Bahnhoffail

19.11.2014:

Diese Woche bin ich bei einem Seminar in Köln. Nachdem ich mich jetzt 2 Tage über den Verkehr auf dem Weg nach Horrem geärgert habe, war heute ein Auto weniger auf der Straße. Meins.

Ich hatte die glorreiche Idee, den kompletten Weg mit der Bahn zu fahren.

Schließlich war ich 13 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof.
Und das hätte fast nicht gereicht.
An „meinem“ Gleis stand kein Fahrkartenautomat. Also durch die Unterführung rüber auf die andere Seite. Da 3 Leute vor mir.

Da stand wohl auch mal ein Fahrscheinautomat an "meinem" Gleis...

Da stand wohl auch mal ein Fahrscheinautomat an „meinem“ Gleis…

22.11.2014:

Angefangen habe ich den Text schon in der S-Bahn von Horrem nach Köln. Jetzt sitze ich auf dem heimischen Sofa und fühle mich nach einer Woche „gewaltfreier Kommunikation“ oder auch „bedürfnisorientiertem Bewusstsein“ sehr entspannt.
Ich habe gar keine Lust, mich wieder an die Situation vom Mittwoch zu erinnern. Ich bin schließlich pünktlich zum Seminar erschienen und hatte wieder einen echt tollen Tag!
Um genau zu sein, hatte ich eine tolle Woche.

Und daher nun ein paar watschelige Blätter.

Ähm ja, die Bildquali ist nicht soooo doll, wenn man das direkt am Smartphone bearbeitet...

Ähm ja – die Bildquali ist nicht soooo doll, wenn man das direkt am Smartphone bearbeitet…

Ginkgo-Bäume mag ich viel lieber als Ärger in der Warteschlange.

Ein entspanntes Restwochenende euch allen!

Wiesn, Dirndl und eine Flechtfrisur

Heute geht es wieder los.
Das größte Volksfest schlechthin.
Das Oktoberfest.
Die Wiesn.

Wie auch immer.

Ein Mal war ich da. Vor 7 Jahren. Mit dem Froschkönig.
Es hat aus Eimern geschüttet und nachdem wir von unserem Gastgeber dazu überredet wurden erstmal ein wenig über das Gelände zu gehen und uns die Wiesn noch vom Riesenrad aus anzusehen, saßen wir schließlich trocken in einem der großen Zelte.
Der Froschkönig hatte sich in diesem Jahr vorgenommen keinen – also wirklich gar keinen – Alkohol zu trinken und hat sich auch daran gehalten.
Also kein Maß für ihn.
Und für mich auch nicht.
Ich war nie ein großer Biertrinker und fühlte mich überhaupt sehr „deplatziert“. Zusammen mit mehreren „Einheimischen“ in richtiger Tracht saß ich da in Jeans und T-Shirt

Aber es war verdammt lustig und ich würde in ähnlicher Runde wirklich gerne nochmal hin.

Inzwischen bin ich aus ganz anderem Grund selbst im Besitz eines Dirndls.
2013 war das Sitzungsmotto in meinem „Heimat-Karnevalsgedöns“ irgendwss mit Gardestadl und Madl.
Passendes Kostüm war also ein Dirndl und ich hab mir nach laaaaaangem Überlegen dieses hier gekauft:

Was man nicht erkennt ist, dass ich mir sogar einen farblich perfekt passenden Nagellack gekauft habe.

Eigentlich mag ich es. Aber wenn ich mir nochmal eins kaufen würde, wäre es eins in etwas „traditionelleren“ Farben. Blau wäre toll.

Tatsächlich habe ich es nur einmal der Größe wegen anprobiert und dann heute für die Fotos angezogen. Denn letztes Jahr habe ich Karneval leider komplett flach gelegen.

Beim Anziehen heute ist mir dann bewusst geworden, dass meine Sportelei Wirkung hat. Ich habe es in den obersten 10 Zentimetern nur mit Mühe zubekommen. Nicht, weil ich zugenommen habe, sondern weil da offenbar Muskulatur aufgebaut wurde.

Das Dirndl werde ich also verkaufen.
Aber ich möchte ein neues haben, auch wenn es wirklich unwahrscheinlich ist, dass ich in naher Zukunft nochmal die Gelegenheit habe, eins zu tragen.

Dazu hab ich auch die Haare geflochten.
Freie Tage eignen sich dafür hervorragend. Im Gegensatz zu den Dutts aus meinem Adventskalender nimmt das Flechten mit zunehmender Haarlänge entsprechend mehr Zeit in Anspruch.

Hierfür werden 3 Zöpfe geflochten, die dann nacheinander flach am Kopf festgesteckt werden.

Ich persönlich bin ja ein großer Fan von „fester Kleiderordnung“ zu bestimmten Anlässen. Egal ob das jetzt ein buntes Karnevalskostüm, ein Abendkleid oder eben ein Dirndl ist.
Alle drei trage ich unglaublich gerne und würde mir viel mehr Anlässe dafür wünschen.

Wart ihr schonmal „auf der Wiesn“?
Habt ihr selbst auch ein Dirndl oder Lederhosen?
Welche Frisur würdet ihr dazu tragen?

 

 

Durst auf Bonbons?

Mein Ess- und Trinkverhalten ist ein verzogenes Gör!

Sooooooo oft passiert es, dass ich an unsere „Naschschublade“ gehe. Ich mache sie dann auf, stelle fest, dass ich eigentlich auf nichts davon SO RICHTIG Bock habe, nehme mir trotzdem etwas, und mache sie unbefriedigt wieder zu und bekomme Pickel, weil das eben mehr als nur 1x am Tag passiert.

Hin und wieder kommt dann der Gedanke, was denn hätte drin sein müssen, was meinen Hunger auf Süßkram wirklich gestillt hätte.
Irgendetwas saftiges müsste es sein.

Irgendwann kam mir die Idee, dass ich vielleicht ja eigentlich durstig bin.

Getränke

An Tagen, an denen ich viel getrunken habe, blieb die Schublade meistens zu oder wurde gezielt für etwas geöffnet, von dem ich wusste, dass es drin ist.

Jetzt ist es schwierig etwas neutral zu beobachten, wenn man ein bestimmtes Ergebnis erwartet, daher habe ich nur „vermutete Beobachtungen“ vor dieser Hpothese.

Aber z.B. während der Arbeit trinke ich oft zu wenig. Ich hänge einen Beutel in die Tasse, stelle den Wasserkocher an, vergesse jedoch, den Tee auch aufzugießen. Oder ich denke daran, vergesse dann aber, den Beutel auch rauszunehmen, das Ergebnis: Kein oder unagenehm „überzogener“ Tee.Im Frühdienst wünsche ich mir immer wieder mal, dass irgendwer etwas süßes mitbringt.
Vor dem Spätdienst trinke ich zu Hause hingegen oft schon mehr als einen Liter Wasser, Tee und Co. und solche Heißhungerattacken auf Süßkram kommen deutlich seltener vor.

Was dagegen tun?

Mein Schlachtplan sieht so aus:

  • bewusst viel trinken
  • Hunger auf Süßkram bewusst wahrnehmen
  • bei „Süßhunger“ erstmal ein Glas Wasser trinken

 

Kann man wirklich verlernen Durst als solchen wahrzunehmen, bzw. diesen so dermaßen falsch zu interpretieren?

Kennt ihr sowas auch?

Mehr als nur Haare: Wiesenfotos

Wie versprochen gibt es heute noch eine Ladung Bilder von unserem Fototreffen im August.

nrsss

 

Ich bin wieder sehr gespannt, welche Auswahl Heike von haselnussblond.de dieses Mal getroffen hat. Schaut doch auch bei ihr vorbei!

Ich hab mir ihre Bildbeschriftungen ein wenig abgeguckt.
Finde es doch sehr schön, dass man bei ihr sehen kann wer die jeweiligen Bilder gemacht hat.

Das ist kein Elfenohr, sondern eine Blume!

Das ist kein Elfenohr, sondern eine Blume!

Dieses Mal war die Wahl für mich jedenfalls deutlich schwieriger. Während wir an der Burg und am Steg ja wirklich strahlenden Sonnenschein hatten, hat sich hier doch die ein oder andere Wolke angeschlichen um uns zu ärgern.

Aber wir haben uns den Spaß dann doch nicht nehmen lassen und wieder wild die Haare geworfen.

Diese Blümchen fanden wir aber auch noch für „normale“ Fotos ganz hübsch, und haben uns da eigentlich alle abgelichtet.

haselnussblondTeleria haselnussblondBei Heike habt ihr letztes Mal ja schon gesehen, was für einen unglaublich tollen Umhang Teleria dabei hatte.
Zuerst wurde celestina von Teleria mitsamt Umhang zu einem menschlichen Seerosenblatt an Land drapiert.
Die Drehungen damit waren schon richtig anstrengend, weil der Umhang aus einem so schön schweren, festen Stoff genäht ist.

nrssscelestina celestina

Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass sie den Umhang – genau wie ihr Kleid – selbst genäht hat?

Irgendwie hatten wir alle irgendwelche Requisiten dabei.
Bei Heike war es ein Cape, dass dann ich tragen durfte, weil die anderen sich einig waren, dass es am besten zu meinem Kleid passt.

nrsss

Ich hab hingegen Seifenblasen mitgebracht.

seifenblasen hascelWobei den Seifenblasen ein wenig mehr Sonnenschein sicher gut getan hätte.
Vielleicht beim nächsten Mal!
Denn am Ende war ein Tag doch viel zu kurz um 5 Personen fototechnisch gerecht zu werden.

Wir 5 hatten jedenfalls so viel Spaß, dass wir das echt gerne wiederholen möchten.
Im Herbst. Oder bei Schnee. In der schmeichelnden Morgensonne. Mit anderen Outfits. An unterschiedlichen Orten?
Wer weiß?

Wenn ihr also geeignete Locations kennt, immer her damit!

Nickike

 

Mehr als nur Haare: Stegfotos

Heute gibt es die Fortsetzung quasi direkt im Doppelpack!

Neben einer kleinen Auswahl der Bilder, die wir an (oder sagt man auf?) einem kleinen Steg im Park gemacht haben, hier bei mir zeigt auch Heike heute einen ersten Schwung Fotos von unserem kleinen Shooting-Treffen in ihrem Blog.
Ich bin selbst wahnsinnig neugierig, für welche Bilder sie sich entschieden hat!

Eigentlich waren wir doch 6: Das haekelschwein war auch dabei!

Eigentlich waren wir doch 6: Das haekelschwein war auch dabei!

Nachdem wir also einige Fotos direkt am Hertener Wasserschloss gemacht haben, sind wir weiter durch den Park gezogen.

Dieser Steg war Telerias Entdeckung. Heike wollte eigentlich zu einer kleinen Brücke, und quasi direkt daneben war dann ein Zugang zum Wasser mit eben diesem Steg.

Making-Of

 

Heike

Die Sonne stand inzwischen leider schon recht hoch, aber wir haben so ziemlich das Beste draus gemacht.

Dort sind von uns allen wirklich schöne Fotos entstanden und es ist mir sehr, sehr schwer gefallen, mich für eine Auswahl zu entscheiden.

Bei dem „Haarwurffoto“ von celestina fiel mir die Entscheidung allerdings wirklich sehr, sehr leicht, schließlich ist dieses Bild mein absolutes Lieblingsbild aus der gesamten Bildreihe! Und der Himmel zeigt sich auch von seiner besonders dynamischen Seite.

Wart ihr auch schon mal extra zum Fotografieren mit Freunden unterwegs?
Und wie gefallen euch unsere Fotos bisher? Habt ihr schon „Lieblinge“?

Mehr als nur Haare: Fotos am Schloss

Letztes Wochenende habe ich mich mit 4 anderen „Langhaars“ zu einem kleinen Fototermin getroffen.

Nachdem der Ort, für den wir das Treffen ursprünglich geplant hatten, an Pfingsten durch den heftigen Sturm doch ziemlich verwüstet – und bis heute nicht wieder aufgeräumt – wurde, hat Nickike den Schlosspark Herten ausfindig gemacht.

Nickike - Lady in Blue

Wie sich heraus stellte ein wirklich guter Ersatz!

Wir hatten ja bis zum Schluss große Sorgen bezüglich des Wetters: Die Vorhersagen variierten zwischen 30 und 70% Regenwahrscheinlichkeit.
Als ich morgens aufgestanden bin, schien mir erstmal die Sonne entgegen. Auf dem Weg durch’s Ruhrgebiet waren die Scheibenwischer dann jedoch sehr oft im Einsatz.
Wie man aber an dem Bild von Nickike schon sieht, hat sich die Sonne schließlich doch noch durchgesetzt!

Teleria konnten wir im Vorfeld davon überzeugen, dass sie ihr selbstgenähtes „Burgfräulleinkleid“ anzieht. Perfekt für diese Kulisse!

Laufstegtauglichkeit bewiesen!

Laufstegtauglichkeit bewiesen!

TeleriaMit dabei waren neben Nickike und Teleria noch Heike von haselnussblond und celestina. Letztere lässt eine Blondierung rauswachsen und hat kurz vor unserem Treffen in einer Nacht- und Nebelaktion noch versucht die Farbe anzugleichen.

So gut kann man eine rauswachsende Blondierung kaschieren

So gut kann man eine rauswachsende Blondierung kaschieren

Von Heike gibt es an dieser Stelle noch kein Foto – sie hatte von Anfang an gesagt, dass sie hauptsächlich hinter der Kamera sein möchte. Bis auf einige Making-Of- und Making-Of-„Making-Of“-Fotos ist das an unserem ersten Halt auch so geblieben.

Wir haben noch zwei bis vier Mal, je nach Zählweise, den Platz gewechselt. Aber die Fotos jetzt alle hier in einen Beitrag zu stecken, wäre wohl doch etwas sehr viel.

Also:
Fortsetzung folgt!

Blondinen

 

Weltmeister Outfit – ein mehrjähriges Projekt

Heute blogge ich quasi zeitgleich mit Heike von haselnussblond.de – hat sich einfach so ergeben, bei der gemeinsamen Fahrt ins Allgäu. Es ist spätestens heute nicht mehr zu übersehen: Die Herren (oder eher Jungs?) spielen wieder Fußball. Gegen Portugal. Um 18 Uhr. Irgendwo in nicht unkritisch zu sehenden Stadien in einem Land, in dem die Schere zwischen arm und reich sehr weit auseinander klafft. Auch sonst kann man den ganzen Verein „FIFA“ gerne kritisch betrachten… Und obwohl ich vieles an diesem Spektakel nicht unterstützen möchte, gehöre ich doch zu denjenigen, die sich etwa alle 2 Jahre mal am Rande mit dem Thema „Fußball“ befassen und auch gerne, vorzugsweise in Gesellschaft, die Spiele gucken. Zumindest die Spieler „unserer“ Jungs. Darum soll es hier aber nicht gehen. Gehen soll es um mein Fan-Outfit zur Fußball-Weltmeisterschaft. Eine Entwicklung über 8 Jahre. Leider ohne wirklich alte Fotos, dafür aber mit Anleitungen zum Nachbasteln.

Half Up mit einer Krebsspange, 2 Bobby Pins mit Blumen und einer Haarnadel mit Blumen

Half Up mit einer Krebsspange, 2 Bobby Pins mit Blumen und einer Haarnadel mit Blumen

Angefangen habe ich 2006 mit geliehenen Cocktail-Spießen einer Freundin. Die waren toll. Schwarze, rote, gelbe Streifen (wie sonst diese Glitzerstreifenpuscheldinger), da dran auch irgendwo ein paar Fußbälle. Durfte ich aber nicht behalten… Kurz darauf habe ich mich dann mit meinem eigenen Fan-Haarschmuck befasst. Ich habe mir so eine Hawaii-Kette in den Deutschlandfarben gekauft und die Blüten einzeln mit Haarnadeln (diese U-förmigen) aufgespießt. Aber irgendwie habe ich davon inzwischen nur noch eine. Nach einem siegreichen Spiel 2008 hatte ich in der Aachener Pontstraße plötzlich eine große Flagge in der Hand und wusste nicht, wer mir die gegeben hat. Im selben Jahr zog ein Flaggenmalstift bei mir ein. 2010 fand ich die schwarzen Auswärtstrikots einfach toll. Gab es dann aber nicht mehr in kleinen Größen. Dafür habe ich wieder eine Flagge geschenkt bekommen. Eine kaputte „Auto-Flagge“. Erst dieses Jahr hat sie einen neuen Stab bekommen, ein einfaches Rundholz. Befestigt habe ich es mit ein wenig Sekundenkleber. So ein Trikot hab ich mir dann aber 2012 doch noch gegönnt. Da gab es sie plötzlich wieder, wenn auch nur in Kindergröße. Neue Haarnadeln wurden gebastelt. und ich habe mir erstmals die Fingernägel irgendwie passend lackiert.

EM 2012 - Ist das schon Nailart?

EM 2012 – Ist das schon Nailart?

Das fand die kleine Tochter meiner Nachbarn so toll, dass ich ihr auch die Nägel lackieren musste. Winzige Fingernägel einer 4-jährigen… Der schwarze Lack ist aber inzwischen irgendwie weg. Daher musste ich etwas improvisieren:

Die Fotos macht man doch so, oder? Hände begucken gibt Streit!

Die Fotos macht man doch so, oder?
Hände begucken gibt Streit!

Accessoires? Werkzeug?

Accessoires? Werkzeug?

Die Fotos sind vorbereitet, nicht von heute. Für den tatsächlichen „Einsatz“ würde ich wohl schwarze Sterne aufkleben. Die gestempelten Sterne sind mir ehrlich gesagt zu blass. Eine aktuelle Weiterentwicklung war da jetzt noch nicht bei. Die Nägel sind ja sogar eher ein Rückschritt. Fortschritte gibt es aber bei den Haaren! Wisst ihr, was ein Parandi ist? Das sind 3-strängige Flechtzopf-Deko-Dinger aus Wolle. Selbstgemacht. Vielleicht habt ihr das in meinem Senza-Limiti Post schon gesehen. Und ich hab sie Anfang des Jahres für mich entdeckt. Gerne trage ich so ein Ding komplett in schwarz. Schöner, aber dezenter Kontrast zur eigenen Haarfarbe und ein beeindruckend großer Dutt sind das Ergebnis! Als ich mir die einfache schwarze Wolle gekauft habe, fielen mir direkt auch die leuchtenden roten und gelben Knäuel ins Auge. Die Idee war geboren!

Parandi Dutt in Deutschlandfarben

Parandi Dutt in Deutschlandfarben

 


Bastelanleitungen zum selber machen

Haarschmuck einfach selber machen

Blumenhaarnadeln

Blumenhaarnadeln

  1. Du brauchst: Haarnadeln (U-Pins oder Bobbypins), eine Hawaiikette in schwarz-rot-gelb, Perlen, Nadel, Faden
  2. Kette auseinaderschneiden
  3. Immer je 2 schwarze, 2 rote und 2 gelbe Blüten auffädeln, dann die Perle auffädeln und wieder zurück durch die Blüten – es hält besser, wenn du nicht durch das große Loch, sondern etwas daneben direkt in den Stoff einstichst
  4. Den Faden an der Haarnadel festbinden – damit sie nicht runterrutscht ggf. mit einem Tropfen Sekundenkleber nachhelfen
  5. Trocknen lassen, Frisur deiner Wahl zaubern und einfach mit den Nadeln dekorieren

So kann man natürlich auch anderen Haarschmuck, z.B. Krebsklammern, Steckkämme usw. zum Fanaccessoire umfunktionieren 😉

Deutschland Parandi

Deutschland Parandi

Deutschland-Parandi Ein Parandi kann deutlich länger sein, als die eigenen Haare. Man kann den Zopf damit offen tragen, oder  – wie ich es lieber mag – dutten. Ich denke, es klappt schon mit etwas mehr als schulterlangem Haar.

  1. Du brauchst 3 Knäuel Wolle in schwarz, rot und gelb. Es reichen Reste, ich brauchte von jeder Farbe ca. 1/3 Knäuel und irgendetwas, wo du die Wolle rumwickeln kannst, das kann eine Tischplatte, 2 Stühle, irgendwas sein. Wichtig ist, dass die Runden doppelt so groß werden, wie dein Parandi später lang sein soll. Eine 1m-tiefe Tischplatte macht ein etwas weniger als 1m-langes Parandi, die Wolle dehnt sich beim Wickeln und zieht sich dann wieder zusammen, also ruhig immer etwas länger wickeln, abschneiden kannst du später auch noch
  2. Die Wolle wickeln, ich nehme immer ca. 20 Umwickelungen pro Farbe, das Hängt aber von der eigenen Haarbeschaffenheit ab
  3. Wenn du fertig gewickelt hast, schneidest du den entstandenen Wollring an einer Stelle auf, du hast dann einige –  in meinem Fall 20 –  gebündelte Wollfäden.
  4. 3. und 4. mit allen Farben wiederholen
  5. die Stränge jeweils in der Mitte falten und die Stränge – wie auf dem Bild unten hoffentlich erkennbar – miteinander verbinden
  6. Den Knoten festziehen
  7. In die Haare einflechten, das ist manchmal etwas knifflig. Daher gibt es dazu noch eine eigene Anleitung
Parandi-Knoten

Parandi-Knoten

Parandi einflechten

  1. Parandi vorbereiten: 1 Farbe über die rechte, eine über die linke Schulter legen und die dritte am Rücken runterbaumeln lassen
  2. Haare zum Zopf fassen, eventuell nochmal kämmen/bürsten und in drei Stränge teilen
  3. Alle Haarstränge mit einer Hand fassen, dabei mit den Fingern unterteilt halten
  4. Zu jedem Strang eine Farbe dazu legen
  5. Normal flechten, als immer einen äußeren Strang über die Mitte

Das ist erstmal ungewohnt, aber wenn man den Dreh einmal raus hat, schafft man es manchmal sogar noch darauf zu achten, dass sich die Wolle nicht immer in den Haaren versteckt.
Aber wie ihr vielleicht gesehen habt, ist mir das dieses Mal nicht wirklich gelungen… die schwarze Wolle kommt erst da zum Vorschein, wo meine Haare weg sind.

Fanoutfit für die Fußball-WM 2014

Fanoutfit für die Fußball-WM 2014

 


Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbasteln und natürlich auch beim Fußball gucken! Drücken wir der Nationalelf mal die Daumen, so ein Weltmeistertitel ist ja auch ein mehrjähriges Projekt… nach 24 Jahren könnte es ruhig nochmal so weit sein…

Klassentreffen – Unverändert anders

Vor etwas mehr als 4 Jahren, habe ich hier über meine Einstellung zu Klassentreffen gebloggt.

Tatsächlich habe ich in dieser Zeit den genauen Inhalt vergessen. Gut so.
Ich war also beim 10-Jahres-Klassentreffen. Abitur 2004.

Die meistgehörte und -gestellte Frage war in der Tat

Und, was machst du jetzt?

Irgendwie wusste ich gar nicht, welche Antworten die anderen darauf hören wollten. Was man jetzt beruflich macht? Ob man Familie hat? Wo man wohnt?

Was wollte ich denn eigentlich wissen, wenn ich genau die selbe Frage gestellt habe?

Alles. Ich wollte wissen, wie es den Leuten in den 10 Jahren ergangen ist. Was aus ihren Beziehungen geworden ist, zu wem von den gemeinsamen Bekannten sie noch Kontakt haben, wo sie jetzt wohnen, wo sie in der Zwischenzeit, vielleicht für’s Studium gelebt haben, für was sie sich interessieren, ob sie vielleicht Briefmarken sammeln, …

Die Schulzeit war für mich nicht immer leicht. Ich hab’s mir auch nicht immer leicht gemacht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich sie zeitweise auch den anderen eher schwer gemacht. Jugendlicher Leichtsinn eben. Keine Ahnung vom Leben, von gutem Benehmen und dem, was (mir) wirklich wichtig ist:

Freundschaft.

Da war eine, die kannte ich seit der Grundschule. Irgendwann wollte ich nichts mehr mit ihr zu tun haben, weil ich plötzlich der Überzeugung war, dass sie einen schlechten Charakter hatte. Den Rest der Schulzeit haben wir uns bekriegt.
Eine andere „Feindin“, kannte ich fast gar nicht. Parallelklasse. Keine gemeinsamen Freunde. Den ersten Kontakt hatten wir vermutlich in der 6ten Klasse über geschriebene Texte auf dem Tisch in einem Physikraum, wir saßen in unseren jeweiligen Stunden offenbar auf demselben Platz. Und dort, in aller Öffentlichkeit erklärte sie mir, dass sie mich nicht leiden kann. Ab diesem Zeitpunkt beruhte dies bis zum Abitur auf Gegenseitigkeit. Obwohl wir nie auch nur ein Wort miteinander gesprochen hatten.

Das sind zwei der Personen, die ich vor 5 Jahren nicht hätte treffen wollen. Und gleichzeitig sind sie diejenigen, mit denen ich mich letztes Wochenende überraschend lange unterhalten habe.
Die eine erscheint mir wieder lieb und nett, als würde sie für alles, was ihr teuer ist einstehen. Früher war das ihre Beste Freundin, also lange Zeit auch ich, heute ist das ihre Familie.
Die andere macht jetzt beruflich etwas ähnliches wie ich und hat sehr erfrischende Ansichten. Ich glaube, es war das erste Mal überhaupt, dass wir einander zugehört haben.

Faszinierend war für mich, dass wir alle gar nicht gesehen haben, dass wir uns optisch verändert haben. Egal, wem man begegnet ist, auch der Satz

Du siehst ja noch ganz genauso aus, wie vor 10 Jahren!

wurde immer und immer wieder gesagt.

Damit hätte ich niemals gerechnet. Wie oft zeigen „neue Freunde“ Fotos, auf denen sie, 10 Jahre jünger, in einer großen Gruppe abgebildet sind und fragen

Wer bin ich?

Das ist oft nicht leicht.

Ich hatte auch irgendwie schon auf dem Weg zum Treffen gar keine Sorge, dass ich irgendwen nicht erkennen könnte. Mehr Sorgen hatte ich da, dass mir Namen nicht einfallen.

Wir sind alle mitgealtert, auch unsere Vorstellung vom jeweils anderen.
Die tatsächlichen Veränderungen sind erst bei einem Blick in die Abizeitung sichtbar geworden.

Und diejenigen, die ich vor 4 Jahren getroffen habe, waren auch wieder da. Für mich stimmt die Chemie da noch immer und ich hoffe, dass es nicht bis zum nächsten Klassentreffen dauert, bis wir uns nochmal sehen.
Wie gut, dass so viele von uns im nächsten Jahr 30 werden…

Mehr als nur Haare: Menschlinge

Das Lang- und Schönzüchten der eigenen Haare ist ein tolles Hobby. Man kann sich intensiv damit auseinandersetzen, viel Zeit darin investieren, oder auch „einfach nur wachsen lassen“.
Sie sind halt da.

Zu der Vielseitigkeit dieses Hobbies habe ich hier auch schon mehr geschrieben.

Heute möchte ich mehr zu meinem „Nebenhobby“ schreiben. Quasi aus aktuellem Anlass.

Ich bin durch meine Haarzücherei auch zu verschiedenen Haarschmuckarten gekommen. Neben Haarstäben und Schnabelspangen auch zu Forken.

Forken gibt es von verschiedenen Herstellern, neben 60th-street und Grah-Toe möchte ich noch Ursa Minor erwähnen, wobei Ursula mit ihrem Shop vorübergehend Pause macht.

Als ich jedenfalls anfing, mich für derartigen Haarschmuck zu interessieren, gab es eine gewisse „Knappheit“ an Dymondwoodforken.
Dymondwood ist sogenanntes „Kunstharzpressholz“. Gefärbtes Birkenholz wird unter Druck mit Kunstharz zusammen gepresst. Das Ergebnis ist sehr stabil und auch farbenfroh, ohne dass man sich tropischer Hölzer bedienen müsste.
Mir gefiel es super und weil Forken daraus so schwer zu bekommen waren, habe ich es selbst ausprobiert und dabei entdeckt, dass mir das sehr viel Spaß macht und eine wirklich gute Ablenkung vom Alltag ist.
Nach einem Tag Forkenbau, fühle ich mich „vom Kopf her“ reichtig befreit.

Die erste Forke hat 2 Zinken und ist in 100% Handarbeit überwiegend an meinem Terrassentisch entstanden.
Ich habe mir im Baumarkt eine Raspel und 2 Schraubzwingen gekauft und losgelegt.
Von glänzender Optik war da noch keine Rede und auch sonst waren meine ersten beiden „Menschlinge“, so nenne ich meine Werke inzwischen, alles andere als perfekt. Und trotzdem war ich mächtig stolz und meinte, mich mit den beliebten Herstellern messen zu können.

Inzwischen habe ich mich von der Raspel verabschiedet und arbeite mit dem alten Bandschleifer von Ursa Minor. Auch das Oberflächenfish ist deutlich glatter und schöner, die Zinkenform bei mehr als 2 Beinen ist auch harmonischer geworden.

Hier eine kleine Bildsammlung:

Vielleicht kennt ihr den ein oder anderen Menschling davon ja schon?

  • Nessa hat ihre Riesenforke auch in ihrem Adventskalender gezeigt
  • Wuscheline hat ihre Menschlinge mit ihren 60th-street Forken verglichen

Und zu guter letzt, und damit wären wir beim aktuellen Anlass, hat Mai/Heike von haselnussblond heute über ihren Menschling gebloggt.
Leider habe ich es selbst vermasselt, Bilder vom fertigen Menschling zu machen, aber bei ihr gibt es gleich mehrere davon!

Aber so sehr mir diese Werkelei auch Spaß macht, möchte ich vom Dymondwood jetzt langsam weg. Der Geruch des wirklich feinen Staubes verrät schon, dass es nicht gesund ist. Außerdem empfinde ich Forken aus Naturhölzern inzwischen als schöner, sie wirken auf mich irgendwie edler, wertiger. Und dafür muss es nicht unbedingt Ebenholz oder Palisander sein, ich hab hier noch gestockte Birke liegen udn hoffe, dass ich mir daraus eine kleine, nicht allzu instabile Forke machen kann.

Eher zufällig bin ich darauf gestoßen richtige Pflöcke als Haarstab zu tragen. Und genau das mache ich gerade echt gerne: Pflöcke.
Dabei kommt das verwendete Holz richtig gut zur Geltung, weil eben genügend ruhige Fläche da ist, um die Maserung zu zeigen.
Kann aber auch an meiner Vorliebe für Vampirgeschichten liegen… dazu aber ein anderes Mal mehr!

Lang nicht mehr gesehen – eine Partyidee

In einem halben Jahr werde ich 30 und würde das eigentlich echt gerne feiern. Ich hab schon wirklich lange keinen Geburstag mehr wirklich geiefert. Ich glaube zuletzt meinen 23ten. Wobei „Party“ es kaum trifft.
Es war eine Mottoparty in meiner WG. Eine Hutparty.
Daran hat sich jedoch kaum jemand gehalten, ich selbst trug einen Fingerhut und es war auch mehr ein Sit-In.

Den 25ten habe ich mit ein paar Freunden auf einer Party im Westbahnhof Aachen verbracht. Also nicht „meine“ Party.

Seitdem gab es nur noch einmal Kaffe & Kuchen mit der Familie und sonst nix.

Also eigentlich wäre ein richtige Party schon fein.

Mein Freundeskreis ist jetzt nicht super groß und sehr durchmischt. Viele kennen sich untereinander gar nicht und einige habe ich selbst seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen.
Ich habe aber eine Partyidee, die dieses Problem lösen sollte:

Lang nicht mehr gesehen und doch wiedererkannt – Die Party

Das Prinzip ist folgendes:
Ich lade zur einen Hälfte Leute ein, die ich noch vor kurzem getroffen habe, regelmäßig sehe, mit ihnen schreibe, also wo der Kontakt gerade einfach „stabil“ ist. Und wenn es die Arbeitskollegen sind. Die andere Hälfte sind Leute, die ich lange nicht mehr gesehen habe und gerne nochmal treffen würde und diejenigen mit denen ich früher, z.B. in der Schule, gut befreundet war und wo sich der Kontakt irgendwie verlaufen hat.
Jeder geladene Gast darf/soll dann 2 weitere Personen mitbringen: Eine, die er regelmäßig trifft, z.B. den Partner, und einen „lang nicht mehr gesehenen, lieben Menschen“.
Wenn ich also 20 Leute einlade kommen bis zu 60.

Vermutlich würde ich aber so 50 Leute einladen, darunter ein paar meiner Langhaarmädels, ein paar Mitabiturienten, meine „Mädels“, der Blogpate und mein Physiker.

Das wäre schon eine größere Party, sie bräuchte einen guten Raum (ich mag ja das „Aachen Fenster“), ein Buffet und/oder einen großen Grill, im Idealfall noch Livemusik.

Realistisch finanzierbar?
Nein. Aktuell nicht.