiv nicht. Eher sportlich… aber ich mag es und trage es viel zu selten.

Im Frühling hab ich mir dann noch 3 Röcke gekauft:

  • ein knielanger Rock aus schwarzem, weichen Stoff mit vielen kleinen weißen Punkten
  • ein bodenlanger, blauer Baumwoll-Stufenrock
  • den gleichen Rock in weiß

Die letzten beiden gehen schon sehr in die Richtung „zart und schön“. Und ich liebe sie und fühle mich darin pudelwohl.

Jetzt im Sommer kamen wieder 2 etwa knielange Varianten dazu :

  • ausgestellt, schwarz, mit Häkelspitze am Unterrock
  • beige, gerade geschnitten

(Fast) Alles einfarbig. Ich will etwas mit Muster!

Und genau um diesen Versuch, soll es hier nach laaaaaanger Vorrede gehen:

Mein Versuch Sachen zu kaufen, die eben nicht einfarbig sind.

Kommen wir zu Kleid Nr. 1 – das VoKuHiLa-Kleid.

VoKuHiLa-Kleid mit Vogeldruck

VoKuHiLa-Kleid mit Vogeldruck

Ich bin mir bei diesem Kleid sehr unsicher. Ich glaube, dass es gut aussehen würde, wenn ich einen mintgrünen oder rosafarbenen Gürtel auf Höhe der „Raffung“ tragen würde. Hab ich aber nicht…

Vorne mit "Wickeltechnik"

Vorne mit „Wickeltechnik“ im unteren Bereich mit Klumpknieen

Zur Haarlänge finde ich es merkwürdig...

Zur Haarlänge finde ich es merkwürdig…

Kleid Nr. 2, das bodenlange „Ohne-BH-Kleid“.

Bodenlanger Traum oder Albtraum?

Bodenlanger Traum oder Albtraum?

EIGENTLICH mag ich das Kleid. Es fühlt sich gut an. Angezogen und trotzdem luftig. Und ich mag bodenlange Sachen. Ist bei meinen Stufenröcken ja auch so.

Aber macht mich das nicht noch kleiner, als ich ohnehin schon bin?

Und irgendwie ist der Schnitt auch so „umstandsmode“. Erstmal wirkt es von der Seite so, als hätte ich gar keine Brust mehr. Statt dessen jede Menge Bauch.

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Nur zu welchen Anlässen trägt man so ein Kleid? Doch nicht zum Einkaufen beim Metzger oder zum Essen beim Italiener, oder? Und nachmittags mit Freundinnen ins Café ist jetzt nicht gerade eine regelmäßige Beschäftigung…

Mal die Frisur im Detail...

Mal die Frisur im Detail… ich bin ja so froh, wenn die dunklen Spitzen irgendwann mal weg sind!

Nr. 3 ist kein Kleid sondern eher ein Rock und irgendwie auch ein Shirt.

Mir ist da etwas aufgefallen...

Irgendwie wirken meine Beine hier noch kürzer und der Oberkörper noch länger…

Um mal etwas anderes zu haben, musste eben auch dieses „Lagentop“ anreisen. Dunkelblau und eben einige Details in Weiß.

ABER:

Wie bitte wäscht man sowas?
Ich habe Sorge, dass der weiße Teil irgendwann hellblau verfärbt ist und ich das Ding immer einzeln beziehungsweise von Hand waschen muss.
Ehrlich gesagt habe ich darauf keine Lust.

Außerdem sehen die verspielten Details am Ausschnitt zwar hübsch aus, irritieren mich aber doch irgendwie, weil sie irgendwie „nutzlos“ sind…

Verspielte Details am Ausschnitt

Verspielte Details am Ausschnitt mit unlogischen Knöpfen

Und wie bitte sehen diese Strippen wohl in Bewegung aus? Diese 4 Dinger da schwingen dann immer von der einen zur anderen Seite…

Da schwingt doch was...

Da schwingt doch was…

 

Kurz: Ich weiß wirklich nicht ob ich etwas – und wenn ja was – davon behalte.

In solchen Situationen wünsche ich mir ein Vermögen und Shopping- bzw. Stilberater. Wollt ihr nicht vielleicht zumindest die letzten beiden Punkte einmal versuchen?

Ich bin mir wirklich sehr, sehr unsicher…

Investitionsstau in der Wäscheschublade

Es ist Pfingstmontag und brütend heiß – eine gute Gelegenheit nachzusehen, was Frau so „drunter“ trägt!

Ich muss gestehen, ich habe diesen Bereich jetzt längere Zeit eher stiefmütterlich behandelt. Ich kann sicher sagen, dass ich mir vor einem Jahr 2 neue Wäschesets gekauft habe. Ich brauchte einfach einen hautfarbenen BH und bin zu Hunkemöller. 2er-Set. Hautfarben und weiß. Dazu passende Höschen.
Meine ersten neuen BHs seit JAHREN (meint ca. 5?!).Und eigentlich zählen die auch nicht. Irgendwie sitzen die nicht soooo toll. Irgendwie besser als meine ausgeleierten, teilweise mehr als 10 Jahre alten Fetzen, aber eben nicht wirklich gut.

Ich habe bisher fast ausschließlich Unterwäsche von Marie Jo getragen. Irgendwie passten die mit ca. 18 Jahren echt gut und meine Größe machte zu dem Zeitpunkt auch nicht jeder Hersteller. Ich habe einen schmalen Brustkorb und mehr in der Bluse, als man so meint.
Vorrätig war diese Größe im lokalen Wäscheladen quasi nie. Alles musste extra für mich bestellt werden und es war gut zu wissen, dass es dann auch passt, weil ich immer einen Kaufzwang hatte. Heute weiß ich es besser.

Investitionsstau in der Wäscheschublade! - alte Unterwäsche von Marie Jo

Investitionsstau in der Wäscheschublade! – alte Unterwäsche von Marie Jo

Da fehlen eigentlich nur 2. Einen habe ich mir mal beim Haare färben versaut und der andere wurde von mir so dermaßen oft und gerne getragen (ich hatte ja anfangs auch noch nicht so viel Auswahl…), dass er noch schlimmer aussah, als die aktuellen Museuumsstücke.

Das Schildchen war mal "weiß-transparent", Häkchen passend zur Stofffarbe und wie neue Etiketten aussehen, weiß wohl jeder!

Das Schildchen war mal „weiß-transparent“, Häkchen passend zur Stofffarbe und wie neue Etiketten aussehen, weiß wohl jeder!

Vor ein paar Wochen hatte ich dann (endlich) das drängende Bedürfnis, mir neue,schöne Unterwäsche zu kaufen. Irgendwie hatte ich in Erinnerung, dass ich hier im ort irgendwo einen Wäscheladen gesehen habe. Dummerweise habe ich an der falschen Stelle gesucht und bin pitschnass, aber ohne Beute nach Hause gekommen.

In der folgenden Woche bin ich nach Aachen gefahren. Und zu Sinn Leffers gegangen.
Die große Auswahl kam mir sehr gelegen.

Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob sich meine Brustform in den letzten Jahren vielleicht so sehr verändert hat, dass ich eigentlich eine andere Größe, oder zumindest einen anderen Hersteller bzw. eine andere BH-Form brauche. Irgendwie wirkten meine alten Fummel immer etwas zu groß in letzter Zeit.

Meine Wünsche im Laden waren:

  • 3-4 Sets: Hautfarben, Schwarz, etwas Buntes und wenn mich noch etwas überzeugt, muss es mit. Gerne auch mit Spitze.
  • wenig Nähte, ich mag es nicht, wenn sich der BH stark unter der Kleidung abmalt
  • gepolstert, ich bin eine Frostbeule und das muss nicht jeder sehen

Die (erste) Verkäuferin war sehr bemüht. Hat aber tatsächlich nichts gefunden, die Größe falsch eingeschätzt und war sehr froh, als sie Unterstützung durch ihre sehr erfahrene Kollegin erhielt.
Die (zweite) Verkäuferin stellte dann fest, dass ich noch immer die gleiche Größe tragen kann und sollte, und auch mein bisheriges Standard-Modell von Marie Jo passt noch 1a. Meine alten Lumpen sind einfach nur ausgeleiert.

Ich kaufte dort leider nur 2 BHs und ein Höschen. Mehr war in meiner Größe nicht vorrätig.

Aber ich machte dabei DIE Entdeckung schlechthin:

Passionata macht ein viel schöneres Dekoltée.

Ich hatte schonmal einen BH von Passionata. Vor 13 Jahren. Da hatten die aber noch nicht meine passende Größe und er saß einfach nicht gut. Aber auch damals waren sie schon deutlich günstiger als Marie Jo.
Für das Geld, was bei Marie Jo ein Höschen kostet, bekommt man bei Passionata schon fast den BH.

Mit dieser neuen Erkenntnis ging ich also Online-Shoppen. Und fand Enamora. Ein Online-Shop mit großer Passionata-Auswahl.

1x Marie Jo, 4x Passionata

1x Marie Jo, 4x Passionata

Wie man sieht, konnte ich schließlich doch noch alle Wünsche erfüllen. Und ich fürchte, dass ich in Zukunft regelmäßiger Unterwäsche kaufen werde.

Ich hatte schon fast vergessen, wie neuer Stoff aussieht

Ich hatte schon fast vergessen, wie neuer Stoff aussieht

Auf jeden Fall brauche ich noch 1 oder 2 weitere hautfarbene Sets. Ich trage im Sommer sooooo gerne weiße Shirts! Und weiße Unterwäsche kann man dabei nicht gebrauchen.
Wie gesagt: Ich mag es, wenn es sich möglichst wenig „abmalt“. Und damit meine ich nicht nur Nähte.
Im Winter werde ich dann wieder mehr schwarz benötigen…

Insgesamt habe ich jetzt schon 2x bei Enamora bestellt – hab mir nämlich überlegt, dass ich gerne immer 2 passende Höschen pro BH haben möchte. Von meinen schwarzen H&M-Basic-Dingern möchte ich mich allmählich verabschieden und mehr passende Sets tragen. Das fühlt sich doch irgendwie „schöner“ an.
Bei beiden Bestellungen gab es das hier als Geschenk:

Schönes Geschenk - wenn man Herzchen mag!

Schönes Geschenk – wenn man Herzchen mag!

Rot mit Herzchen und rosa Schleife ist jetzt nicht wirklich mein Stil. Aber Geschenke sind trotzdem immer toll!

Und auch wenn es online billiger ist (15% Rabatt für die nächste Bestellung, wenn ich nichts zurücksende, die Geschenke, andere Rabattaktionen, …) werde ich demnächst mal in den inzwischen wieder entdeckten Wäscheladen vor Ort gehen.
„Buy local“ und so.
Wenn die meine Größe führen, bevorzuge ich das. Sehen, kaufen, besitzen. Wenn die auch erst bestellen müssen bleibe ich bei Enamora.

 

Wie sieht das bei euch aus?
Ist Unterwäsche für eher eine Nebensache, die ohnehin niemand sieht oder vielleicht ein Wohnfühlaccessoire, für das ihr ein Vermögen ausgeben könntet? Darf sie auch mal „rausblitzen“ oder sich abzeichnen?

Und wo kauft ihr sie?
Ganz normal im Bekleidungsgeschäft, online oder im sogar im Supermarkt?

Wie gefällt euch meine Beute?

Es nervt!

Ich bin 1,63m groß, wiege 54kg und bin somit „normalgewichtig“. Ich treibe auch keinen Leistungssport, so dass man eigentlich davon ausgehen sollte, dass ich nicht sonderlich „mager“ aussehe und definitiv noch einen ausreichenden Anteil an Körperfett habe.

Außerdem trage ich seit mehr als 10 Jahren die gleiche Kleidergröße, besitze einige Hosen schon seit 7 Jahren und die passen auch noch.

Und trotzdem muss ich mir seit mindestens 5 Jahren von der Mutter einer meiner besten Freundinnen (und oft genug auch von der Freundin selbst) regelmäßig – also bei jedem Treffen – die Frage stellen lassen, ob ich denn etwa noch weiter abgenommen habe.

Ich habe noch nie in meinem Leben abgenommen!
Diäten kenne ich nur von Freunden und bis ich mit dem Froschkönig zusammengezogen bin konnte ich mein Gewicht ehrlich gesagt nur durch regelmäßige Blutspenden abschätzen, da weder meine Mutter eine Waage hatte, noch später ich in der WG.

Ich bin 1984 geboren, habe dann sicher, wie jedes Baby nach dem „Geburtsstress“ ein wenig Gewicht verloren und bin seitdem gewachsen und entsprechend schwerer geworden
„Ausgewachsen“ bin ich seit ca. 14 Jahren und seitdem ging es mit dem Gewicht wohl auch nicht mehr großartig aufwärts.
Aber verdammt nochmal auch nicht abwärts!

Am Wochenende habe ich mich noch mit zwei Langhaars darüber unterhalten, dass auch ihnen immer wieder unterstellt wird, sie hätten eine Essstörung oder seien gerade auf dem Weg dahin, weil sie ja immer dünner würden.
Am Donnerstag kam dann ein Patient ins Stationszimmer, als ich gerade frühstückte und meinte dies kommentieren zu müssen:

Frau nrsss, Sie essen ja!
Ich dachte, sie haben ein Problem damit!

Nein, habe ich nicht. Ich esse mehrmals täglich und das schon seit fast 30 Jahren. Mein Leibgericht ist Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen und davon esse ich mehr als der Froschkönig. Bin dann aber auch einige Stunden im „Futterkoma“.
Eine Essstörung habe ich aber nicht.

Mit welchem Recht, kommentiert denn bitte immer irgendwer das Essverhalten und die Figur schlanker Menschen?! Würde ich statt Kleidergröße 36 die 40 tragen, würde wohl kein Hahn danach krähen, ob ich Müsli mit frischem Obst oder ein Brot mit Nutella frühstücke.
Wäre ich übergewichtig, vermutlich auch nicht.
Aber weil ich schon immer schlank bin macht sich dauernd jemand Sorgen darum, dass ich „noch mehr abnehme“?!

Bitte was?!

Warum macht ihr das?
Macht ihr euch ernsthaft Sorgen um mich?
Habe ich etwa Neuerungen im Bereich Ernährung verpasst?

Ich verstehe es einfach nicht, will mir das langsam aber auch nicht mehr anhören.

Papierflut

Bei meinem Umzug ist mir einiges bewusst geworden. Ein paar Beispiele:

  • Egal, wie sehr man sich anstrengt, aussortieren funktioniert nicht in einem einzigen Schritt.
  • Ich besitze mehr Kleidungsstücke, als ich tatsächlich brauche. Beim Durchsehen wurde einiges entsorgt. Beim Einpacken blieb einiges einfach übrig. Und beim Auspacken/Einräumen bildete sich erneut ein beträchtlicher Berg an Unrat.
  • Wenn man zwei Haushalte zusammenführt hat man plötzlich von einigen Gegenständen mindestens eins zuviel. Kleines Beispiel: Auch zu zweit braucht man nur einen Klebefilmabroller und nicht 5!
  • Solange die alte Wohnung existiert neige ich dazu, sie als mein „zu Hause“ zu bezeichnen. Dabei habe ich doch neulich erst festgestellt, dass sie dies nie war.

Und ganz dramatisch: In zwei kleine Billy-Regale, einen Schreibtisch und auf zwei Stapel neben dem Sofa passt mehr Papier, als ich mit einem Mal entsorgen kann. Wobei zu berücksichtigen ist, dass ich einen Teil davon ja doch behalten habe. Versicherungsscheine, Gehaltsabrechungen etc. schmeißt man schließlich nicht einfach weg.
Die Entsorgung sieht also so aus, dass ich immer wieder auf Platz im Altpapiercontainer hoffe. Leider wird der Gute nur alle 4 Wochen geleert. Was haben die eigentlich für Vorstellungen? In einem Haus mit mehr als 15 Mieteinheiten, größtenteils von Studenten bewohnt, kommt doch zwangsläufig in diesem Zeitraum mehr Papiermüll auf, als in diesen einen Container mit dem blauen Deckel passt.

Sollte im Rahmen der Digitalisierung von Abläufen aus sämtlichen Lebensbereichen die Paierflut nicht abnehmen? Ich drucke mir schließlich keine Emails aus. Und digitale Rechnungen werden auch nicht abgeheftet sondern abgespeichert. Und Spam wird auch nicht ausgedruckt um ihn dann symbolisch der Abfallverwertung zuzuführen sondern einfach gelöscht.
Woher kommen also diese Unmengen an Papier? Wie kann ich das vermeiden? Geht das anderen genauso?

Die Digitalisierung scheint doch nur ein Mythos zu sein.

Das kleine Schwarze

Jede Frau sollte eins haben. Ich habe jetzt sogar zwei.
Eins ziehe ich an. Gelegentlich. Ursprünglich gekauft für eine Hochzeit. Irgendwas muss man ja anziehen. Und wenne s dann auch noch Sommer und verdammt heiß ist.

Hitze ist bei meinem neuen, kleinen Schwarzen kein Problem. dabei ist es selbst verdammt heiß!

Und ich kann es zusätzlich zu meinem anderen tragen. Wobei, eigentlich trägt es eher mich.
Denn es ist mein Auto. Der hübsche Franzose.
Heute abgeholt. Heute über den Schnee geärgert. Der blockiert hier wirklich die ganzen Parkplätze!

Morgen dann zum ersten Mal bei Tageslicht bewegen. Und zum Fotomodell ausbilden. Sehr vielseitig der Kleine.

Der Froschkönig schläft

Wie erklärt man einem Kerl, dass man seinen Pullover für „discothekenuntauglich“ hält? Also plausibel. Der Pullover ist gestrickt aus rosaner, blauer und weißer Wolle. In einem ziemlich klassichen Rautenmuster.

Meine subjektiven Gründe dagegen:

  • Klassisch ist in dem Fall eher spießig. Spießig und tolle Party passen nicht zusammen.
  • Die Farben sind eher für Kaffee und Kuchen bei Oma geeignet.
  • Ich mag schwarz, weiß und rot. Das sind aussagekräftige Farben. Rosa sagt genau eins: Man hat nichts zu sagen.
  • Ich trage schwarz. Wenn er blau trägt, dann beißt sich das.

Seine Gründe dafür:

  • Er ist auf einer Party kein anderer Mensch als tagsüber, also warum etwas anderes anziehen.
  • Er weiß wer er ist und muss sich daher nicht durch Kleidung profilieren.
  • Nur das schwarze T-Shirt, das er darunter trägt, wäre ihm zu kalt.

Was nun? Plausibel sind meine Gründe nicht. Er schläft. Den Dornröschenschlaf . Wenn ich ihn nun wach küsse, wird er dann zum Prinzen oder ich zum Frosch?