Übergewicht ist salontauglich

… Normalgewicht und Untergewicht nicht.

Ich hab mich ja vor kurzem erst darüber geärgert, dass ich mir immer wieder blöde Sprüche zu meinem konstanten „Normalgewicht“ anhören darf/muss/kann.

Heute habe ich durch Zufall (ich finde facebook trotzdem noch doof!) einen netten Comic gefunden, der schon irgendwie passt:

erzaehlmirnix – Health at every size

Ich finde es erstaunlich, wie selbstverständlich es heutzutage ist, dass jemand übergewichtig ist. Ich glaube kaum jemand, der 10kg zu viel auf die Waage bringt, wird, darauf angesprochen.

Bei  geringem Untergewicht (und auch Normalgewicht!) hingegen meinen zig Leute, dass sie jemanden vor der Magersucht bewahren müssen.

Renée Zellweger hat ja auch keine Kritik dafür bekommen, dass sie für ihre Rolle in „Schokolade zum Frühstück“ (sehr schnell sehr viel) zugenommen hat, sondern dafür, dass sie danach wieder (sicher ähnlich ungesund schnell und drastisch) abgenommen hat.

Seid mal ehrlich, an was habt ihr beim ersten Bild gedacht?

Haare, nichts als Haare! #11 – Fluffy LWB Videoanleitungen

Ich reagiere hiermit erstmals auf die Statistiken meines Blogs.

In letzter Zeit häufen sich – verursacht durch mehrere Verlinkungen im LHN – die Aufrufe meines 8ten Kalendertürchens. Gezeigt habe ich da den Fluffy Lazy Wrap Bun – kurz: Fluffy LWB – mit meinem Pflock.

Das dort gezeigte Video hat Svala/Tanja, eine Freundin aus dem LHN gedreht, weil sich die Fragen danach, wie sie den LWB so fluffig hinbekommt, gehäuft haben.

Allerdings war sie, perfektionistisch wie sie ist, damit eigentlich unzufrieden.
Als ich ihr dann gestern bei einem Treffen erzählt habe, dass ausgerechnet dieser Beitrag hier bei mir so beliebt ist, hat sie kurzerhand die Kamera ausgepackt und wir haben 3 neue Videos gedreht.

Erstes Video – Tanja macht den Fluffy LWB mit einer Forke von GrahToe Studios
Wie man sehr gut erkennen kann, dauert es weniger als eine Minute, diesen Dutt zu machen.

Zweites Video – Tanja macht den Fluffy LWB mit einem Parandi und Ficcare

Tanja mag richtig große Dutts. Daher wickelt sie inzwischen auch gerne mal ein „Parandi“ mit in den Dutt. Bei ihren aktuell noch fast vollständig schwarz gefärbten Haaren fällt das mit schwarzer Wolle auch kaum auf und wirkt einfach nur super groß!

Drittes Video – Ich mache den Fluffy LWB mit meiner absoluten Traumficcare
Da wir einmal dabei waren, haben wir uns gestern gedacht, dass wir ja auch noch ein Video mit hellen – also meinen – Haaren drehen könnten. Wer genau hinsieht merkt, dass ich den Zopf andersrum „twiste“ als Tanja. Dadurch sieht er – glaube ich – etwas ordentlicher/braver aus.
Aber das allerallerallerbeste an diesem Video ist, dass ich da Tanjas Primavera Silver Glittery nutze. Die ist sooooooo schön.
Meine absolute Traumficcare. Leider wird sie nicht mehr produziert…

Peinlich, peinlich – ein Anekdötchen:
Ich wechsle beim Haare zusammennehmen in diesem Video (und vermutlich auch im Alltag) erschreckend oft die Hand, brauche 10 Sekunden allein, um die Haare zu einem Zopf zu fassen – das nervt mich doch in anderen Videoanleitungen immer so und jetzt mache ich das bei „meiner“ ersten selbst. Gnaaaaaaaa.

Haare, nichts als Haare! #10 – Geflecht

Heute bin ich ins Dienstzimmer gekommen und das erste, was mir auffällt ist die außergewöhnliche Flechtfrisur unserer Praktikantin. Französische Lacebraids irgendwie geduttet.

Direkt gefragt:

Wer hat dir denn die Haare geflochten?

Und schon hat mir unsere Schülerin angeboten, mir auch die Haare zu flechten. Da kann ich doch nicht nein sagen… halt ein bisschen Pause vorziehen und so…

Das Ergebnis hat sie kurz mit meinem Handy fotografiert. Die Bilder sind allerdings noch schlechter, als die, die ich gerade – bei Glühbirnenlicht und ohne Blitz, recht unscharf und farblich sehr, sehr merkwürdig – selbst noch gemacht habe.

Aber irgendwas muss ich euch doch zeigen!

Flechtfrisur "von unten links"

Flechtfrisur „von unten links“

Im Prinzip sind das 3 Zöpfe. Zwei am Haaransatz entlang, die sich eben „unten links“ überkreuzen und ein dritter mitten auf dem Kopf. Das Ganze hält nur mit einem Haargummi, das eigentlich nicht nötig gewesen wäre, und meiner neuen Ficcare.

Eine Ficcare Superstar Silver in M. Seltenes Stück und ich verdanke es Heike von haselnussblond. Wir haben getauscht und ich glaube, wir sind jetzt beide zufriedener mit unseren Sammlungen als vorher.

Naja, und da man die schöne Ficcare auf dem ersten Bild gar nicht sieht, jetzt noch ein weiteres, NOCH schlechteres Foto…

Flechtfirsur mit WIRKLICH schlechtem Foto und Kopfhautstreifen

Flechtfirsur mit WIRKLICH schlechtem Foto und Kopfhautstreifen

Von meiner Ficcare kommen aber bald noch schönere Bilder. Versprochen. DAS kann ich so nicht stehen lassen.

Meine Patienten haben diese Frisur heute oft so und ähnlich kommentiert:

Das sieht aus, als würden sie heiraten.

Oder zumindest bei einer Hochzeit eingeladen sein…

Klassentreffen – Unverändert anders

Vor etwas mehr als 4 Jahren, habe ich hier über meine Einstellung zu Klassentreffen gebloggt.

Tatsächlich habe ich in dieser Zeit den genauen Inhalt vergessen. Gut so.
Ich war also beim 10-Jahres-Klassentreffen. Abitur 2004.

Die meistgehörte und -gestellte Frage war in der Tat

Und, was machst du jetzt?

Irgendwie wusste ich gar nicht, welche Antworten die anderen darauf hören wollten. Was man jetzt beruflich macht? Ob man Familie hat? Wo man wohnt?

Was wollte ich denn eigentlich wissen, wenn ich genau die selbe Frage gestellt habe?

Alles. Ich wollte wissen, wie es den Leuten in den 10 Jahren ergangen ist. Was aus ihren Beziehungen geworden ist, zu wem von den gemeinsamen Bekannten sie noch Kontakt haben, wo sie jetzt wohnen, wo sie in der Zwischenzeit, vielleicht für’s Studium gelebt haben, für was sie sich interessieren, ob sie vielleicht Briefmarken sammeln, …

Die Schulzeit war für mich nicht immer leicht. Ich hab’s mir auch nicht immer leicht gemacht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich sie zeitweise auch den anderen eher schwer gemacht. Jugendlicher Leichtsinn eben. Keine Ahnung vom Leben, von gutem Benehmen und dem, was (mir) wirklich wichtig ist:

Freundschaft.

Da war eine, die kannte ich seit der Grundschule. Irgendwann wollte ich nichts mehr mit ihr zu tun haben, weil ich plötzlich der Überzeugung war, dass sie einen schlechten Charakter hatte. Den Rest der Schulzeit haben wir uns bekriegt.
Eine andere „Feindin“, kannte ich fast gar nicht. Parallelklasse. Keine gemeinsamen Freunde. Den ersten Kontakt hatten wir vermutlich in der 6ten Klasse über geschriebene Texte auf dem Tisch in einem Physikraum, wir saßen in unseren jeweiligen Stunden offenbar auf demselben Platz. Und dort, in aller Öffentlichkeit erklärte sie mir, dass sie mich nicht leiden kann. Ab diesem Zeitpunkt beruhte dies bis zum Abitur auf Gegenseitigkeit. Obwohl wir nie auch nur ein Wort miteinander gesprochen hatten.

Das sind zwei der Personen, die ich vor 5 Jahren nicht hätte treffen wollen. Und gleichzeitig sind sie diejenigen, mit denen ich mich letztes Wochenende überraschend lange unterhalten habe.
Die eine erscheint mir wieder lieb und nett, als würde sie für alles, was ihr teuer ist einstehen. Früher war das ihre Beste Freundin, also lange Zeit auch ich, heute ist das ihre Familie.
Die andere macht jetzt beruflich etwas ähnliches wie ich und hat sehr erfrischende Ansichten. Ich glaube, es war das erste Mal überhaupt, dass wir einander zugehört haben.

Faszinierend war für mich, dass wir alle gar nicht gesehen haben, dass wir uns optisch verändert haben. Egal, wem man begegnet ist, auch der Satz

Du siehst ja noch ganz genauso aus, wie vor 10 Jahren!

wurde immer und immer wieder gesagt.

Damit hätte ich niemals gerechnet. Wie oft zeigen „neue Freunde“ Fotos, auf denen sie, 10 Jahre jünger, in einer großen Gruppe abgebildet sind und fragen

Wer bin ich?

Das ist oft nicht leicht.

Ich hatte auch irgendwie schon auf dem Weg zum Treffen gar keine Sorge, dass ich irgendwen nicht erkennen könnte. Mehr Sorgen hatte ich da, dass mir Namen nicht einfallen.

Wir sind alle mitgealtert, auch unsere Vorstellung vom jeweils anderen.
Die tatsächlichen Veränderungen sind erst bei einem Blick in die Abizeitung sichtbar geworden.

Und diejenigen, die ich vor 4 Jahren getroffen habe, waren auch wieder da. Für mich stimmt die Chemie da noch immer und ich hoffe, dass es nicht bis zum nächsten Klassentreffen dauert, bis wir uns nochmal sehen.
Wie gut, dass so viele von uns im nächsten Jahr 30 werden…

Willkommen zu Hause! #10

Die Lufthansa hat ja vor ein paar Wochen gestreikt. Ca. jeder zweite Lufthansa- und Germanwings-Flug wurde gestrichen. Auch der vom Froschkönig.
Ärgerlich, nicht nur weil es für den gestrichenen Flug zwar das Geld zurück gab, für den Flug, der ihn am Sonntag dann wieder nach Berlin fliegen sollte, aber nicht.

Besonders ärgerlich war eigentlich, dass es lange schien, als könne er wirklich nicht nach Hause kommen. Dann hätte er sich spontan in der Hauptstadt auch noch neu einkleiden müssen, da er nicht genügend Sachen für mehr als eine Woche dort hat.

Und wir hätten uns auch gar nicht gesehen.

Der Froschkönig jedenfalls hat direkt mit Bekanntwerden dass sein Flug betroffen ist bei Europcar angerufen, alle Autos schon weg, Platz auf der Warteliste.

Erst am Donnerstag kam dann die gute Nachricht:

Es ist ein Auto frei geworden Herr Froschkönig.

Ich hab gejubelt und ihm direkt gesagt, dass es zu Feier des Tages seinen Lieblingskuchen gibt. Also wieder den russischen Zupfkuchen:

Willkommenskuchen #10 - russischer Zupfkuchen

Willkommenskuchen #10 – russischer Zupfkuchen

In dieser Woche ist davon fast nichts übrig geblieben…

Und jetzt doch: Ein zweiter Versuch mit Facebook

Nach über 2 Jahren habe ich es gestern getan: Ich habe mich wieder bei Facebook angemeldet.

Keine 24 Stunden nach meinem 10-Jahres-Abitreffen. (Dazu „wann anders“ mehr)

Ich bin weiterhin der Meinung, dass es möglich ist, auch ohne  Social Network „im Kontakt“ zu bleiben. Und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass der Kontakt, den man auch ohne Facebook pflegt, sehr viel wertvoller ist. Man investiert einfach mehr Zeit in die Pflege seiner Freundschaften ohne Facebook. Man lässt die anderen mehr aktiv am eigenen Leben teilhaben, statt ihnen nur die Möglichkeit einzuräumen, sich selbst darüber zu informieren.

Aber tatsächlich ist es so, dass ich es nicht immer schaffe, meine Freundschaften so zu pflegen, wie ich mir das wünsche.
Ich habe bescheidene Arbeitszeiten und dadurch, dass ich den Froschkönig momentan nur am Wochenende sehen kann, auch da wenig Spiel für Sachen, die ihm nicht auch gefallen würden. Prioritäten.
Selbst wenn mich dann doch mal jemand einlädt, sage ich relativ oft ab.
Das machen diejenigen, zu denen man ohnehin nicht den ganz regelmäßigen Kontakt hat vielleicht 2x mit. Danach fragen sie nicht mehr. Und ich kann es ihnen auch nicht verübeln.

Facebook macht sowas einfacher. Jedenfalls sollte es das. Meine Erwartung ist, dass ich mindestens 2 meiner ehemaligen Mitschüler nicht erst zum nächsten großen Event unserer Schule sehen werde.

Auch letzten Monat habe ich kurz darüber nachgedacht, mich anzumelden. So um dieses Treffen der Langhaars herum.
Es wäre vieles doch einfacher gewesen. Die anderen haben das fast komplett darüber geplant, und ich hing mehr so dran. Jedenfalls gefühlt.
Vielleicht wäre ohne Facebook aber auch einfach nur weniger im Vorfeld diskutiert worden, weil einfach 2 Leute telefonisch festgelegt hätten, wie der Ablauf aussieht, was man mitbringen muss/soll und das dann eben den anderen nur mitteilen müssten.

Jetzt bin ich wieder bei Facebook. Habe fast alle Privacy-Einstellung ganz „streng“ eingestellt und bin mir noch unsicher, in welchem Umfang ich da aktiv sein möchte.
Solange ich das nicht weiß, „like“, kommentiere und teile ich nichts.
Ich schreibe Nachrichten und wähle so gezielt meine Freunde aus, dass ich hoffe niemanden vor den Kopf zu stoßen.

Maximal ein Jahr, dann wird entschieden, ob Facebook nicht doch wieder fliegt.

Willkommen zu Hause! #9

Den heutigen Kuchen kennen viele sicher aus der TV-Werbung. Jedenfalls gab es eine Backmischung dafür als ich noch häufiger die Flimmerkiste eingeschaltet habe.

Willkommenskuchen #9 - Maulwurfkuchen

Willkommenskuchen #9 – Maulwurfkuchen

Dieser hier ist natürlich nicht mit einer Backmischung entstanden, sondern mal wieder nach dem Rezept aus meinem Standardbackbuch. Der Boden wird dabei mit Bananen und Kirschen belegt.
Problem: Ich hatte viel zu viel Sahne, weil ich wieder einfach nur „die Hälfte“ von allem genommen habe. Doof, bei Kuchen mit Füllungen…

Der Froschkönig fand ihn lustig. Sieht ja auch lustig aus, das Küchlein.