Mehr als nur Haare: Menschlinge

Das Lang- und Schönzüchten der eigenen Haare ist ein tolles Hobby. Man kann sich intensiv damit auseinandersetzen, viel Zeit darin investieren, oder auch „einfach nur wachsen lassen“.
Sie sind halt da.

Zu der Vielseitigkeit dieses Hobbies habe ich hier auch schon mehr geschrieben.

Heute möchte ich mehr zu meinem „Nebenhobby“ schreiben. Quasi aus aktuellem Anlass.

Ich bin durch meine Haarzücherei auch zu verschiedenen Haarschmuckarten gekommen. Neben Haarstäben und Schnabelspangen auch zu Forken.

Forken gibt es von verschiedenen Herstellern, neben 60th-street und Grah-Toe möchte ich noch Ursa Minor erwähnen, wobei Ursula mit ihrem Shop vorübergehend Pause macht.

Als ich jedenfalls anfing, mich für derartigen Haarschmuck zu interessieren, gab es eine gewisse „Knappheit“ an Dymondwoodforken.
Dymondwood ist sogenanntes „Kunstharzpressholz“. Gefärbtes Birkenholz wird unter Druck mit Kunstharz zusammen gepresst. Das Ergebnis ist sehr stabil und auch farbenfroh, ohne dass man sich tropischer Hölzer bedienen müsste.
Mir gefiel es super und weil Forken daraus so schwer zu bekommen waren, habe ich es selbst ausprobiert und dabei entdeckt, dass mir das sehr viel Spaß macht und eine wirklich gute Ablenkung vom Alltag ist.
Nach einem Tag Forkenbau, fühle ich mich „vom Kopf her“ reichtig befreit.

Die erste Forke hat 2 Zinken und ist in 100% Handarbeit überwiegend an meinem Terrassentisch entstanden.
Ich habe mir im Baumarkt eine Raspel und 2 Schraubzwingen gekauft und losgelegt.
Von glänzender Optik war da noch keine Rede und auch sonst waren meine ersten beiden „Menschlinge“, so nenne ich meine Werke inzwischen, alles andere als perfekt. Und trotzdem war ich mächtig stolz und meinte, mich mit den beliebten Herstellern messen zu können.

Inzwischen habe ich mich von der Raspel verabschiedet und arbeite mit dem alten Bandschleifer von Ursa Minor. Auch das Oberflächenfish ist deutlich glatter und schöner, die Zinkenform bei mehr als 2 Beinen ist auch harmonischer geworden.

Hier eine kleine Bildsammlung:

Vielleicht kennt ihr den ein oder anderen Menschling davon ja schon?

  • Nessa hat ihre Riesenforke auch in ihrem Adventskalender gezeigt
  • Wuscheline hat ihre Menschlinge mit ihren 60th-street Forken verglichen

Und zu guter letzt, und damit wären wir beim aktuellen Anlass, hat Mai/Heike von haselnussblond heute über ihren Menschling gebloggt.
Leider habe ich es selbst vermasselt, Bilder vom fertigen Menschling zu machen, aber bei ihr gibt es gleich mehrere davon!

Aber so sehr mir diese Werkelei auch Spaß macht, möchte ich vom Dymondwood jetzt langsam weg. Der Geruch des wirklich feinen Staubes verrät schon, dass es nicht gesund ist. Außerdem empfinde ich Forken aus Naturhölzern inzwischen als schöner, sie wirken auf mich irgendwie edler, wertiger. Und dafür muss es nicht unbedingt Ebenholz oder Palisander sein, ich hab hier noch gestockte Birke liegen udn hoffe, dass ich mir daraus eine kleine, nicht allzu instabile Forke machen kann.

Eher zufällig bin ich darauf gestoßen richtige Pflöcke als Haarstab zu tragen. Und genau das mache ich gerade echt gerne: Pflöcke.
Dabei kommt das verwendete Holz richtig gut zur Geltung, weil eben genügend ruhige Fläche da ist, um die Maserung zu zeigen.
Kann aber auch an meiner Vorliebe für Vampirgeschichten liegen… dazu aber ein anderes Mal mehr!

Haare, nichts als Haare! #9 – Senza Limiti Ausbeute

Wer die Blogkooperation „Flechtwerk“ regelmäßig verfolgt, hat in den letzten 2 Wochen sicher einige Beiträge zu dem (Haar-)Schmuckkünstlerpaar Senza Limiti gelesen und gesehen. Zum Beispiel bei Mai und der Nixe. Am Karfreitag haben sogar 5 der 6 Flechtwerkerinnen über unseren Besuch im Allgäu gebloggt.
Wir, das waren neben den 5 Flechtwerkbloggerinnen noch 4 Mädels aus dem Langhaarnetzwerk und ich.

Nickike, nrsss, Nymeria, Nessa, Lady Amalthea, Mai Glöckchen, Gundula, Wuscheline, Lenja, Nixe, MissMut

Nickike, Mensch (nrssss), Nymeria, Nessa (Haartraum), Lady Amalthea, Mai Glöckchen (haselnussblond), Gundula (Senza Limiti), Wuscheline, Lenja (Waldelfentraum), bobbsi (Nixenhaar), MissMut

Ich habe selbst in der Werkstatt ordentlich zugeschlagen.
Das war aber auch so geplant. Kein spontaner Kaufrauch.

Ich wollte mir eine silberne Luna, und eine Canoa kaufen.
Dann wollte ich eigentlich mit Gundula und Giuseppe über eine Sonderanfertigung sprechen.

Tatsächlich kann dann aber doch einiges etwas anders:

Tatsächliche Ausbeute

Tatsächliche Ausbeute

Als erstes habe ich mich in der Werkstatt auf die zahlreichen, uns erwartenden Lunas gestürzt. Die beiden hatten von uns schon einige Mails bekommen, was wir gerne ausprobieren würden und entsprechende Stücke bereit gelegt.
Mai hielt Ausschau nach einer goldenen, ich nach einer silbernen Spange.
Da ich selbst noch nie einen Buncage benutzt habe, ließ ich Gundula direkt mal ausrobieren, welche Größe mir wohl passt.

M passt zur Duttgröße, jedoch gelang es ihr nicht, einen Dutt mit meinen Haaren nur mit einer Luna zum Halten zu bringen.

Gundula und Giuseppe kämpfen mit den "schwierigen" Haaren

Gundula und Giuseppe kämpfen mit den „schwierigen“ Haaren

Also musste der Meister persönlich ran.. Immer wieder meinte er, dass meine Haare schwierig sind. Sie sind sehr glatt, sowohl was die „Form“, als auch die Oberfläche angeht und dazu irgendwie recht „schwer“, haben einen gewissen Drall und sind daurch enorm flutschig und brauchen eine gewisse Spannung und viel Druck, um in Form zu bleiben.

Schwierige Haare.

Wirklich schwieriges Haar…

Ihm gelang es schließlich nach mehreren Versuchen mit unterschiedlichen Stck- und Wickelvariationen. Jedoch nicht so, wie die Spange eigentlich „gedacht“ ist:  Dauerhaft hätte es nur gehalten, wenn er eine „Spezialluna“ mit einem zusätzlichen Ring für mich gemacht hätte. Die hätte dann aber nicht mehr so ausgesehen, wie ich die Luna mag.
Ich war (oder bin…) wirklich enttäuscht.

Wer meinen Adventskalender verfolgt hat weiß, dass ich meinen Haarschmuck nicht einfach nur als Deko trage.
Mein Haarschmuck ist auch immer der Haltgeber und ich mag das so.
Diesen Kompromiss müsste ich eingehen, wenn ich diese Haarspange zu der für mich dazu ideal passenden Frisur, nämlich dem Cinnamon, tragen wollen würde.
Luxusproblem.

Für die Gespräche über meine Spezialanfertigung blieb bei 10 Mädels und nur 3 Stunden Zeit nicht mehr genügend Raum.
Gefrustet, wie ich dank der Nicht-Luna  war, habe ich mir neben einer geplanten Canoa dann eine Flora und eine Ricciole mitgenommen. Für die außergewöhnliche, hellblaue Kugel brauchte ich ohnehin eine Verwendung.

Tatsächliche Ausbeute im Detail

Tatsächliche Ausbeute im Detail

Jetzt ärgere ich mich allerdings bei mindestens einem der drei Stäbe darüber, dass ich mich von den anderen habe bequatschen lassen, ihn nicht in der kürzesten Größe zu nehmen.

Fluffigere Dutts sind bei mir einfach nicht so stabil und können Haarschmuck mit einem deutlich schwereren Ende nicht so gut halten. Alle drei sind aber ausgerechnet für den Fluffy-LWB ausgemessen und die Canoa und die Riccio sind, dank der wunderschönen Glaskugeln an dem einen Ende, wirklich sehr schwer. Daher dreht und lockert sich der Dutt und ich habe begründete Angst, dass es nicht nur doof aussieht, sondern auch der Haarstab rausrutscht. Nicht schön.

Gut geht das aber mit der Flora. Die ist wirklich super leicht! Die Blütenblätter sind ja auch nur aus einem filigranen Netz gearbeitet.
Und sie ist mein erstes Schmuckstück in Roségold.

Fluffy LWB mit "Flora" von Senza Limiti

Fluffy LWB mit „Flora“

Als Alternative zum Fluffy LWB, habe ich mit der Ricciole eine Abwandlung des Chamäleon-Dutts gemacht, Stäbe mit schweren Kugeln bekommen senkrecht gesteckt nicht so schnell „Schlagseite“.

Chamäleon Dutt mit „Ricciole“

Das gefällt mir wirklich gut, schade, dass es irgendwo ziepte und sich trotzdem nicht stabil anfühlte.
RiccioloDie Canoa ist zwar auch „zu lang“, aber die würde so klobig aussehen, wenn der doch recht dicke Holzstab gekürzt würde. Daher werde ich sie wohl vorerst hauptsächlich im Centerheld Flechtdutt mit Parandi tragen.
Vielleicht finde ich ja auch noch Wolle, die sich weniger auffällig in meine Naturhaarfarbe einfügt, damit der Dutt an sich etwas „ruhiger“ wirkt.

Centerheld Braided Bun mit "Canoa"

Centerheld Braided Bun mit „Canoa“

Gerade bei der Canoa mag ich die Kugel super gerne. Und auch den Künstlern scheinen die Kombination aus Nussholz, Silber und der „C2-Kugel“ zu gefallen. Jedenfalls ist genau diese Kombination seit kurzem als Produktfoto auf der Senza-Limiti-Homepage zu sehen.
Canoa

Zum Abschluss habe ich noch ein Bild mit einem meiner älteren Senza-Limiti-Haarstäbe gemacht:

Nuvi Bun mit Hawaii

Nuvi Bun mit „Hawaii“

Ich trage die Hawaii sehr gerne und auch recht häufig. Vielleicht erkennt sie ja noch jemand aus meinem Adventskalender?
Jedenfalls passen diese 10 Zentimeter in meiner Lieblingsfrisur perfekt.
Der Nuvi Bun ist stabil und ziept auch bei noch so flutschigen Haaren und schwerem Haarschmuck nur selten.

Ich glaube, auf genau diese Länge lasse ich auch meine Ricciole ändern
Sonst wird sie wohl viel zu selten getragen werden, weil ständiges Neuwickeln und Kopfschmerzen sind eher nicht so meins.

Auf jeden Fall hat der Besuch in der Werkstatt mit den Mädels richtig viel Spaß gemacht. Allein schon die Inspiration, wenn dann jemand eine Stab aus Kugel, Metall und Holz zusammenstellt.
Und vor Ort wirkt die Auswahl an Kugeln wirklich beeindruckend! Schön sind sie ausnahmslos alle!

  • Wie findet ihr meine Ausbeute?
  • Gefällt euch Roségold zu meiner Haarfarbe?
  • Und was haltet ihr von dem Kompromiss, einen Buncage als reine Deko statt als „dekorative Befestigung“ zu tragen?

Willkommen zu Hause! #8

In der 8ten Woche gab es eine Eigenkreation. Ich hatte mich von chefkoch.de inspireren lassen und wollte dann einen saftigen Schokoladenkuchen mit Nussbaiser machen, das Ergebnis konnte sich sehen lassen!

Willkommenskuchen #8 - Eigenkreation

Willkommenskuchen #8 – Eigenkreation

Nachdem für den Froschkönig wohl nie wieder etwas den russischen Zupfkuchen erreichen wird, ist dieser Kuchen mein bisheriger Favorit.
Ich mag Schokoladenkuchen. Nicht einfach nur schön saftiger Trockenkuchen, sondern ein bisschen „mehr“ sollte es schon sein.

Und genau das ist bei meiner Eigenkreation rausgekommen
Ein richtig saftiger Schokoladenkuchen mit dem gewissen „Mehr“, einer Nussbaiserschicht.


Da ich selbst dieses Mal so zufrieden war, hier mein Rezept für einen „halben“ Kuchen:

  • 100g Butter
  • 100g Zartbitterschokolade (70%)

Butter und Schokolade im Wasserbad schmelzen.
Etwas abkühlen lassen, zwischendurch umrühren.

  • 1 Ei (Zimmertemperatur)
  • 2 Eigelb (Zimmertemperatur)
  • 1 Prise Salz (gehört an jeden Kuchen!)
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 50g Zucker

Ei, Eigelb, Salz, Vanille und Zucker gut miteinander verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat, also keine Zuckerkristalle mehr sichtbar sind.

Geschmolzene Butterschokolade unter die Eierzuckermischung rühren.

  • 50g Schokolade hacken
  • 1EL Maisstärke
  • 1EL Backkakao
  • 1/2 TL Natron

Die Schokolade unter den Teig heben.
Maisstärke, Backkakao und Natron mischen, ebenfalls unterrühren.

Den Teig in eine gefettete Springform („für halbe Rezepte“) gießen und glatt streichen.

  • 2 Eiweiß (Zimmertemperatur)

Die Eiweiß (Eiklar) steif schlagen – also bis ein Messerschnitt sichtbar bleibt und man die Schüssel umdrehen kann ohne dass der Eischnee rausfällt 😉

  • 100g Zucker
  • 150g gemahlene Haselnüsse

Zucker und Haselnüsse vorsichtig unter den Eischnee heben.

Die Masse (ebenfalls vorsichtig) löffelweise auf dem Schokoteig verteilen. Sie sinkt dabei schnell etwas ein.

Bei 175°C (Ober- und Unterhitze) ca. 30 Minuten backen.


Auf jeden Fall war er echt köstlich.

Hab das kurz darauf auch einmal in voller Größe gemacht. War genauso lecker, die Schichtoptik ging allerdings verloren. Die Schokoteigoberfläche hatte zu wenig Spannung, als dass die Baisermasse darauf anständig verteilbar gewesen wäre. Da würde ich wohl beim nächsten Mal ausprobieren, ob ein Eiweiß mehr das Ganze luftiger und besser verteilbar macht.

Jetzt fehlt mir eigentlich nur noch ein Name für diese Kreation. Irgendwie erinnert er mich an Nutella, Rocher, Nussecken und an diese Double Chocolate Cookies von Subway.

 

Lang nicht mehr gesehen – eine Partyidee

In einem halben Jahr werde ich 30 und würde das eigentlich echt gerne feiern. Ich hab schon wirklich lange keinen Geburstag mehr wirklich geiefert. Ich glaube zuletzt meinen 23ten. Wobei „Party“ es kaum trifft.
Es war eine Mottoparty in meiner WG. Eine Hutparty.
Daran hat sich jedoch kaum jemand gehalten, ich selbst trug einen Fingerhut und es war auch mehr ein Sit-In.

Den 25ten habe ich mit ein paar Freunden auf einer Party im Westbahnhof Aachen verbracht. Also nicht „meine“ Party.

Seitdem gab es nur noch einmal Kaffe & Kuchen mit der Familie und sonst nix.

Also eigentlich wäre ein richtige Party schon fein.

Mein Freundeskreis ist jetzt nicht super groß und sehr durchmischt. Viele kennen sich untereinander gar nicht und einige habe ich selbst seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen.
Ich habe aber eine Partyidee, die dieses Problem lösen sollte:

Lang nicht mehr gesehen und doch wiedererkannt – Die Party

Das Prinzip ist folgendes:
Ich lade zur einen Hälfte Leute ein, die ich noch vor kurzem getroffen habe, regelmäßig sehe, mit ihnen schreibe, also wo der Kontakt gerade einfach „stabil“ ist. Und wenn es die Arbeitskollegen sind. Die andere Hälfte sind Leute, die ich lange nicht mehr gesehen habe und gerne nochmal treffen würde und diejenigen mit denen ich früher, z.B. in der Schule, gut befreundet war und wo sich der Kontakt irgendwie verlaufen hat.
Jeder geladene Gast darf/soll dann 2 weitere Personen mitbringen: Eine, die er regelmäßig trifft, z.B. den Partner, und einen „lang nicht mehr gesehenen, lieben Menschen“.
Wenn ich also 20 Leute einlade kommen bis zu 60.

Vermutlich würde ich aber so 50 Leute einladen, darunter ein paar meiner Langhaarmädels, ein paar Mitabiturienten, meine „Mädels“, der Blogpate und mein Physiker.

Das wäre schon eine größere Party, sie bräuchte einen guten Raum (ich mag ja das „Aachen Fenster“), ein Buffet und/oder einen großen Grill, im Idealfall noch Livemusik.

Realistisch finanzierbar?
Nein. Aktuell nicht.

Willkommen zu Hause! #7

Bevor ich am Freitag den nächsten Kuchen backe, gibt es noch schnell Nummer 7:

Willkommenskuchen #7 - Rotweinkuchen

Willkommenskuchen #7 – Rotweinkuchen

Kurz nachdem ich diesen Kuchen gebacken habe, hat ein Arbeitskollege einen anderen Rotweinkuchen mit zur Arbeit gebracht.
Ich muss leider sagen: Das Rezept aus meinem Standard-Backbuch hat versagt, der Kollegenkuchen war um Längen besser!

Es wurde Zeit…

Es wurde Zeit, dass mein Blog umzieht.

Seit etlichen Jahren gehört mir die schöne Domian www.nrsss.de, seit etlichen Jahren wird sie nur an WordPress weitergeleitet, sehr schade.

Heike von haselnussblond hat mir letzte Woche Mut zugesprochen, dass so ein Umzug ja gar nicht sooooo schwer ist. Und tatsächlich war das Grobe sogar noch viel einfacher. Jedenfalls mit Unterstützung des Froschkönigs.
Die wirkliche Arbeit ist allerdings, das Ganze jetzt mal wirklich „schön“ zu machen. Etliche Plugins müssen installiert werden, weil von Haus aus jetzt eben nichteinmal eine Linksammlung dabei ist und damit bin ich noch lange nicht fertig – die Twitterlösung gefällt mir beispielsweise noch gar nicht, und abonnieren kann man „mich“ auch noch nicht.

blog.nrsss.de ist ab sofort seit Freitag die neue Adresse meines Blogs. Erstmal wird es auch noch über nrsss.wordpress.com erreichbar sein, aber eben nur vorübergehend.

Über Vorschläge zu simplen, aber nützlichen und gut zu meinem Blog passenden Plugins freue ich mich sehr. Bin ja ganz neu in diesem Bereich… 😉

Es nervt!

Ich bin 1,63m groß, wiege 54kg und bin somit „normalgewichtig“. Ich treibe auch keinen Leistungssport, so dass man eigentlich davon ausgehen sollte, dass ich nicht sonderlich „mager“ aussehe und definitiv noch einen ausreichenden Anteil an Körperfett habe.

Außerdem trage ich seit mehr als 10 Jahren die gleiche Kleidergröße, besitze einige Hosen schon seit 7 Jahren und die passen auch noch.

Und trotzdem muss ich mir seit mindestens 5 Jahren von der Mutter einer meiner besten Freundinnen (und oft genug auch von der Freundin selbst) regelmäßig – also bei jedem Treffen – die Frage stellen lassen, ob ich denn etwa noch weiter abgenommen habe.

Ich habe noch nie in meinem Leben abgenommen!
Diäten kenne ich nur von Freunden und bis ich mit dem Froschkönig zusammengezogen bin konnte ich mein Gewicht ehrlich gesagt nur durch regelmäßige Blutspenden abschätzen, da weder meine Mutter eine Waage hatte, noch später ich in der WG.

Ich bin 1984 geboren, habe dann sicher, wie jedes Baby nach dem „Geburtsstress“ ein wenig Gewicht verloren und bin seitdem gewachsen und entsprechend schwerer geworden
„Ausgewachsen“ bin ich seit ca. 14 Jahren und seitdem ging es mit dem Gewicht wohl auch nicht mehr großartig aufwärts.
Aber verdammt nochmal auch nicht abwärts!

Am Wochenende habe ich mich noch mit zwei Langhaars darüber unterhalten, dass auch ihnen immer wieder unterstellt wird, sie hätten eine Essstörung oder seien gerade auf dem Weg dahin, weil sie ja immer dünner würden.
Am Donnerstag kam dann ein Patient ins Stationszimmer, als ich gerade frühstückte und meinte dies kommentieren zu müssen:

Frau nrsss, Sie essen ja!
Ich dachte, sie haben ein Problem damit!

Nein, habe ich nicht. Ich esse mehrmals täglich und das schon seit fast 30 Jahren. Mein Leibgericht ist Sauerbraten mit Rotkohl und Klößen und davon esse ich mehr als der Froschkönig. Bin dann aber auch einige Stunden im „Futterkoma“.
Eine Essstörung habe ich aber nicht.

Mit welchem Recht, kommentiert denn bitte immer irgendwer das Essverhalten und die Figur schlanker Menschen?! Würde ich statt Kleidergröße 36 die 40 tragen, würde wohl kein Hahn danach krähen, ob ich Müsli mit frischem Obst oder ein Brot mit Nutella frühstücke.
Wäre ich übergewichtig, vermutlich auch nicht.
Aber weil ich schon immer schlank bin macht sich dauernd jemand Sorgen darum, dass ich „noch mehr abnehme“?!

Bitte was?!

Warum macht ihr das?
Macht ihr euch ernsthaft Sorgen um mich?
Habe ich etwa Neuerungen im Bereich Ernährung verpasst?

Ich verstehe es einfach nicht, will mir das langsam aber auch nicht mehr anhören.

Willkommen zu Hause! #6

Jetzt ist es schon soooooo lange her, dass ich euch den 5ten Willkommenskuchen gezeigt habe. Dabei habe ich gestern schon Nummer 11 gebacken!

Aber immer schön der Reihe nach, das hier war der 6te:

Willkommenskuchen #6 - Sandkuchen

Willkommenskuchen #6 – Sandkuchen

Endlich mal ein Bild, auf dem die tatsächliche Größe gut rüberkommt. Wie groß klein so ein haekelschwein ist, sollte inzwischen ja jeder wissen.

Es war also wieder ein Viertel-Rezept.
Und das mit dem Zitronenzuckerguss muss ich noch üben. Irgendwie war er viel zu flüssig und ist dadurch stark in den Kuchen eingezogen. Ich konnte das doch „früher“ mal…

Insgesamt also der bisher unscheinbarste Kuchen. Aber so stiehlt er den haekelschweinen auch nicht die Schau!

Denttabs – Zahnpasta ade!

Es sind jetzt schon 3 Monate vergangen, seitdem ich zuletzt Zahnpasta benutzt habe.
Beim Froschkönig ist es genauso.

Klingt für mich erstmal eklig. Ist es aber gar nicht. Wir benutzen ja statt dessen etwas anderes:
Denttabs.

Warum?
Weil der Froschkönig den Artikel darüber in der brand eins (Ausgabe 10/2013) gelesen hat und mich fragte, ob wir das nicht einmal ausprobieren sollen.

In diesem Artikel beschreibt der Autor (Bernhard Bartsch) sehr emotional, welche Erfahrung es war, als er einen Monat lang die Denttabs getestet hat.
Eigentlich sollten Sätze wie „Im Spiegel schaue ich zu, wie mein Gesicht angewidert Grimassen schneidet“ nicht gerade überzeugend wirken.
Taten sie aber doch.
Oder es lag daran, dass er auch beschreibt, dass sich seine Zähne deutlich glatter anfühlen. Und schmerzfrei.
Vielleicht überzeugte uns aber auch die Beschreibung der Denttabs selbst. Tabletten, bei denen auf zahlreiche Hilfsstoffe verzichtet werden kann, die nur der Konsistenz und dem Geschmack beitragen. Für die Formgebung enthalten sie allerdings Zellulosefasern, welche die Zähne polieren sollen, wodurch weniger Beläge daran haften und sie sauberer bleiben.

Wir haben uns also entschieden, unsere Routine zu überdenken und haben das Familientestpaket bestellt.3 besonders weiche Zahnbürsten und 3 Dosen, mit denen wir beide insgesamt 3 Monate auskommen sollten. Wenn wir 2 mal täglich putzen.
Mal ehrlich: Auch wenn jeder Zahnarzt 3 mal täglich empfiehlt, wer macht das tatsächlich?!

Am 8. Januar ist dieses Testpaket hier angekommen.

 

Denttabs-Familientestpaket

Denttabs-Familientestpaket

Für den Froschkönig stand von Anfang an fest, dass er seine elektrische Zahnbürste nicht ersetzen würde. Ich habe aber direkt zu der superweichen Denttabs-Bürste gegriffen.

Tatsächlich fühlten sich die Zähne sehr glatt an. Und auch die Zahnzwischenräume waren so sauber wie nie. Normalerweise hing da immer noch ein halbes Steak drin wenn ich mit der Zahnseide bis in den kleinsten Winkel vorgedrungen bin.

Allerdings war auch mein Zahnfleisch so gereizt wie lange nicht mehr.
Ich hatte gedacht, dass es sicher nur an der Umstellung von elektrisch auf „normal“ lag und habe 1,5 Wochen durchgehalten. Die Bewegungen muss man ja doch irgendwie neu erlernen…
Es wurde allerdings nicht besser, ob es an den doch eher sehr spitzen Borstenenden lag oder an meiner Unfähigkeit wieder „normale“ Putzbewegungen zu machen weiß ich nicht. Es tat einfach nur weh und war sicher auch alles andere als gesund für mein Zahnfleisch.
Als Kompromiss habe ich mir daher weiche Bürstenköpfe für meine elektrische Zahnbürste bestellt. Eine Wohltat! Und da hat auch der Froschkönig mitgemacht.

Dem Zahnfleisch ging es also schnell besser und was mich noch viel mehr freute: Ich bekam auch keine Aphten mehr.
Aphten sind diese fiesen kleinen Bläschen/Entzündungen am Zahnfleisch. Bei mir meist am Übergang zu den Wangen. Viele Leute kennen sie aber auch unter der Zunge.
Damit hatte ich zuletzt sehr, sehr häufig zu tun und war sehr froh, als mir schon kurz vor der Entdeckung dieser „Zahnputztabletten“ ein Arbeitskollege den Tipp gegeben hat, dass ein bestimmter Inhaltsstoff von Zahnpasta die Entstehung zu begünstigen scheint und es auch Sorten gibt, in denen das eben nicht ist.
In Denttabs ist dieses Zeug nicht drin.
Schmerzhafte Aphten hatte ich zuletzt im Dezember.

Zumindest insgeheim wünscht sich doch jeder möglichst weiße Zähne. Nicht wahr?
Wir natürlich auch. Und es dauerte wirklich nicht lange, bis wir uns beim Frühstück gegenüber saßen und ich seine Zahnfarbe kommentierte. Die leuchteten richtig. Er beantwortete diese Bemerkung damit, dass ihm das an mir schon am Vortag aufgefallen ist.
Die Polierfunktion der Zellulose scheint also nicht nur gefühlt, sondern auch sichtbar zu funktionieren.

Außerdem war für uns noch der „Ekelfaktor“ ein Entscheidungskriterium.
Bernhard Bartsch beschreibt die ganze Prozedur ja schon als sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Der Geschmack soll nicht vorhanden bis unangenehm sein, das Gefühl trocken und staubig.
Vielleicht wurde die Rezeptur noch einmal etwas angepasst, aber unsere Denttabs schmecken nach Minze. Wir wissen, dass dieser Geschmack für die Wirkung nicht notwendig und somit eigentlich ein unnötiger Hilfsstoff ist. Aber er erhöht sicher die Compliance. Man hat nach dem Zähneputzen einen milderen, aber typischen Geschmack von Minze im Mund.
Sonderlich staubig fanden wir sie auch nicht. In den ersten Tagen war es gewöhnungsbedürftig und es erfordert eben ein bisschen Übung, die Tabletten mit den Schneidezähnen zu einer geschmeidigen Masse zu zerkauen und dann irgendwie auf die Zahnbürste zu befördern.
Inzwischen ist das Routine.

Zuletzt haben wir beide unsere Zahnärzte aufgesucht. Professionelle Zahnreinigung und Inspektion.
Die zahnmedizinische Fachangestellte, die mir die Zähne gereinigt hat, war (wie allerdings immer) zufrieden damit, dass ich so wenige Verfärbungen und Ablagerungen habe. Ich rauche halt nicht und trinke auch keinen Kaffee.
Meine Zahnärztin „beobachtet“ seit meinem letzten Besuch mal wieder einen Zahn. Die letzten Male war es immer 1x beobachten und beim nächsten Mal Karies. Dieses Mal nicht. Ich hab sie dann gefragt, was mit diesem Zahn  ist. „Den beobachten wir weiter.“ Okay!
Denttabs kannte sie noch nicht, meinte aber, dass ich aufpassen sollte, dass da nicht zu viele Schleifmittel drin sind. Dass es gar keine sind verwirrte sie sichtlich. Aber ihr Interesse habe ich wohl nicht geweckt.
Beim  Froschkönig war es ähnlich: Zähne recht sauber, wie immer. Sein Zahnarzt möchte sich allerdings auch über Denttabs informieren.

Was uns bei dem Artikel aus der brand eins noch interessierte war, ob der Autor bei den Denttabs geblieben ist. Es liest sich schon so, aber man weiß es halt nicht.
Wir sind es jedenfalls und haben uns Denttabs für weitere 6 Monate gekauft.

Weitere Informationen (und Bezugsquellen) findet man hier: denttabs.de

Der Werbeslogen „Zahnpasta war gestern“ passt einfach!

Willkommen zu Hause! #5

Während ich mir noch nicht gaaaaaaanz sicher bin, welchen Kuchen ich heute backe, diesen hier gab es nach 5 Wochen Berlin:

Willkommenskuchen #5 - Agátas Brotkuchen

Willkommenskuchen #5 – Agátas Brotkuchen

Wie erwartet, erntete dieser Kuchen kein Lob. So direkt nach Froschkönigs Gaumenschmeichler.

Und dann habe ich auch noch den Fehler gemacht, ihm zu erklären, was ein Brotkuchen ist: Kuchen aus eingeweichtem, zermatschem, altem Brot.

Das Rezept hat meine Mutter empfohlen. Von ihr kamen auch die alten Brotkrümel und ein paar Rumrosinen. Sie meinte, das Leckerste ist der Guss oben drauf. Ich konnte den jetzt nicht so separat rausschmecken, aber insgesamt war es ein kräftiger Bitterschokoladenkuchen.